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Sport im Norden Trittau gewinnt „nur“ 4:3 gegen Wittorf
Sportbuzzer Sport im Norden Trittau gewinnt „nur“ 4:3 gegen Wittorf
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19:24 29.10.2018
Nikolaj Persson und Daniel Seifert verloren als „Verlegenheitsdoppel“ ihr Match gegen BW Wittorf. Quelle: Agentur 54°
Trittau

Das Wunschergebnis verpasst, das Minimalziel erreicht und letztlich damit doch „gut bedient“: Badminton-Bundesligist TSV Trittau hat im Landesderby gegen BW Wittorf zwar den angepeilten 5:2-Erfolg verpasst, mit dem das Team um die diesmal nur zwei Persson-Brüder die Rote Laterne des Tabellenletzten an die Neumünsteraner weitergereicht hätte. Doch letztlich mussten die Trittauer froh sein, den zweiten 4:3-Sieg der Saison geholt zu haben. Zumal es den vierten Punkt quasi „geschenkt“ gab.

Nachgerückter Daniel Seifert verliert gegen Ex-Partner Bjarne Geiss

Die erste Überraschung gab’s für die knapp 300 Zuschauern schon vor dem ersten Ballwechsel. Denn anstelle von Jonathan Persson, dessen Knieprobleme einen Einsatz nicht zuließen, hatten die Trittauer, die auch auf den Ungar Gergely Krausz verzichten mussten, Daniel Seifert aus dem Kader der zweiten Mannschaft nominiert.

Daniel Seifert war enttäuscht nach der Niederlage gegen seinen Ex-Partner. Quelle: Agentur 54°

„Ich war schon am Freitag gefragt worden, wollte aber erst den Samstag abwarten“, verriet Seifert. Nachdem er beim 3:4 gegen Beuel II sein Einzel gewonnen hatte „und gut drauf war“, sagte der 21-jährige Azubi (Zerspanungsmechaniker) zu und spielte im zweiten Herrendoppel mit Nikolaj Persson. Und gegen einen alten Bekannten: Denn auf der anderen Seite des Netzes stand neben Pawel Pietryja auch Bjarne Geiss, sein Doppelpartner aus erfolgreichen Jugendzeiten, als beide im Nationalteam spielten. „Das war natürlich ein besonderer Anreiz, gegen ihn zu gewinnen. Aber leider haben wir zu viele leichte Fehler gemacht und nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.“ Dem Verlegenheitsdoppel („Mit Nikolaj spiele ich nur ab und zu im Training“) gelang es nicht, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. „Wir waren zu oft nicht bereit, wenn der Ball schnell wieder zurückgespielt wurde.“

Weil zuvor auch Ary Trisnanto und Matthew Clare gegen Lucas Bednorsch/Gregory Mairs klar in drei Sätzen verloren hatten, immerhin aber Kilasu Ostermeyer und Jessica Hopton im Damendoppel gegen Victoria Williams/Stine Küspert in 3:1-Sätzen gewannen, stand es somit 1:2 – und wenig später 2:2 dank eines ungefährdeten 3:0-Sieges von Priskila Siahaya.

Priskila Siahaya hatte mit Bundesliga-Debütantin Manja Oldhaver keine Mühe. Quelle: Agentur 54°

Sie hatte es überraschend mit Manja Oldhaver zu tun. Die 20-Jährige war erst vor der Saison von Verbandsligist TSV Schwarzenbek in Wittorfs Oberliga-Zweite gewechselt – und bei ihrem Bundesliga-Debüt gegen Trittaus Indonesierin chancenlos (11:6, 11:2, 11:5). Spannender machte es Joachim Persson. Der 35-jährige Routinier verbuchte letztlich zwar ebenfalls einen 3:0-Sieg, hatte gegen Wittorfs Lucas Bednorsch nach klar gewonnenem ersten Satz im zweiten aber ein 6:10 aufzuholen, um schließlich seinen dritten Matchball verwandeln zu können (11:3, 12:10, 12:10).

Nur kurzzeitig Hoffnung aufs Wunschergebnis

Die Hoffnung auf einen 5:2-Sieg war da – doch sie währte nicht lange. Denn im Mixed verlor Trittaus Engländer Matthew Clare an der Seite von Kilasu Ostermeyer das „ganz besondere Match“ gegen seine Freundin Viktoria Williams und Gregory Mairs in vier Sätzen. Als parallel auch noch Trisnanto den ersten Satz gegen Sebastian Schöttler verlor, der für Wittorfs starken Polen Rafal Hawel einsprang, drohte eine 3:4-Niederlage. Doch Trisnanto ließ den fast ein Jahr lang verletzten Wittorfer laufen, schickte ihn zur Grundlinie und zurück ans Netz, gewann so Durchgang zwei – und stand plötzlich als Sieger fest, als Schöttler kurz darauf aufgab.

Herrenrunde im Taktikgespräch (v.l.): Joachim Persson, Ary Trisnanto, Matthew Clare und Nikolaj Person in der heimischen Gymnasiumsporthalle in Trittau. Quelle: Agentur 54°

Die Ergebnisse: Ary Trisnanto/Matthew Clare – Lucas Bednorsch/Gregory Mairs 3:11, 6:11, 4:11; Kilasu Ostermeyer/Jessica Hopton – Victoria Williams/Stine Küspert 11:6, 13:15, 11:4, 11:4; Nikolaj Persson/Daniel Seifert – Pawel Pietryja/Bjarne Geiss 7:11, 9:11, 9:11; Joachim Persson – Lucas Bednorsch 11:3, 12:10, 12:10; Priskila Siahaya – Manja Oldhaver 11:6, 11:2, 11:5; Matthew Clare/Kilasu Ostermeyer – Gregory Mairs/Victoria Williams 7:11, 11:7, 11:13, 6:11; Ary Trisnanto – Sebastian Schöttler 7:11, 11:8, 11:9, 11:0 Aufgabe Schöttler.

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