Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Sport im Norden „ Auszeichnung hilft mir nicht bei meinem weiteren Werdegang“
Sportbuzzer Sport im Norden „ Auszeichnung hilft mir nicht bei meinem weiteren Werdegang“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:10 30.07.2018
Schönberg

Marvin Tennes vom FC Schönberg wurde kürzlich als „Bester Jungschiedsrichter des Jahres“ ausgezeichnet. Dank seiner guten Leistungen ist der 16-Jährige Gymnasiast als Assistent in die B-Junioren-Bundesliga aufgestiegen. Dort ist er der jüngste Referee. Im Interview spricht Marvin Tennes über sein Hobby, die Anfänge als Schiedsrichter und seinen Traum.

Marvin, warum bist Du Schiedsrichter geworden?

Marvin Tennes: Das hat bei den C-Junioren angefangen. Ich habe damals selbst noch in Schönberg Fußball gespielt. Mein damaliger Trainer hatte in die Runde gefragt, ob jemand Schiedsrichter werden möchte. Zu dem Zeitpunkt spielte der FC Schönberg in der Regionalliga und brauchte Schiedsrichter. Ich habe mich dann gemeldet und wollte mal schauen, wie das so abläuft.

Und wie läuft das so ab?

Ich pfeife jetzt seit vier Jahren und habe vor einem Jahr mit dem Fußballspielen aufgehört, da man am Wochenende doch sehr eingespannt ist. Ich habe ganz unten bei den E- und F-Junioren die ersten Spiele gepfiffen – im Laufe des ersten Jahres auch in der Kreisoberliga. In der vergangenen Saison war ich als Schiedsrichter in der Landesklasse und als Assistent in der Junioren-Bundesliga aktiv. Ab der kommenden Saison bin ich zusätzlich Assistent in der Verbandsliga.

Du bis als als bester Jungschiedsrichter des Jahres ausgezeichnet worden. Was bedeutet Dir dieser Titel?

Das ist natürlich eine schöne Bestätigung meiner Leistungen in der vergangenen Saison. Die Urkunde nehme ich deshalb gern mit, aber bei meinem weiteren Werdegang hilft sie mir nicht, da werde ich an aktuellen Leistungen gemessen.

Wo bist Du als Schiedrichter überall unterwegs?

Das kann nach Leipzig gehen, nach Bremen – eigentlich bin ich in der B-Junioren-Bundesliga in ganz Deutschland unterwegs. In MV führen die weitesten Fahrten bis nach Rostock.

Wie unterstützt Dich der FC Schönberg?

Der Verein hat mich immer unterstützt, vor allem in den Anfangsjahren. Und er tut es immer noch in großem Umfang. Ohne den FC Schönberg wäre ich sicher nicht so weit gekommen. Der Verein hat mir viel ermöglicht, hat mir Schiedsrichtersachen und Zubehör gekauft, was in meinen jungen Jahren allein schwer zu finanzieren gewesen wäre. Deshalb bin ich dem FC Schönberg sehr dankbar.

Mit Bastian Dankert gibt es einen Bundesliga-Schiedsrichter aus unserem Land. Wie sehen Deine langfristigen Ziele aus?

Es motiviert mich natürlich sehr, wenn man weiß, dass es ein Schiedsrichter aus MV so weit geschafft hat. Ich schaue aber erstmal, was die nächsten Jahre bringen und vor allem, wie die nächste Saison läuft. Das Traumziel für jeden jungen Schiedsrichter ist natürlich die Bundesliga.

Wie unterstützen Dich Deine Eltern dabein?

Ohne meine Eltern wäre das Ganze nicht möglich. Meine Eltern fahren mich zum Beispiel überall hin. Ohne sie wäre ich komplett aufgeschmissen.

Was machst Du, um Dich ständig zu verbessern?

Dazu gehört natürlich tägliches Training, also Laufeinheiten und ein wenig Kraftsport. Außerdem schaue ich mir gerne die Highlights der Spiele am Wochenende an und werte für mich die Situation der Schiedsrichter-Entscheidungen aus. Bei der WM in Russland habe ich weniger auf das Spiel geschaut, als vielmehr auf das, was die Schiedsrichter gemacht haben, wie sie sich bewegt haben und welche Entscheidungen sie in bestimmten Situationen getroffen haben.

Wer hat Deine Karriere fachlich gefördert?

In den ersten Jahren war Daniel Voigt (ehemaliger Jugendkoordinator beim FC Schönber/Anm. d.Red.) sehr wichtig für mich. Mittlerweile ist mein Ansprechpartner, mein Coach Florian Markoff, der auch in der Oberliga pfeift. Bei ihm kann ich mich immer melden. Außerdem hole ich mir Tipps bei Andy Henschel, der seit Jahren hier im Verein pfeift.

Wie sieht Dein Wochenende aus?

Wenn am nächsten Tag kein Spiel ist, dann genieße ich es, mich mit Freunden zu treffen. Da ich aber fast jedes Wochenende unterwegs bin, bleibt nicht viel Zeit. Wenn ich pfeife, bereite ich mich aufs Spiel vor und gehe nicht aus.

Interview: Steffen Oldörp

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Strandwetter konnte die Motorsport-Fans nicht davon abhalten, statt der Küste die „Sandwüste“ anzusteuern: Knapp 7500 Zuschauer fanden den Weg zum ADAC MX Masters in Tensfeld und verfolgten auf dem neu gestalteten, 1530 Meter langen Sandkurs nach Quali- und Last-Chance-Races die sechs spannenden Rennen in drei Klassen – samt einiger Stürze.

30.07.2018

Mit fünf Silber- und zwei Bronzemedaillen kehrte der Deutsche Ruderverband von der U23-WM aus Poznan (Polen) zurück.

30.07.2018

2:6-Heimniederlage im Testspiel gegen den 1. FC Phönix Lübeck.

30.07.2018