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Sport im Norden „Dann starten wir eine neue Serie“
Sportbuzzer Sport im Norden „Dann starten wir eine neue Serie“
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23:12 04.11.2017
Kein Durchkommen: Tim Claasen wird von Rimpars Patrick Gempp und Lukas Böhm (r.) gestoppt. Quelle: Foto: Felix König/54°
Lübeck

Der Tag danach, nach der 21:28-Heimpleite der Schwartauer Zweitliga-Handballer gegen Rimpar. Dennis Klockmann zog es mit seiner Familie nach Scharbeutz an den Strand. Martin Waschul plagte sich immer noch mit Rückenproblemen. Tim Claasen und Jasper Bruhn trainierten mit Co-Trainer Gerrit Claasen auf Einladung des Fördervereins TSV Travemünde zwei Jungenteams, erzählten von ihren Erfahrungen und gaben Autogramme. Alles unter dem Motto „Trainieren wie die Großen“.

Nach Rimpar-Rückschlag: VfL arbeitet Niederlage auf und schaut nach vorn.

Dabei hätten sie auch vom „Verlieren wie die Großen“ berichten können. Doch selbst das hätte das Stimmungsbild nur teilweise getroffen. Denn wie sich der VfL gegen Rimpar nach überragendem Start präsentierte, sorgte bei allen für eine Melange aus Enttäuschung, Ernüchterung und Rätselraten.

„Das sitzt schon sehr tief. So stellen wir uns das nicht vor“, sagte Manager Michael Friedrichs und ergänzte: „Man hat gesehen, dass wir doch noch nicht so weit sind, wie wir vielleicht gerne wären.“

Obwohl er es nicht sagte, meinte er damit das Thema Aufstieg. Trainer Torge Greve und Spieler wollen davon ohnehin nichts wissen, beten fast mantraartig, dass alle, inklusive Umfeld, davon noch meilenweit weg seien. Das Rimpar-Spiel war so auch eine Art selbsterfüllende Prophezeiung.

Auch wenn der VfL oben immer noch mitspielt, es erst die zweite Niederlage war, wollte Keeper Klockmann sie nicht so schnell abhaken. „Ich war richtig angefressen“, gestand der 35-Jährige, der seine Vorderleute aber ausdrücklich lobte. „Kompliment an Christoph Schlichting und Fynn Ranke. Sie haben das überragend gemacht.“ Sein Fazit: „ Stark angefangen, stark nachgelassen. Und die letzten 20 Minuten waren unterirdisch.“ Obwohl er sich im Nachgang nie Spiele anschaue, will er es diesmal tun. „Mir ist es unerklärlich, wann und wieso der Bruch kam.“ Der Bruch kam vor der Pause nach 20

Minuten, als der zweite Anzug im Rückraum ins Spiel kam und nicht passte, Rimpars Wölfe in der Abwehr bissiger, „leidenschaftiger“ agierten, einen guten zweiten Mann im Tor hatten (Wieser/16 Paraden), Vorsprung und Selbstbewusstsein schmolzen.

Co-Trainer Claasen sah in der Wurfquote eine signifikante Fehlerquelle: „Die war unterirdisch, einfach Schrott.“ In Zahlen: Nach der Pause fanden nur 40 Prozent der Würfe ihr Ziel (Rimpar: 59 Prozent). Und: Rimpar erzielte in Unterzahl sechs Treffer, der VfL null.

Für Schwartau geht es jetzt Schlag auf Schlag weiter. Am Freitag geht es nach Nordhorn, das erste der fünf Liga-Schwergewichte, die nun folgen. Klockmann bereitet das, was kommt, nach dem Rimpar-Rückschlag keine Sorgen: „Das ist wurscht. Wir haben eine intakte Mannschaft, stecken so ein Spiel weg.“ Davon war Coach Greve schon nach dem Abpfiff überzeugt: „Dann starten wir jetzt eine neue Serie.“ Friedrichs war derweil schon wieder mit dem Kopf im Tagesgeschäft: Zehn Verträge laufen zum Saisonende aus. Doch das ist ein anderes Thema . . .

Jens Kürbis

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