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21:10 26.06.2013
Von Christian Schlichting
Usingen

Die mit Spannung erwarteten Schulzeugnisse waren schnell wieder Nebensache — obwohl sie immerhin das Ergebnis eines halben Jahres Fleiß

und Anstrengung in der Schule sind. Doch für Constantin Velling, Leo Schultz, Jonathan Dietrich, Luca Meder und Tjark Heinrich ging es um mehr, als sie am Freitag direkt nach dem letzten Schultag in Richtung Usingen aufbrachen. Nicht etwa in die Ferien. Sondern zu den Deutschen Tischtennis-Mannschaftsmeisterschaften der A-Schüler. Dort galt es, sich nach jahrelangem Trainingsfleiß selbst zu belohnen. Mit einem möglichst guten Abschneiden, vielleicht sogar mit einem Podestplatz.

So jedenfalls war das Quintett nebst familiärem Anhang ins Hessische gereist. Dass es im Vergleich der jeweils besten Teams aus den acht Regionen der Tischtennis-Republik letztlich sogar zum Meistertitel reichte und dabei wesentlich spannender zuging als bei jeder Zeugnisausgabe, konnten sie da noch nicht wissen . . .

Auf dem Weg zum Titel konnte sie dabei weder der starke Ferienverkehr aufhalten (am Freitag blieb sogar noch Zeit für eine Trainingseinheit), noch die Gruppengegner am ersten Turniertag. Gegen die Tischtennis-Talente aus Weimar (6:0) und Wirges (6:3) ließen die Bargteheider Jungs nichts anbrennen, im Gruppenendspiel reichte anschließend ein 5:5 gegen den TTV Richtsberg, um als Gruppenerster das Halbfinale zu erreichen — und seine Ziele zu überdenken: „Nun geht hier was . . .“, war auch das einhellige Fazit nach dem ersten Tag.

Wobei niemand mit einem derart dramatischen Verlauf gerechnet hatte: In der sehr ausgeglichen besetzten Gruppe A kam die TSG Heilbronn um ihren nationalen Spitzenspieler Tom Meyer nur auf Platz zwei und war so nächster Gegner der Bargteheider. Nach den Eingangsdoppeln stand ein 1:1 zu Buche. Anschließend verlor Bargteheides Nummer eins, „Consti“ Velling, etwas überraschend gegen den wie entfesselt aufspielenden Kim-Constantin Weinberger, und Leo Schulz konnte gegen Tom Meyer nur den dritten Satz mit 13:11 für sich entscheiden. War mit dem 1:3 schon alles gelaufen? Keinesfalls. Denn im unteren Paarkreuz holten „Joni“ und Luca zwei sichere Punkte — 3:3. Oben mussten sich „Consti“ gegen den starken Tom Meyer (0:3) und Leo (1:3) geschlagen geben. Resignation? Von wegen!

Klar war allerdings: Nur bei zwei abschließenden 3:0-Siegen würde der TSV beim 5:5 um einen Satz besser sein als die Gegner. Ein Erfolgsdruck, mit dem „Joni“ und Luca umzugehen verstanden — allerdings gab der Dietrich-Junior beim 3:1 einen Satz ab. Mit 5:5 Punkten und 19:19 Sätzen galt es nun, jeden Ballwechsel zu zählen. Erst nach zehn nervenaufreibenden Minuten höchster Spannung wurde ein TSV-Sieg mit zwei Bällen Vorsprung verkündet (und später auf 14 korrigiert).

Jubel bei Spielern und Fans, war doch Rang zwei, ein Platz auf dem Podest sicher. Nun blieben 30 Minuten Vorbereitung aufs Finale gegen TTV Richtsberg. Weil gegen die Hessen im Gruppenspiel beide Eingangsdoppel verloren gingen, stellte Trainer Stefan Meder um. Mit Erfolg. Constantin Velling und Leo Schultz trafen auf das schlechtere Doppel und siegten 3:0. Jonathan Dietrich und Luca Meder verloren nach großem Kampf mit 1:3. Im oberen Paarkreuz verlor Leo gegen Deutschlands Nummer 2 im Jahrgang 1998, Marco Grohmann, deutlich (0:3). Doch der jüngste Velling-Spross kämpfte gegen eine Schwächephase an, holte gegen Johannnes Linnekohl den nächsten Sieg zum 2:2-Zwischenstand.

Anschließend musste sich Luca Meder zwar geschlagen geben, doch Jonathan glich zum 3:3 aus, und drei anschließende Siege in Serie machten den 6:3-Erfolg, den Turniersieg, die Deutsche Meisterschaft bei den A-Schülern perfekt. Als Zeugnis dieses Erfolges und Lohn für ihren jahrelangen Fleiß gab‘s neben Urkunden auch einen Pokal, den das Quintett jubelnd in die Höhe streckte.

Bei den Schülerinnen siegte ebenfalls in Usingen der SV DJK Kolbermoor (Schülerinnen), in Schwarzenbek verpassten die Mädchen des heimischen TSV mit Platz zwei hinter dem TV 1921 Hofstetten knapp den Heimtriumph, bei den Jungen gewann der FTV 1844 Freiburg alle Spiele mit 6:0. Dabei waren noch drei Spieler im Team, die zwei Jahre zuvor den Titel bei den Schülern gewannen. Insofern bleibt auch den Bargteheidern nach dem jüngsten Triumph noch ein Anreiz, auf das nächste große Ziel hinzutrainieren.

ing

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