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Sport im Norden Ärger um Verbandsliga-Aufstiegsrunden
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20:10 21.06.2017
Lübeck

Während in der SH-Liga noch letzte Punktspiele für die Jugendkicker anstehen, geht es „weiter unten“ am Wochenende um die Entscheidungen, wer – noch vor Inkrafttreten der Spielklassenstrukturreform zum 1. Juli – den Sprung in die Verbandsliga schafft: Die Kreismeister spielen die letzten Partien ihrer Aufstiegsrelegation, um die es im Vorfeld einigen Ärger gab.

Auslöser war der TSV Dänischburg, federführend in der A-Jugend- SG mit dem VfL Bad Schwartau. Jugendobmann Stephan Berkowitz hatte Anstoß genommen an einer Regelung der „Südregion“ mit ihren sieben Kreisverbänden. Seit 2007 war vom SHFV-Jugendausschuss ein Procedere akzeptiert worden, wonach der Meister der Kreisliga „Holstein“ direkt in die Verbandsliga aufstieg. In der „Holstein“-Liga hatten sich die Kreise Stormarn, Segeberg, Lauenburg und Steinburg (inzwischen Kreisliga „West“ mit Dithmarschen) vereint, also bei A-, B- und C-Junioren quasi über die Saison eine „Aufstiegs-Quali“ gespielt. Zudem war vom langjährigen SHFV-Jugendausschussvorsitzenden Rolf Hartung (und auch dessen Nachfolger Peter Feuerschütz) eine Zusatzvereinbarung der Südregion akzeptiert worden, dass zusätzlich der „Holstein“-Zweite immer dann eine Aufstiegschance in die Verbandsliga Süd bekommt (indem er in der Relegation der Meister aus Lübeck, Ostholstein und der Kreisliga West mitspielt), „wenn mehr als 55 Prozent aller gemeldeten Kreisliga- Mannschaften der Süd-Region aus den Kreisen der Holstein-Liga kommen“, wie der inzwischen auch zurückgetretene Segeberger Jugendobmann Hans- Heinrich Meins aus den Protokollen zitiert.

Das Problem: Beide Vereinbarungen ließ der SHFV nie in seine Durchführungsbestimmungen aufnehmen. Dr. Tim Cassel, der sich als Stellvertretender Geschäftsführer beim SHFV der Thematik angenommen hat, sagt dazu: „Weil es bisher keinen Kläger gab, war das nie strittig.“ Nun aber musste der Verband dem Einspruch des TSV Dänischburg stattgeben, weil laut Satzung die Aufsteiger „über eine Relegation zu ermitteln“ sind. Da die Teams der Kreisliga „Holstein“ im A-, B- und C-Jugend-Bereich mit der Annahme in die Saison gegangen waren, als Meister direkt aufzusteigen, reagierte der Spielausschuss auf die Entscheidung des Verbandsgerichts mit einer Lösung, die auch Dr. Cassel als „gedachten Kompromiss“ bezeichnet: „Holstein“-Meister und „Vize“ wurden in einer Relegationsrunde gegeneinander angesetzt, den zweiten Aufsteiger ermitteln (wie bisher) die Staffelsieger aus Lübeck, Ostholstein und der Kreisliga West.

Auch dagegen erhob Dänischburgs Obmann Berkowitz Einspruch. Der wurde zwar als „zulässig“ angenommen, aber als „inhaltlich nicht begründet“ abgelehnt. Mit grotesken Folgen: Bei den A-Junioren spielen in Gruppe B am Sonntag (12 Uhr) der Ratzeburger SV und TSV Bargteheide um einen Verbandsliga-Platz (Hinspiel 1:1), obwohl Bargteheide in der Saison mit neun Punkten Vorsprung Meister wurde – klar vor dem RSV. Bei den B-Junioren wurden Meister SG Wasbek/PSV und „Vize“ Breitenfelde in Gruppe B angesetzt. Weil die SG nicht antrat, ist der BSV kampflos aufgestiegen, während in Gruppe A drei Teams um einen Platz kämpfen . . .

Wie gut, dass in der neuen Saison das Thema vom Tisch ist. Mit der Strukturreform soll es landesweit acht Kreisligen geben. Die acht Meister spielen dann in einer Relegation. Ob in zwei Vierer-Gruppen oder in vier Direktduellen mit Hin- und Rückspielen, ist allerdings noch nicht entschieden.

ing

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