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Sport im Norden Ein Hauch von Rio am Rittbrook: Spanier gewinnt heißes Finale
Sportbuzzer Sport im Norden Ein Hauch von Rio am Rittbrook: Spanier gewinnt heißes Finale
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20:23 23.05.2016
Spanischer Sieger beim finalen Stechen auf S**-Niveau: Guillermo Gonzalez-Alonso mit „Quitana“.

Perfektes Timing am Rittbrook: Die Lübecker Reitertage mit ihrem prallen Programm – von der Führzügelklasse für die Jüngsten bis zur Grand-Prix-Kür für die Dressur-Profis – gingen nach 1150 Starts ohne Zeitverzug bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen zu Ende. Erst dann rollte das nächtliche Gewittertief auch über die für gut eine Million Euro runderneuerte Reitsport-Anlage im Grünen hinweg.

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Spanischer Sieger beim finalen Stechen auf S**-Niveau: Guillermo Gonzalez-Alonso mit „Quitana“.

Zuvor sorgten die 38 Teilnehmer des traditionell mit Stechen ausgeschriebenen S**-Springens um den Großen Movie Star Preis vor trotz Strandwetters guter Zuschauer-Kulisse für ein würdiges Turnier-Finale. Hatte Manuel Espinosa Pla (RFV Eichengrund-Lentföhrden) im Vorjahr einen kolumbianischen Überraschungssieg gefeiert, so sicherte sich diesmal ein Spanier die mit 780 Euro verzierte Goldschleife: Guillermo Gonzalez-Alonso (RuFV Elmshorn), mit „Quitana“ als erstes von 14 im ersten Umlauf fehlerfreien Paaren in die Siegerrunde gestartet, legte mit einem erneut makellosen Ritt auf seiner zehnjährigen Holsteiner Stute mit 35,92 Sekunden eine Zeit vor, die bis zum Ende nicht getoppt wurde. Ihr am nächsten kam Thomas Voß (RFV Höllnhof-Schülp), der mit seinem Württemberger Derby-Wallach „Chando“ nach fehlerfreien 36,77 Sekunden die Lichtschranke passierte, während sich der junge Fehmaraner Sven-Gero Hünicke auf „Sunshine Brown“ (0/40,44) den noch mit 465 Euro dotierten Bronzerang ersprang.

Als strahlender Sieger bekannte der 32-jährige Ibero-Holsteiner nach seinem 17. Erfolg auf S-Ebene: „Bisher hat mir in Lübeck immer das Glück gefehlt, um beim Großen Preis ganz vorn zu landen. Aber diesmal hat bei optimalen Bedingungen alles gepasst.“

Und nachdem er die Ehrenrunde(n) in vollem Galopp hinter seinem überglücklichen spanischen Mitbewerber absolviert hatte, war auch Routinier Voß voll des Lobes über den mehr als nur aufgepeppten Turnier-Rahmen am Rittbrook. „Der rundum gelungene Umbau der Plätze ist für uns Gäste ein gutes Zeichen dafür, dass der Lübecker Reiterverein sehr aktiv ist und offenbar über viele fleißige Mitglieder und Helfer verfügt. Ich komme immer wieder gern hierher“, bekannte der 57-Jährige, der sich im Vorjahr auf „Corin“ mit Rang 14 begnügen musste, nachdem er 2014 mit „Carena“ noch den Großen Preis abgeräumt hatte.

Nicht nur die Springreiter freuten sich über die siebenstellige Investition, die modernisierte Stallungen, ein neues Futterhaus, neue Böden in beiden Hallen und auf dem Dressur-Viereck im Freien sowie dem vergrößerten Abreiteplatz neben dem Springparcours umfassten. Im Namen der Dressur-Fraktion betonte Hartwig Burfeind, der für den RV Sandbostel mit „Fine Spirit“ zwei S-Prüfungen (Prix St.

Georges und Intermediaire I) gewonnen hatte: „Die gesamte Anlage wurde sichtbar aufgewertet. Man kommt sich nicht nur optisch wie in einem Fünf-Sterne-Schuppen vor, sondern merkt auch, dass sich die Pferde auf dem weißen Quarzsand wohlfühlen und total locker und leicht reiten lassen.“

Dafür mitverantwortlich ist Marc Scheel, der als Erd- und Tiefbauer mit seiner Firma gut 5000 Tonnen Sand nebst Unterbau bewegte, ehe die Reitertage mit einem Hauch von Copacabana-Flair über die Bühne gingen. Er selbst profitierte als passionierter Reiter gleich zum Auftakt davon und gewann mit „Quincy“ ein M**-Springen für den RV Bad Schwartau. Kein Wunder, dass er sich zum Abschluss freudestrahlend mit Gastgeber Alexander Nolte ablichten ließ, als der seinen neuen „Alexanderplatz“ abschritt. Der 1. Vorsitzende des Lübecker RV freute sich auch darüber, dass sich nach langer Pause auch die Jugend wieder einmal bei zwei A-Springen auf dem Hauptplatz zeigte. Nolte betonte: „Die Resonanz von 120 Startern und 300 Eltern bewies, dass auch der Basissport bei uns nicht zu kurz kommen sollte.“

• Ergebnisse in Auszügen auf Seite 22 und komplett unter www.mervestelle.de

Andreas Oelker

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