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Sport im Norden Das härteste Rennen der Welt
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21:36 20.09.2018
Der Deutschland-Achter (l) hat sich auf dem Nord-Ostsee-Kanal bereits vom Team der USA abgesetzt. Quelle: dpa
Rendsburg

Es ist der traditionelle Abschluss der Ruder-Saison – und gleichzeitig das härteste Rennen des Jahres für die Weltelite der Achter: Der 12,7 Kilometer lange Marathon auf dem Nord-Ostsee-Kanal von Breiholz bis zur Rendsburger Hochbrücke. Am Sonntag (ab 14.00 Uhr/NDR live) ist es wieder soweit – und der Deutschland-Achter will nach den Triumphen bei Welt- und Europameisterschaft seine Siegesserie fortsetzen.

Aber die Konkurrenz auf dem Kanal ist wieder stark. „Wir haben auch für den 18. SH Netz Cup wieder geschafft, die besten Ruderer der Welt nach Rendsburg zu holen“, sagt Veranstalter Florian Berndt. Der amtierende Olympiasieger Großbritannien, die USA, WM-Zweiter 2017, und Vize-Europameister Niederlande wollen dem deutschen Flaggschiff die erste Niederlage des Jahres beibringen.

Das wollen Schlagmann Hannes Ocik und seine Kollegen aber um jeden Preis verhindern, auch deshalb legt sich der DRV-Achter in der Besetzung in die Riemen, die vergangenen Sonntag bei der WM in Plowdiw die Goldmedaille gewann. „Trotz der großen Namen der Gegner wollen wir auch in diesem Jahr den Titel holen“, kündigt Ocik selbstbewusst an.

Unendlich viele Schmerzen, Anstrengung und Qual

Doch der 27-Jährige weiß auch, was ihn und seine Kollegen auf der 12,7 Kilometer langen – und damit sechsmal weiteren Strecke als bei normalen Rennen – erwartet. „Ich verbinde mit der Veranstaltung unendlich viele Schmerzen, Anstrengung, Qual und das Überschreiten des körperlichen Limits. Aber auch eine super tolle Atmosphäre und ein Publikum, was einem sehr viel Kraft gibt“, sagt der gebürtige Rostocker. Das Rennen auf dem Rendsburger Kanal sei mit nichts zu vergleichen. „Nach fünf bis sechs Kilometern sagt dein Körper bereits, er brauche eine Pause. Man muss sich mental auf diese Strecke einstellen, sonst schafft man es nicht.“

Damit die Ruderer auf dem Wasser freie Bahn haben und nicht den Weg riesiger Container-Schiffe kreuzen, wird im Rendsburger Kreishafen auf die Pausetaste gedrückt. Von Dienstag bis Sonntagabend geht dort nichts – kein Schiff wird entladen. und die Behörden drücken in Sachen Tempo ein Auge zu. Denn obwohl das Rennen nicht auf einer geschützten Regattastrecke, sondern einer offenen Seeschifffahrtsstraße ausgetragen wird, sind die Boote beim Kampf gegen Wind und Wellen mit bis zu zehn Kilometer pro Stunde dennoch schneller als es die Kanalpolizei erlaubt und fahren mit einer Sondergenehmigung.

Erstmals gefordert sind die Athleten aber schon am Freitag. Gegen 19 Uhr geht es auf die Ruder-Ergometer. Auf einer Distanz von 500 Metern kämpfen die Achter-Crews um die Wahl der Startposition für das Langstreckenrennen. „Der Gewinner darf sich die Startbahn für den Rudermarathon auswählen. Meist wird die Innenbahn bevorzugt, da die erste Kurve eine Linkskurve ist und man sich so eine strategisch wichtige Abkürzung errudern kann“, erklärt Veranstalter Florian Berndt die Bedeutung der „Trockenübung“.

Auf dem Ergometer ist der Ausgang völlig offen, auf dem Kanal ist der DRV-Achter der klare Favorit. Das Gesetz der Serie und der Heimvorteil sprechen eine deutliche Sprache. Von den bisher 17 Rennen hat das deutsche Flaggschiff 13 gewonnen. Und Sonntag soll Erfolg Nummer 14 folgen.

Axel Wronowski

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