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Sport im Norden Das Ziel erreicht, aber zwei Punkte verschenkt
Sportbuzzer Sport im Norden Das Ziel erreicht, aber zwei Punkte verschenkt
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18:10 25.09.2018
Berlin/Wismar

. Die Zehlendorfer waren vor dem Anpfiff neben Spitzenreiter SV Lichtenberg das einzige Team der Oberliga Nordost ohne Niederlage. Sie konnten dabei bisher vor allem auswärts überzeugen. Auf eigenem Platz gelang dagegen noch kein Sieg. Lag darin die Chance für den FC Anker? Nach den 90 Minuten kann man diese Frage mit einem klaren Ja beantworten. Die Hansestädter standen in der Abwehr hervorragend, vergaßen es nur, sich beim Abschluss zu belohnen und mehr als einen Zähler aus dem Ernst-Reuter-Sportpark mitzunehmen.

Das Spiel begann mit einer Schweigeminute für den 86-jährigen Günther Kunz. Das langjährige Vereinsmitglied war über viele Jahre bei allen Spielen der ersten Mannschaft anwesend und bis zu seinem Tod im September als Ordner tätig.

Während Hertha-Coach Markus Schatte das gleiche Team auf den Platz geschickt hat, das zuvor beim Spitzenreiter in Lichtenberg ein Remis erkämpfte, veränderte der FC Anker seine Aufstellung. Gegenüber der letzten Partie gegen den Brandenburger SC Süd hatte Trainer Christiano Dinalo Adigo seine Elf auf zwei Positionen verändert. Für Marcel Ottenbreit und Alexander Pratsler standen Christian Okafor und Philipp Ostrowitzki in der Startelf. „Wir hatten in der Woche vor dem Spiel viermal trainiert und wollten in Zehlendorf endlich einmal punkten. Wir haben bisher dreimal dort gespielt, konnten aber bisher noch nie etwas mitnehmen. Und so war die Lust auf die Partie in Berlin riesengroß. Wir wollten endlich etwas holen“, zeigt sich Abwehrchef Philipp Unversucht bereits im Vorfeld kämpferisch. Am Ende gelang dem Team dieser Punktgewinn.

Völlig zufrieden war Unversucht aber nicht. „Wir haben am Ende zwei Punkte verschenkt. Nutzen wir unsere Möglichkeiten besser, wären auch drei Zähler möglich gewesen.“ Vor allem in der 42. Minute lag der Wismarer Elf der Torjubel auf den Lippen. Nach einer gefühlvollen Flanke von Sebastian Schiewe von der rechten Seite nahm Guilherme Lima die Kugel direkt und jagte sie an den Innenpfosten. Den Nachschuss von Sahid Wahab parierte Patrick Amm im Tor der 03-er. In dieser Szene stockte den Hausherren der Atem.

Auch in Hälfte zwei waren die Abwehrreihen die Glanzstücke auf beiden Seiten. Schröder, Stein und Dobrowe auf der einen Seite, Sanchez-Contador, Unversucht, Bode und Ney auf der anderen ließen sich nicht überwinden. Die beste Berliner Möglichkeit hatte in der 61. Minute Marc Zellner. Er war in den Strafraum eingedrungen, doch Unversucht spitzelte ihm den Ball noch von den Füßen. Da aber auch Wahab und Bode in den letzten zehn Minuten zwei gute Möglichkeiten vergaben, blieb es bei der Punkteteilung.

„Ich muss mich bei den Zuschauern entschuldigen, denn sie kommen, um Tore zu sehen. Das haben aber beide Mannschaften hervorragend verhindert. Ich mache meiner neuformierten Elf zwar ein Riesenkompliment für die gezeigte Leistung, aber ganz zufrieden bin ich nicht. Den Chancen nach hätten wir gewinnen müssen“, so das Fazit des Wismarer Coachs.

Am nächsten Wochenende empfängt der FC Anker den SV Altlüdersdorf. Hertha 03 Zehlendorf: Amm – Dombrowe, Schröder, Stein – Schleiff, Hopprich, Zellner (78. Nellessen), Rohana, Wahl (62. Karadeniz) – Huke, Warwel (73. Duraj).

FC Anker Wismar: Seide – Bode, Unversucht, Sanchez-Contador – Okafor (78. Queckenstedt), Ostrowitzki, Ney, Lima – Wahab (82. Pratsler) – Oliveira, Schiewe (62. Rodrigues).

Schiedsrichter: Clemens Biastoch (Landesverband Sachsen).

Zuschauer: 132.

Gelbe Karten: Dobrowe (1), Schröder (1) / Bode (3), Ney (3), Wahab (3).

Bernhard Knothe

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