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Sport im Norden 10 Fragen rund um die Lohmühle
Sportbuzzer Sport im Norden 10 Fragen rund um die Lohmühle
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13:30 21.12.2012
Gedränge im Strafraum, aber viel Freiraum auf den Ränge dahinter: Weil das Zuschauerinteresse auf der Lohmühle rückläufig ist, soll beim VfB am Ordnungsdienst gespart werden. Deshalb bleiben die Stehplätze in der Rückrunde geschlossen.
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Lübeck

Es sei denn, dass Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus heute bei einem Treffen mit Klub-Vertretern und Funktionären des Landes- und Norddeutschen Fußball-Verbandes in Hamburg ein Hintertürchen findet, und der VfB weiter in der vierthöchsten Liga spielen kann. Die LN beantworten zehn Fragen, die sich mit Blick auf die Rücktunde stellen.

1 Wie viele Spieler müssen aus dem Regionalliga-Kader gehen, damit der VfB finanziell die Rückrunde überlebt?

Das ist noch nicht geklärt. Sicher dürfte sein, dass zu den fünf bisher feststehenden Abgängen (Mokhtari, Altin, Diabang, Zorlu, Kluk) bestimmt noch vier weitere Kicker kommen. Kandidaten könnten Steinwarth, Hasanbegovic, Hauck und Theißen sein.

2 Können in der Winterpause überhaupt neue Spieler geholt werden?

Ja, wenn Kicker aus ideellen Gründen und nicht wegen des Geldes kommen. Denn zu „verdienen“ gibt es nur rund 250 Euro. Im Monat. „Da wird die Reihe übersichtlich sein“, glaubt der neue Aufsichtsratsvorsitzende Dietmar Scholze.

3 Wird die U21 vom Spielbetrieb aus der Schleswig-Holstein-Liga zurückgezogen?

Nein. „Das können und wollen wir unseren jungen Fußballern nicht antun“, sagt Scholze.

4 Welche Perspektive hat die so erfolgreiche U19?

Alle im Verein machen sich stark für den Nachwuchs. „Wir werden unglaubwürdig, wenn wir nicht bis zuletzt versuchen, die Mannschaft in die Bundesliga zu hieven“, sagt Scholze. Es sollen auch keine Spieler mehr wie bei Ramazan Yildirim zu den Herren abgezogen werden, die dort dann 90 Minuten auf der Bank sitzen (wie Arslan gegen Neumünster).

5 Verfallen wie bei der Insolvenz von Drittligist Alemannia Aachen alle Dauerkarten?

Das ist nicht vorgesehen. Die rund 600 VfB-Dauerkarten-Inhaber müssen nicht extra Eintritt bezahlen. Und anstelle des früheren Saison-Finish-Tickets soll es jetzt ein 1919-Ticket in Anlehnung an das Gründungsjahr des VfB mit einem Rabatt von 19,19 Prozent geben. Preis: rund 120 Euro für neun Heimspiele.

6 Wird das Service-Center (Kartenverkauf, Fanshop) geschlossen?

Jein. Statt bisher an zwei Tagen ist an eine Öffnung an nur noch einem Tag in der Woche gedacht. Und natürlich weiterhin am Spieltag.

7 Wird die Haupttribüne dichtgemacht und alle Zuschauer sitzen auf der „alten Holze“, um Geld zu sparen?

Nein. Die alte Holztribüne sowie die Umkleideräume und sanitären Anlagen müssten komplett renoviert werden. „Und wenn 800 Zuschauer kommen, reicht die Platzkapazität nicht aus“, sagt Scholze.

8 Werden alle Stehblöcke — wie schon zuletzt gegen den BV Cloppenburg geplant — in der Rückrunde geschlossen?

Das ist vorgesehen. Der „harte Kern“ der VfB-Fans geht dann auf die neue Haupttribüne in den G6-Bereich. Statt 28 Ordnern, die im ganzen Stadion verteilt werden mussten, benötigt der VfB dann nur noch 12 Personen. „Wir sparen durch diese Maßnahme rund 1200 Euro“, sagt Geschäftsstellenleiter Florian Möller. Wenn genügend Gäste-Fans kommen, dann wird der B-Block geöffnet.

9 Fällt das Catering für die VIP‘s in der Rückrunde weg?

Jein. „Das ist noch nicht ganz geklärt. Aber ich werde mich für einen Verbleib einsetzen“, sagt Möller. Und Scholze ergänzt: „Wir lassen die Sponsoren nicht im Regen stehen.“ Das kulinarische Angebot dürfte aber weniger umfangreich ausfallen. Geklärt ist auch noch nicht, wer der neue Caterer wird (zuletzt Paulaner‘s).

10 Was passiert mit dem Restaurant Tribüne auf der Lohmühle?

Es soll wie bisher am Spieltag geöffnet werden. Der VfB will es wieder in Eigenregie übernehmen (bisher war es „verpachtet“ an ein Ehepaar).

Rinal wartet auf ein zweites Gespräch

Er war in den letzten Monaten die feste Trainer-Größe (weil der inzwischen beurlaubte Ramazan Yildirim in der Trainerausbildung steckte). Und er soll es nach dem Willen des neuen Aufsichtsrats auch bleiben: Ex-Profi Serkan Rinal wurde im ersten Gespräch „mitgeteilt, dass sie hoffen und wünschen, dass ich bleibe“. Doch als Co-Trainer von Denny Skwierczynski zugesagt hat der 35-jährige Familienvater, der hauptberuflich bei VfB-Sponsor Palmberg arbeitet (Außendienst bei Online-Büroeinrichtungen), noch nicht. „Es braucht noch ein zweites Gespräch, das in dieser Woche folgen soll, in dem mir aufgezeigt wird, wie es in den nächsten eineinhalb, zwei Jahren mit den gegebenen Mitteln weitergehen soll“, sagt Rinal, der aber nicht verhehlt, dass der VfB für ihn „eine echte Herzenssache“ ist. ing

Peter-Wulf Dietrich

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