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Sport im Norden Expertin: Top-Profis auf Karriereende nicht vorbereitet
Sportbuzzer Sport im Norden Expertin: Top-Profis auf Karriereende nicht vorbereitet
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09:05 09.08.2018
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Hamburg

Die meisten deutschen Spitzenathleten finden nach Karriereende ihren Platz in der Gesellschaft, wenige stürzen ab. Warum ist das so? Zwischen Top-Profis und Olympia-Sportlern existieren große Unterschiede, sagte Ingrid Unkelbach, Leiterin des Olympia-Stützpunktes Hamburg/Schleswig-Holstein.

An den Stützpunkten gibt es Laufbahnberater, die die Athleten während der dualen Karriere von Sport und Beruf/Ausbildung begleiten. „Wir haben es am OSP mit Athleten zu tun, die keine Profis sind, sondern zwei Standbeine haben“, sagte Unkelbach. „Diese Sportler häufen nicht so viel Geld in ihrer Karriere an, dass sie davon leben könnten.“

Das ist der Normalfall eines Welt- und Europameisters, eines Olympiasiegers. Diese Athleten stehen bei Großereignissen im Fokus, nicht aber im übergroßen Rest des Jahres. Anders verhält es sich bei erfolgreichen Profis. Boris Becker und Jan Ullrich sind Beispiele. „Im Laufe ihres sportlichen Daseins haben sie sehr, sehr viel Geld verdient. Sie standen immer im Rampenlicht. Es geht darum, dass sie ihre neue Rolle im Leben nach dem Sport finden.“

Unkelbach riet: „Da wäre psychologische Betreuung sinnvoll.“ Es gehe um neue Lebensinhalte bei diesen Sportlern, auf den Umbruch seien sie aber nicht vorbereitet. Den Top-Profis könne es passieren, dass sie vom Gipfel nahezu in die Bedeutungslosigkeit fielen.

„Sich neu zu finden ist auch eine Persönlichkeitsfrage. Steffi Graf scheint das gelungen zu sein“, sagte Unkelbach. Auch Michael Stich, bislang Tennis-Turnierdirektor am Hamburger Rothenbaum, sei dafür ein Beispiel. „Er übt eine Tätigkeit wie jemand aus, der ein abgeschlossenes BWL-Studium hat.“

dpa/lno

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