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Sport im Norden 6:1 — MSV Lübstorf demontiert Tabellenführer TSG Warin
Sportbuzzer Sport im Norden 6:1 — MSV Lübstorf demontiert Tabellenführer TSG Warin
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10:37 13.11.2013
Grevesmühlen

Für die Überraschung am vorletzten Spieltag der Hinrunde in der Fußball—Landesklasse VI sorgte der MSV Lübstorf. Gleich mit 6:1 demontierte der bisherige Tabellendrittletzte den Aufstiegskandidaten TSG Warin, der nach dem deutlichen Erfolg im Topspiel eine Woche zuvor gegen die SG Carlow damit die Tabellenführund an Aufbau Sternberg abgeben musste.

Zunächst sah es allerdings nicht so aus, als könnte der MSV dem Favoriten ein Bein stellen. Nach dem 0:1 von Brandenburg hatte wenig später Mertins Pech, als der Ball von der Torlattenunterkante zurück ins Spielfeld sprang (36.). Mit dem direkten Gegenzug leitete Niemann dann das spätere Debakel der TSG ein. „Nach der richtig starken Leistung gegen Carlow ist dieser Einbruch kaum nachvollziehbar“, so ein deprimierter Wariner Trainer Frank Ridder.

Ein nicht unbedingt zu erwartendes Schützenfest feierte auf dem heimischen Kunstrasen der FC Schönberg II im Spitzenspiel gegen den Mecklenburger SV. Und zur Pause sah es auch gar nicht danach aus.

Tobias Behning hatte in einer ausgeglichenen ersten Halbzeit mit zwei Toren für eine 2:1-Pausenführung der Gäste gesorgt. Pech hatte indes im ersten Durchgang Jonni Jahnke, der zweimal am Pfosten scheiterte. Kurz vor dem 1:2 verhinderte Torhüter Sykora ein mögliches weiteres Gegentor für die Schönberger. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff hatte Florian Zysk seine Nerven nicht im Griff und sah wegen Schiedsrichterbeleidigung die rote Karte. Bei eigener Führung spielte das natürlich dem MSV in die Karten. Doch mit Beginn der zweiten Halbzeit dominierte nur noch die gastgebende Mannschaft in Unterzahl. Spätestens mit dem 4:2 in der 80. Minute brachen die Gäste dann völlig auseinander und mussten am Ende froh sein, dass das Ergebnis nicht noch höher ausgefallen ist. „So ein Spiel habe ich noch nicht erlebt. Wir haben nach dem Seitenwechsel alle Tugenden vergessen. Die 2. Halbzeit kann ich mir nicht erklären. Fünf Treffer in den letzten neun Minuten, unbegreiflich“, so MSV-Coach Christian Nickchen.

Große Erleichterung herrschte an der Gostorfer Festwiese bei den Spielern des Mallentiner SV und ihren Anhängern. Vor 150 Zuschauern fuhr der MSV im Derby beim Gostorfer SV nach dem 1:0 gegen die SG Groß Stieten einen zweiten wichtigen 1:0-Sieg im Kampf um den Klassenerhalt ein und verschaffte sich etwas Luft zu den Abstiegsplätzen. „Für uns waren diese drei Punkte natürlich ganz wichtig“, so ein zufriedener Mallentiner Trainer Dietrich Bössow. Sein Gegenüber Gerd Rieckhoff war nach dem überzeugenden 4:1-Erfolg vor einer Woche beim SV Dassow enttäuscht und sprach letztlich von einem verdienten Erfolg der Gäste. „Leider haben wir heute vieles, wie zum Beispiel die Zweikampfhärte, vermissen lassen, um solch ein Derby erfolgreich zu gestalten“, so Gerd Rückhoff, dessen Mannschaft schon früh einem Rückstand hinterher laufen musste. Bereits in der 11. Minute verwandelte Dino Iserhot einen Freistoß zum 0:1. Mit dieser Führung im Rücken bestimmten die Gäste dann das Geschehen auf dem Rasen bis zur Pause und ließen dabei weitere gute Chancen zum Ausbau des Vorsprungs ungenutzt. Mit Beginn der zweiten Halbzeit drehte sich das. Nun übernahmen zunehmend die Gastgeber die Regie und hatten klare optische Vorteile. Glück hatte der MSV in der 55. Minute. Nach einem Freistoß von Dennis Kessner hatte Mallentins Torhüter Christian Reiche große Probleme und schubste den Ball im Nachfassen unglücklich allein ins eigene Tor. Doch der Schiedsrichterassistent will eine Abseitsposition gesehen haben und gab den Treffer nicht.

Der SV Dassow hat nach der empfindlichen Heimpleite gegen den Gostorfer SV in die Erfolgsspur zurückgefunden und gewann bei der TSG Gadebusch II mit 4:2. „Die Mannschaft hat den Kampf von Beginn an angenommen, eine Reaktion gezeigt und einen guten Auftritt hingelegt“, so Trainer Ron Kehlert. Er war vor einer Woche zunächst zurückgetreten, hatte sich dann aber von der Mannschaft überzeugen lassen, doch weiter zu machen. Vor allem Sebastian Körner ragte aus der Mannschaft heraus und krönte seine Leistung mit zwei Toren.

Die SG Groß Stieten hat indes nach der 1:3-Heimpleite gegen den neuen Spitzenreiter wieder die rote Laterne übernommen.

LN

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