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Sport im Norden Badminton-Hochburg Trittau: Bundesliga-Aufsteiger fehlen die Sponsoren
Sportbuzzer Sport im Norden Badminton-Hochburg Trittau: Bundesliga-Aufsteiger fehlen die Sponsoren
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02:22 23.06.2013
Besorgt: Kim Persson. Quelle: Foto: hfr
Trittau

„Wenn sich nicht bald ein Premium-Sponsor — gern auch mehrere — findet, wird es eine harte erste Saison in der Bundesliga“, spricht Persson das aktuelle Finanzproblem an. Mit drei Neuzugängen, den Niederländern Jelle Maas (22) und Robin Tabeling (19) sowie der Engländerin Sara Walker (23), sieht sich der TSV sportlich gewappnet. Finanziell hingegen noch nicht.

In der vergangenen Saison lag der Etat der gesamten Badmintonabteilung bei etwa 70 000 Euro. „Auch, weil unsere erfolgreichen Jugendlichen bei ihren Fahrten zu nationalen Wettkämpfen unterstützt werden müssen“, betont Jugendwartin und Bundesliga-Teammanagerin Sabina Persson. Für die kommende Saison rechnet sie mit einem Finanzbedarf von knapp 80 000 Euro — allein für die beiden Bundesliga-Teams (die zweite Mannschaft stieg in die 2. Liga Nord auf). Vor allem die Fahrkosten werden deutlich steigen. In der Bundesliga wird bei Doppelspieltagen nicht unter dem Kilometeraspekt angesetzt (zwei Auswärtsspiele möglichst im gleichen Bundesland), sondern grundsätzlich ein Heim- und ein Auswärtsspiel. Zudem müssen neben einem teureren Schiedsrichter pro Court auch vier neutrale Linienrichter (bisher vom Verein gestellt) bezahlt werden.

Der Gesamtetat der Abteilung müsse somit auf etwa 120 000 Euro steigen, wissen die Perssons. 50 000 fehlen — und die Sponsoren, die sich überzeugen lassen von „höherer Medienpräsenz“, von „1,4 Millionen Spielern in den Vereinen“, von „einer olympischen Sportart“ und „Trittauer Spielern, die die nächsten Olympischen Spiele fest im Visier“ haben. Gemeinsam mit Vereinschef Axel Schulz wurden Werbepakete geschnürt, werden Trikotpartner gesucht, aber auch riesige Banner in der Halle oder Anzeigen im Hallenheft angeboten. Die Akquise verlief bisher enttäuschend, für die gebürtigen Dänen nicht nachvollziehbar: „Wir reden von einer Sportart, die ganz offensichtlich in Europa nur in Deutschland derart stiefmütterlich behandelt wird“, sagt Kim Persson.

Immerhin hat die Gemeinde Trittau eine Unterstützung zumindest noch nicht abgelehnt. Der Finanzausschuss vertagte sich in dieser Woche allerdings auf seine nächste Sitzung im September. Die Perssons geben die Hoffnung nicht auf: „Alle anderen Vereine der Stadt erhalten einen Zuschuss. Und wenn Trittau bundesweit für irgendetwas bekannt ist, dann doch wohl für seine Badmintonspieler.“

ing

LN

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