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Sport im Norden Christoph Maack gewinnt in Slowenien
Sportbuzzer Sport im Norden Christoph Maack gewinnt in Slowenien
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21:22 27.06.2013
Christoph Maack und Derbys Dream sind derzeit die Überflieger im Nachwuchs-Springpferdesport. Quelle: Foto: Maik Freitag
Kirch Mummendorf

Der Kirch Mummendorfer Christoph Maack (14 Jahre) ist nicht nur ein begeisterter, sondern auch ein derzeit überaus erfolgreicher und auf der Überholspur befindlicher Nachwuchs-Springreiter. Nachdem der 14-Jährige zuletzt von Bundestrainer Eberhard Seemann für den Children-Nationenpreis im slowenischen Bratislava und ab morgen für das in Ungarns Hauptstadt Budapest beginnende Springen nominiert wurde, jubelte er schon über den ersten Sieg im Kreise der Nationalmannschaft, sorgte gleich zum Auftakt in Sloveniens Hauptstadt für eine kleine Sensation.

Der 14-Jährige startete zunächst mit zwei fehlerfreien Ritten und noch etwas verhaltenem Tempo mit einem 9. Platz auf Dyleen und kam mit Derbys Dream auf Rang 16. Derbys Dream und Dyleen sind zwei Vollgeschwister des Redefiner Hengstes D‘Olympic, die beide von Frank Rudolph in Oberhof gezogen wurden. Einen Tag später wurde der Parcours schwerer, was den Überflieger aber nicht schreckte. Mit der erst siebenjährigen Derbys Dream gehörte er zu den drei Teilnehmern die fehlerfrei blieben und gewann das Springen mit unglaublichen fünf Sekunden Vorsprung vor dem Ungarn Péter Szuhai auf Mr.

Catrick und der Tschechin Michaela Rodova auf Aurena. Am Sonntag hatte der Große Preis für die Children-Reiter M-Klasse-Niveau. Sechs Reiter-Pferd-Paare blieben im Umlauf strafpunktfrei und zogen in das entscheidende Stechen ein. Erneut gehörte Senkrechtstarter Christoph Maack dazu, der mit beiden Pferden strafpunktfrei blieb. Fünf Pferde machten auch im Stechen keinen Fehler. Der Mecklenburger Christoph Maack gehörte erneut mit beiden Pferden dazu. Dass er den Sieg der Deutschen Jil Kerpen aus Stolberg mit Esquire überlassen musste, die vier Zehntel Sekunden schneller war als der Kirch-Mummendorfer auf Derbys Dream, tat der Großartigkeit dieses Erfolges keinen Abbruch. Den zweiten Platz teilte er sich mit der Polin Martyna Rynkiewicz auf Nela, die auf die Hundertstelsekunde genau in der gleichen Zeit ins Ziel galoppierte. Mit der siebenjährigen Dyleen war Christoph Maack sieben Zehntel langsamer und wurde Vierter.

Doch auch damit endete die Erfolgsgeschichte des Kirch Mumendorfers in Slowenien noch nicht. Denn in einem offiziellen Nationenpreis war Christoph Maack mit zwei Nullrunden auf der Stute Dyleen bester Reiter im deutschen Team und brachte die Deutschen damit auf den Silberrang.

Christoph Maack hat erst in diesem Jahr den Durchbruch als Springreiter geschafft. In einem atemberaubenden Tempo. Jetzt reitet er bereits in der Nationalmannschaft. Vater Andreas unterstützt seinen Sprössling nach Kräften und ist gerade auch im Ausland mit dabei.

Mit drei saß Sohn Christoph zum ersten Mal auf dem Pferd. „Beim Ringreiten habe ich damals schon mitgemacht“, weiß der Nationenpreisreiter noch. Erst mit 13 startete Maack das erste Mal in einem E-Springen, wenige Monate gelang ihm schon ein Sieg im L-Springen. Von der schnellen Auffassungsgabe und dem Können des Kirch Mummendorfers und seiner Pferde war auch Landestrainer Matthias Grantzow beeindruckt und lud den Nachwuchsspringreiter zum Sichtungslehrgang nach Redefin ein. Nur wenige Wochen später ging es zum Sichtungslehrgang nach Warendorf (Nordrhein-Westfalen), wo Maack bei den bis 18-jährigen Reitern drei sehr gute M-Platzierungen schaffte und schließlich für den Children-Nationenpreis in Slowenien und Budapest nominiert wurde.

Tägliches Training
Christoph Maack ist der neue deutsche Shootingstar im Springpferdesport. Mit drei Jahren saß der Kirch Mummendorfer zum ersten Mal auf einem Pferd und nahm am Ringreiten teil. Mit neun Jahren bestritt der heute 14-Jährige sein erstes Turnier in Timmendorf auf Poel. „Dexter“ durfte damals unter Maack die Hindernisse bewältigen. Bevor und während Maack mit 13 das erste E-Springen bei der Hourse-Show in Schwerin bestritt und drei Mal in M-Springen platziert war, nahm er Unterricht beim Hamburger Derbysieger Thomas Kleis in Gadebusch. Fast täglich trainierte der talentierte Nachwuchsreiter — immer unterstützt von Vater Andreas (45). Mit den beiden Stuten Derbys Dream und Dyleen kam schließlich auch der Erfolg in das Haus Maack in Kirch Mummendorf, wo der Nationalmannschaftsreiter ebenfalls täglich trainiert.

Maik Freitag

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