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Der Meister zu Gast beim Lehrling

Trittau Der Meister zu Gast beim Lehrling

EBT Berlin hat in den vergangenen drei Jahren die Badminton-Bundesliga dominiert. Am Dienstag sind sie bei Aufsteiger TSV Trittau zu Gast — und nicht mehr unschlagbar.

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Gestern gewannen Jelle Maas (r.) und Jacco Arends in Saarbrücken gegen die Engländer Langridge/Mills, Dienstag spielen sie gegeneinander.

Quelle: Heise

Trittau -. Jelle Maas kommt kaum zum Durchatmen. Geschweige denn, dass er sich in seiner Heimat im niederländischen Arnheim ein wenig Ruhe gönnen kann.

Gestern spielte er mit seinem Dauerpartner Jacco Arends bei den Bitburger Open in Saarbrücken groß auf, schaffte es bis ins Halbfinale. Und schon am Dienstag ist der Doppelspezialist wieder gefordert. Dann in Trittau. Und nicht mit, sondern voraussichtlich gegen Arends. Denn der kommt mit der SG EBT Berlin zum TSV. Das Team aus der Bundeshauptstadt zu Gast in der 8000-Seelen-Gemeinde in Stormarn. Der Meister der letzten drei Jahre beim Aufsteiger, beim Lehrling in Sachen Badminton-Bundesliga.

Als sich der TSV im Frühjahr anschickte, erstmals den Sprung ins Badminton-Oberhaus zu schaffen, stockte Kim Persson kurz der Atem, als er sich mit Berlins „Macher“, dem Rechtsanwalt Manfred Kehrberg unterhielt. 300 000 Euro brauche man, um mit einem schlagkräftigen Team konkurrenzfähig zu sein, habe Kehrberg dem Oberhaupt der Trittauer Badminton-Familie damals mit auf den Weg gegeben, erinnert der sich. Zwar will Kehrberg das so nicht bestätigen, sagt: „Damit hätte man als Team keinerlei Sorgen. Aber ich glaube, dass kein Erstligist solch eine Summe zur Verfügung hat.“

Und genaue Zahlen gibt er auch nicht preis. Deutlich mehr als die 120 000 Euro, die Persson für Trittaus erste und zweite Mannschaft (2. Bundesliga) veranschlagt, dürften es aber sein.

Schließlich leistet sich der Serienmeister einen überdurchschnittlichen und international besetzten Kader. „Wer nicht mit Profis antritt, ist nicht konkurrenzfähig“, lautet das Credo von Kehrberg. Auch beim TSV Trittau weiß man das zwar, hat Sarah Walker und Alyssa Lim (England) sowie die Niederländer Paulien van Dooremalen, Robin Tabeling und Jelle Maas im Kader. Mit Nikolaj und Jonathan Persson sowie dem Indonesier Ary Trisnanto, der als „Ziehsohn“ bei den Perssons Kost und Logis frei hat, stehen aber auch drei quasi kostenneutrale Spieler im Aufgebot.

Doch auch beim Meister können die Profis „nicht leben von ihrem Bundesliga-Verdienst“, betont Kehrberg. Finanziert würden die ausländischen Stars über Arbeitsverträge mit ihren nationalen Verbänden, über die Unterstützung persönlicher Sponsoren und über Preisgelder, die die Badminton-Asse auf Turnieren einspielen. Bei den Bitburger Open beispielsweise werden 120 000 US- Dollar ausgespielt.

Und doch spielt Berlin in einer anderen Klasse. Die drei jüngsten Meistertitel haben das Standing in der vom Spitzensport verwöhnten Hauptstadt verbessert, eine Badminton- Halle im Sport-Forum Hohenschönhausen, dem Zentrum des Berliner Leistungssports, ist geplant. Aus dem 25-köpfigen Stab hinter dem Team kümmert sich eine hauptberuflich Angestellte darum, dass die Finnen Ville Lang und Eetu Heino, der Däne Kenneth Jonassen, Kestius Navickas aus Litauen, der Brite Robert Blair und Jacco Arends zwei Tage vor einem Punktspiel einfliegen. In Berlin wird dann gemeinsam trainiert, der nächste Gegner im Videostudium analysiert und bei Auswärtsspielen bereits einen Tag vorher angereist. „Die Ausgeglichenheit in der Liga steigt“ betont Kehrberg, „da ist diese Vorbereitung wichtig. Viel läuft beim Badminton über den Kopf, der muss ausgeruht sein.“

Dass die Berliner sich mit bereits drei Minuspunkten in Trittau keinen weiteren Ausrutscher leisten können (Kehrberg: „Wir nehmen das Spiel extrem ernst und unterschätzen den TSV nicht“), liegt an der Schwäche auf der Damenseite. Nach ihrem Rückzug aus der Nationalmannschaft hatte die WM-Dritte von 2011 und dreimalige Olympiastarterin Juliane Schenk kurz vor dem Meldetermin ihren Ausstieg bei EBT (Empor Brandenburger Tor) verkündet und damit die Verantwortlichen überrascht. Die Polin Nadiezda Zieba meldete sich wenig später schwanger ab.

Dennoch ist Berlin in Trittau hoher Favorit. Obwohl zumindest Jelle Maas ziemlich genau weiß, wie er gegen Jacco Arends spielen muss.

„Die Profis können nicht leben von ihrem Bundesliga-Verdienst.“
Berlin-Boss Manfred Kehrberg

Christian Schlichting

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