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Sport im Norden „Das ist das wichtigste Spiel der Eicheder Vereinsgeschichte“
Sportbuzzer Sport im Norden „Das ist das wichtigste Spiel der Eicheder Vereinsgeschichte“
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21:12 13.04.2017

Um 9.15 Uhr fährt morgen der Mannschaftsbus des SV Eichede an der Matthias-Claudius-Straße los. Ziel ist das altehrwürdige Stadion an der Meldorfer Straße im 133 Kilometer entfernten Heide. Es geht um den erstmaligen Einzug ins Endspiel im SHFV-Landespokal. Gegner ist der klassentiefere SH-Ligist und zweifache Pokalsieger Heider SV (15 Uhr). „Das ist das wichtigste Spiel unserer Vereinsgeschichte“, sagt der Eicheder Trainer Martin Steinbek.

Es steht viel auf dem Spiel. Gewinnen die Stormarner, winkt sogar der Einzug in die erste Runde im DFB-Pokal. Voraussetzung ist, dass Holstein Kiel das zweite Halbfinale am 25. April beim VfB Lübeck (Lohmühle, 18 Uhr) gewinnt und gleichzeitig unter die ersten Vier der 3. Liga kommt. „Klar wollen wir ins Endspiel kommen. Das Spiel ist vor sicher großer Kulisse ein Höhepunkt, auf den wir uns schon lange freuen“, betont Steinbek. Zweimal verpassten die Rot-Weißen das Highlight knapp – klappt es jetzt im dritten Anlauf?

Der Vereinsvorsitzende Olaf Gehrken spricht von einer sportlich reizvollen Aufgabe und einer Begegnung mit einer hohen Attraktivität für Spieler und Trainer. Dass im DFB-Pokal eine Einnahme von mindestens rund 100000 Euro winkt, damit will er sich jedoch noch nicht beschäftigen. Seit seiner Amtsübernahme im November hat Steinbek wohl keinen anderen Gegner öfter beobachtet oder analysiert wie die Heider. Erst am vergangenen Wochenende schaute er sich die Dithmarschener bei der deftigen 3:6-Niederlage beim NTSV Strand 08 an: „Das Spiel hat mir Erkenntnisse gebracht, die ich so noch nicht hatte. Wir werden sehr gut vorbereitet sein und die richtigen Lösungen finden.“

Von einer Favoritenrolle der „Bravehearts“ will Steinbek indes nichts wissen. „Von der Papierform mag das vielleicht so sein“, erklärt er. Vielmehr sei er überzeugt, dass die Tagesform entscheiden werde: „Wir fahren nicht als Regionalligist hin und hauen sie eben mal so weg.“ Auch für Gehrken ist der Ausgang offen: „Die letzten Partien von uns in Heide haben gezeigt, dass sie an guten Tagen viele Mannschaften schlagen können.“

In der vergangenen Spielzeit verloren die Eicheder beide direkten Duelle (1:2, 0:1). Wie unangenehm die robusten und kompakten Heider sind, weiß auch Petrik Krajinovic. „Das ist ein schweres Spiel.

Wir haben in der Vergangenheit gesehen, dass wir gerade in Heide unsere Schwierigkeiten hatten. Ich erwarte ein kampfbetontes Spiel, welches durch Abruf der Grundtugenden entschieden wird“, glaubt er: „Trotz des Klassenunterschieds sehe ich aber keinen klaren Favoriten. Heide hat den Heimvorteil und seine Fans im Rücken.“

Ob Abwehrkollege Yannick Petzschke, der kurz vor dem Derby beim VfB Lübeck (0:1) aus Verletzungsgründen passen musste, spielen kann, wird sich möglicherweise erst kurz vor dem Anpfiff entscheiden.

„Mein Außenband im Knie ist überdehnt und ich habe einen Bluterguss im Knie. Wir schauen mal“, sagt der 24-Jährige vor dem heutigen Abschlusstraining um 10.30 Uhr. „Wir haben ja noch ein wenig Zeit.

Die Option wollen die Trainer auf jeden Fall wahren.“ Keine Option sind die Stürmer Pawel Lysiak (ist aus familiären Gründen in seiner Heimat Polen) und Evgenij Bieche (fehlt aus privaten Gründen).

Bei Christian Peters (Probleme mit der Patellasehne) hofft Steinbek wie bei Petzschke auf einen Einsatz.

Für Heides Trainer Sönke Beiroth (55) sind die Vorzeichen indes eindeutig. „Eichede spielt in der höheren Liga und hat sich unter Martin Steinbek zu einem starken Team entwickelt. Wir sind krasser Außenseiter. Aber in einem Pokalspiel gewinnt nicht immer der Favorit. Wir glauben an unsere Chance“, sagt Beiroth. Eintrittskarten sind an der Tageskasse für sieben Euro (ermäßigt vier Euro) erhältlich. Das Stadion an der Meldorfer Straße hat ein Fassungsvermögen von 11000 Zuschauern (1100 überdachte Sitzplätze).

Volker Giering

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