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Sport im Norden EM-Gold für Lübecker Munski
Sportbuzzer Sport im Norden EM-Gold für Lübecker Munski
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21:10 01.06.2015
So seh‘n Sieger aus: Maximilian Munski (obere Reihe rechts) holt mit dem Deutschland-Achter in Polen EM-Gold. Quelle: HFR
Lübeck

Mit dem Deutschland- Achter im polnischen Posen zu EM-Gold gerudert, saß Maximilian Munski keine 24 Stunden später im Hörsaal. Lübecks Goldrecke büffelte gestern bereits wieder in Hamburg für sein Sonderpädagogik- Studium. „Eine große Party? Nee, die war auch nicht geplant“, berichtete der 27-Jährige nach der Goldfahrt auf dem Maltasee. „Außerdem hatten wir auch gar keine Zeit zum Feiern.“ Direkt nach der Siegerehrung hieß es Boot fertig machen, Duschen und ab zum Bahnhof, „wo wir uns noch fix etwas Essbares besorgt haben“. Den Anschlusszug in Berlin verpasst, waren Munski und Olympiasieger Eric Johannesen so auch erst kurz vor Mitternacht in Hamburg zurück. Ein Intermezzo. Morgen geht es für beide bereits wieder zurück zum Achter-Stützpunkt nach Dortmund.

„Das EM-Gold ist schön, es ist nach 2013 ja auch mein zweites mit dem Achter, aber wir wollen mehr“, sagt Munski, der mit dem Flaggschiff WM-Gold Ende September auf dem französischen Lac d‘Aiguebelette im Visier hat. Der Sieg von Posen war aber eine Ansage dafür. Denn das deutsche Boot wies Weltmeister Großbritannien und Russland klar in die Schranken.

„Wir haben vom Start weg Vollgas gegeben. Bis 1000 Meter konnten die Briten noch mithalten, dann kam unsere Stärke, die dritten 500 Meter. Ab da war für alle Feierabend. Wir haben unsere Marschroute voll umgesetzt“, schilderte Munski den Rennverlauf. Im Ziel lag sein Team rund zwei Sekunden vor den Briten und eine weitere vor dem russischen Boot. „Das ist ein Pfund. Daran müssen sich die anderen erst einmal abarbeiten“, ist sich Munski sicher, der sich anschließend über die vielen Glückwünsche aus der Heimat via Handy, SMS und WhatsApp gefreut hat.

Mit dem klaren EM-Erfolg ist auch sicher, dass der Achter mit dem Lübecker Munski im Bug und seinem Schweriner Zweier-Partner Hannes Ocik auf Schlag so zusammenbleibt. Nächste Stationen sind die Weltcups in Varese (Italien) und Luzern, ehe es Mitte Juli ins dreiwöchige Trainingslager nach Völkermarkt (Österreich) geht. Vor der Abfahrt nach Frankreich holen sich Munski & Co. in Ratzeburg (9. bis 23. August) den Feinschliff.

Auf dem Maltasee triumphierten auch der Männer-Doppelzweier und der Frauen-Doppelvierer. Marcel Hacker (Magdeburg) und Stephan Krüger (Rostock) fuhren einen souveränen Start-Ziel-Sieg vor Frankreich heraus. „Das war ein Rennen nach Maß. Wir haben es von vorne dominiert“, sagte Hacker. Jahrelang war der 38-Jährige im Skiff unterwegs, nun harmoniert er mit Krüger blendend.

Für den Frauen-Doppelvierer war es ein harter Weg zum Titel. Bei Streckenhälfte lag das Quartett um Schlagfrau Lisa Schmidla noch hinter Polen zurück, fuhr dann aber den anderen Booten davon. Silber gewannen zudem die in Rostock lebende, gebürtige Lübeckerin Marie-Louise Dräger und Fini Sturm (Brandenburg) im leichten Doppelzweier.

„Das war ein gelungener Saisonauftakt, der Signalwirkung hat, fürs Selbstvertrauen wichtig ist“, war Cheftrainer Marcus Schwarzrock zufrieden.

„Wir haben vom Start weg Vollgas gegeben.“
Maximilian Munski

Jens Kürbis

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