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Sport im Norden Das Ende der Leidenszeit
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23:15 14.06.2018
Lübeck

Auf der gestrigen Rückreise von Ostrava nach Kiel hatte Maya Rehberg ihren Anschlusszug in Prag verpasst. Ein Problem? Kein Problem. Die 24-Jährige „schnallte“ sich kurzerhand ihre Laufschuhe unter, joggte eine Stunde an der Moldau entlang. „Mein Trainer war ja mit. Er hat derweil auf meine Sachen aufgepasst“, berichtete die Segebergerin. Ihre gute Laune hätte ohnehin nichts verderben können.

Hindernisläuferin Maya Rehberg läuft im tschechischen Ostrava die zweitschnellste Zeit ihrer Karriere, knackt die EM-Norm für Berlin. Quelle: Foto: Imago

Denn tags zuvor hatte sie beim World Challenge Meeting über die 3000 m Hindernis mit 9:44,82 Minuten die Norm für die Europameisterschaften in Berlin (6. bis 12. August) geknackt. Eine Punktlandung mit gerade mal 18 Hundertstel Luft – ihr zweitschnellstes Rennen überhaupt.

„Ich bin so etwas von erleichtert, dass es geklappt hat“, jubelte Maya Rehberg und gab zu: „Ich war mir auch nicht sicher, ob ich es schaffe, war unheimlich nervös.“ Denn sie wusste: Es musste langsam etwas kommen. „Sonst wäre es auch vom Kopf her eng geworden. Mein letztes gutes Rennen ist ja schon fast zwei Jahre her.“

Ostrava – ist so auch das Ende einer langen Leidenszeit. Olympia, die Spiele in Rio, es war ihr letzter großer Höhepunkt. Im Vorjahr warf sie eine Gürtelrose aus der Bahn. Auch in diesem Jahr lief nicht alles rund. Eine Erkältung zwang die Studentin (Physik der Erdsysteme) erst zur Absage der Cross-DM und anschließend auch der des Höhentrainingslagers in Flagstaff (USA). Als Ersatz ging es ins italienische Cervia. Doch dort erwischte sie ein Magen-Darm-Infekt, „den ich nicht richtig auskuriert habe. Ich bin zu früh wieder eingestiegen, war deshalb zwei Wochen völlig platt.“ Deshalb musste sie Starts absagen, kam erst beim Sportfest vor drei Wochen in Rehlingen ins Laufen (9:58). „Seitdem läuft es gut, aber 13 Sekunden waren es immer noch. Deshalb war ich ja auch so unsicher“, erzählt die Ex-Rönnauerin, die jetzt in Kiel studiert und trainiert.

Kaum Wind, angenehme 18 Grad und ein starkes Feld – das waren in Ostrava die Zutaten für eine gute Zeit in einem Weltklassefeld, das die Kenianerin Norah Cheruto (9:11,33) dominierte. Rehberg wurde 13. Einen Rang vor ihr blieb auch Antje Möldner-Schmidt (9:43,38) unter der Norm. Die haben bisher noch Gesa Felicitas Krause und Hindernis-Neuling Elena Burkard geknackt. Zur EM hat Deutschland, da Europameisterin Krause per Wildcard gesetzt ist, vier Plätze. Der Nominierungszeitraum läuft bis zur Deutschen Meisterschaft in Nürnberg (21./22. Juli). „Das heißt, ich muss da unter die Top vier laufen. Das ist das Ziel“, sagt Rehberg.

Ihr starker Auftritt in Ostrava gibt ihr Rückenwind. Ohnehin ist Tschechien ein gutes Pflaster für Maya Rehberg. Vor zwei Jahren lief sie in Prag die Olympia-Norm, löste danach das Ticket für Rio

. . .

Nick Schmahl will EM-Ticket

Für Weitspringer Nick Schmahl (TSV Heiligenhafen) geht es in Schweinfurt um das Ticket für die U18 EM in Györ/Ungarn. Bei der internationalen U18 Juniorengala werden zwei Startplätze vergeben. Mit 7,34 Meter steht der Fehmaraner national auf dem ersten Platz und ist optimistisch: „Ich habe gut trainiert, bin zuversichtlich, unter die besten zwei Deutschen zu kommen.“

MA

Jens Kürbis

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