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Sport im Norden Bargteheide spielt erstmals um internationalen Titel
Sportbuzzer Sport im Norden Bargteheide spielt erstmals um internationalen Titel
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20:47 25.10.2017
„Neue Impulse“: Ole Markscheffel. Quelle: Foto: Nup
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Bargteheide

Ole Markscheffel hat sich für ein langes Wochenende bei seinen Eltern angekündigt. Schon heute kommt er aus Lüneburg nach Bargteheide. „Schließlich müssen wir noch Betten aufbauen“, erzählt er. Als der 24-jährige BWL-Student seinen Eltern von der Idee seines Teamkollegen Florian Keck erzählte, am InterCup teilzunehmen, waren sie gleich begeistert. Und als „ihrem Verein“ – in dem sie über Jahre ihre Kinder in Sachen Tischtennis durch ganz Deutschland begleitet hatten – ein Heimspiel zugelost wurde, war es „selbstverständlich, die Unterkunft für die vier Gäste aus Österreich bereitzustellen“. Morgen kommen sie per Flieger aus Wien. Markscheffel holt sie um 9 Uhr vom Flughafen ab.

Die erste Runde des InterCup wird stets „unter Rücksichtnahme auf geografische Gesichtspunkte“ ausgelost, um die Reisekosten (die das Gästeteam trägt) gering zu halten. 56 Teams aus zehn Nationen sind bei der 28. Auflage dabei. Die Premiere im Jahr 1990 gewann übrigens der VfB Lübeck – damals mit Wang Yansheng (heute Spielertrainer beim SV Siek) sowie Colum Slevin und Roland Krmaschek. Der erste internationale VfB- Titel, bevor ETTU-Cup (1992, 1994) und (mit dem Damen-Team) der Europapokal der Landesmeister (1998) folgten. Zuletzt gewann sechs Mal Erstligist Post SV Mühlhausen den InterCup, zu dem sich jeder europäische Klub anmelden kann. Nur Vereine, die in der Champions-League oder dem ETTU-Pokal spielen, sind nicht startberechtigt.

Bargteheides Auftaktgegner, der TTC Flötzersteig, „scheint eine lösbare Aufgabe zu sein“, so Markscheffel, „zumal das B-Team jüngere Spieler sind. Sie haben sich sehr, sehr klein geredet, meinten, wir müssten nicht mit unseren besten Leuten antreten, um zu gewinnen.“ Allerdings ist der Klub seit den 1990er Jahren bekannt für seine gute Jugendarbeit, stellt regelmäßig Jugendnationalspieler und steht in der 2. Herren-Bundesliga B auf Platz 6.

Neben Ole Markscheffel, der „seit Wochen nicht trainiert“ und froh ist über „die Übungseinheit vor dem Punktspiel am Sonntag gegen Bolzum“, werden sein 30-jähriger Bruder Torben sowie Florian Keck (24) und Chris Albrecht (30) in den maximal sechs Einzeln und einem Doppel spielen. „Das ist ein besonderer Impuls für uns Ältere, bei denen die spannende Jugendzeit lange her ist und zuletzt nur Regionalliga angesagt war.“ Schon während seiner Zeit in Shanghai hatte Markscheffel erlebt, „wie man mit Tischtennis über alle Sprachbarrieren hinweg eine gemeinsamen Ebene findet“.

Verständigungsprobleme wird es mit den Österreichern nicht geben, „aber es ist immer interessant, wie’s anderswo läuft, welche Sorgen andere Tischtennisspieler weltweit haben.“ Wenn es klappen sollte mit dem Erstrundensieg, hat Markscheffel sich erzählen lassen, wäre ein Auswärtsspiel in Runde zwei sehr wahrscheinlich für alle Teams, die in der ersten Runde Heimrecht hatten. „ Wie cool wäre es, mal in Belgien zu spielen?“, blickt er schon voraus.

Sollte es nicht klappen mit dem Erstrundensieg, würde es im sogenannten „Trostwettbewerb“ weitergehen. Und dann vielleicht in Belgien. Dort spielte Bargteheides Regionalliga-Konkurrent TSV Lunestedt sein Erstrundenmatch beim TTK Gierle, gewann 4:0. In einer Halle, wo die Zuschauer durch eine riesige Fensterfront aus einer Kneipe zusehen. Und ein Schlagzeuger den Takt vorgibt für den Schlachtruf „Who lets the dogs out“. Neue Eindrücke eben, auf die sich Markscheffel & Co. besonders freuen.

ing

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