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Sport im Norden Eichede scheitert an eigener Chancenverwertung
Sportbuzzer Sport im Norden Eichede scheitert an eigener Chancenverwertung
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20:14 29.03.2016

Wer keine Tore schießt, kann auch kein Spiel gewinnen. Für den SV Eichede hat sich diese Fußballerweisheit am Osterwochenende einmal mehr bestätigt. Zwei Tage nach dem unglücklichen Ausscheiden im SHFV-Landespokal-Halbfinale gegen Regionalligist Weiche Flensburg (0:1, wir berichteten) mussten die Stormarner auch in der SH-Liga bei Favoritenschreck Heider SV eine 0:1 (0:0)-Niederlage quittieren.

Zwar liegen die Eicheder weiter an der Tabellenspitze. Doch von einem möglichen Regionalliga-Aufstieg seiner jungen Mannschaft in dieser Saison wollte Trainer Oliver Zapel nach einem „Torchancen-Verhältnis von 10:1“ im altehrwürdigen Stadion an der Meldorfer Straße erst gar nicht mehr sprechen.

„Das war das Maximum an Chancen, was man sich hier erarbeiten kann“, erklärte er. Das Problem sei, dass seine Elf „halt keinen Morten Liebert“ (SV Todesfelde, 27 Saisontreffer) „oder Florian Stahl“

(Eutin 08, 25 Saisontreffer) habe. „Wir haben einfach keinen Vollstrecker in der Box. Es fehlt vorne die Qualität“, betont der 48-Jährige.

In der ersten Halbzeit zählte der Fußball-Lehrer vor 309 Zuschauern alleine fünf Hochkaräter durch Ridel Monteiro (drei, unter anderem ein Schuss an den Innenpfosten) und Dominic Ulaga (zwei), „die wir aber kläglich liegen gelassen haben“. Zu allem Überfluss störten sich Arnold Lechler und Ridel Monteiro beim Abstauber gegenseitig, nachdem der überragende Heider Torwart Robin Carstens einen Zehn- Meter-Schuss von Hamed Mokhlis (44.) pariert hatte. „Wir waren dominant. Doch was hilft das, wenn du unterm Strich zu wenig Ertrag verbuchst“, fragte der Coach enttäuscht.

Auch im zweiten Durchgang besaß seine Elf ausreichend Möglichkeiten. Wie es geht, zeigten dann aber die effektiven Heider. Das Tor des Tages erzielte Yannic-Lucas Peters in der 55. Minute, der schon beim 2:1-Sieg der Dithmarschener in der Vorrunde getroffen hatte und diesmal per Nachschuss nach einer Parade von SVE-Torwart Michél Thomä erfolgreich war. „Das tat weh und war wie ein Stich ins Herz“, sagte Zapel.

Spätestens als Stürmer Lechler einen Strafstoß unplatziert in die Mitte und halbhoch in Carstens Gesicht geschossen hatte (73.), dürfte der Gästetrainer nicht mehr an ein Happy End geglaubt haben. „Das passte ins Spiel und vielleicht in die Saison“, meinte er. Gefoult worden war Evgenij Bieche. Den A-Jugendlichen hatte Zapel nachnominiert. „Gegen Flensburg hat man schon gemerkt, dass einige nicht mehr in der Verfassung sind“, begründete er. „Ich weiß, was ich an ihm habe. Er ist mit Herz dabei.“

Außer Spesen also nichts gewesen für den SV Eichede. Coach Zapel fasste zusammen: „Wir wussten um die Bedeutung des Spiels. Wir haben einen lebenswichtigen Sieg leichtfertig vergeben.“ Was umso bedauerlicher ist, da Konkurrent Eutin 08 zwei Tage nach dem 2:4-Patzer gegen die Heider auch mit einem 1:1 bei Abstiegskandidat Preetz strauchelte. Die besten Chancen auf die Meisterschaft habe laut Zapel nun der überraschend starke Aufsteiger TSB Flensburg, der nun auch locker 5:0 gegen den Oldenburger SV gewann. Die Mannschaft von Trainer „Jockel“ Press liegt nur noch zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter aus Eichede — hat aber noch drei Spiele weniger ausgetragen.

Von Volker Giering

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