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Sport im Norden Frischzellen für den Dino
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20:29 25.10.2017

Wenn sich Messi, Götze und Halilovic an einem regnerischen Herbstabend in Hartenholm treffen, spielen sie – Handball. „Ordentlich mit Tempo nach vorn zum Tor – wie beim Fußball!“, lautet die Ansage von Trainer Thomas Nagel, ehe es für elf Jungs mit dem Fußball in der Hand los geht. „Liegestütze“, heißt es für die andere Gruppe, die von Stefan Nagel betreut wird. Nach dem Pumpen geht’s wieder an den Ball: „Um die kleinen Hütchen dribbeln, Torschuss andeuten, weiter dribbeln.“

Die mit den Namen von Messi, Götze und Halilovic bedruckten Trikots sind bald matschig, und ihre Träger haben Dreckspritzer im Gesicht. Doch während die Eltern am Rand des Trainingsplatzes fröstelnd unter ihren Regenschirmen stehen, stört die insgesamt 22 Nachwuchskicker auch der klamme Holsteiner Herbst nicht. Ihr Ziel: das Leistungszentrum des Hamburger SV. Dafür sind sie in der „Regionalen Talentgruppe Nord“.

Aus Hartenholm kommen seit 19 Jahren Frischzellen für den Bundesliga-Dino. Sechs Jungs haben es gerade im Sommer zum HSV (D-Junioren) geschafft – wie vor ihnen Jann-Fiete Arp, Jonas Behounek, Marco Drawz und 26 weitere Talente aus den einstigen Kreisauswahlen Segeberg, die seit Juli 2016 als „Regionale Talentgruppe Nord“ firmieren. Neun Nachwuchskicker haben es bislang in Jugendnationalteams geschafft.

„Und auch im aktuellen Kader haben einige Jungs durchaus Potenzial. Jann-Fiete hat natürlich die besondere Gabe, dass er viele Tore schießt und durch sein frühes Bundesliga-Debüt als U17-Nationalspieler besonders im Rampenlicht steht“, berichtet Coach Thomas Nagel, Talentscout beim HSV, der Jann-Fiete einst selbst in Hartenholm trainiert hat.

45 Kicker (U9 bis U11) gehören zur aktuellen Gruppe, 15 von ihnen sind im Pespektivkader des Dinos. Die jüngsten kommen aus dem Jahrgang 2010, einige wurden zuletzt bei Eintracht Segeberg beim VR-Bank Scouting Day gesichtet und können sich auf eine Einladung zum Probetraining in Hartenholm freuen.

„Früher haben wir uns auf den Kreis Segeberg konzentriert, heute haben wir auch Spieler aus Lübeck, Lauenburg, Stormarn, Kiel und Neumünster dabei“, erläutert Thomas Nagel und merkt an: „Wer es zu uns geschafft hat, der bleibt vorläufig weiter bei seinem Stammverein, trainiert hier zusätzlich mit und kann sich dann für den HSV empfehlen.“ Zwei bis drei Jungs pro Jahrgang gelinge dies . . .

Eine Alternative zum feuchten Outdoor-Treff gibt’s für Messi, Götze, Halilovic & Co. ab nächster Woche: Dann steht in Bad Segeberg zusätzlich Kung-Fu-Training in der warmen Halle an.

„Körperkontakt und Bewegungsschulung sind Dinge, die man auch als Fußballer benötigt“, hat Nagel für seine Crew immer wieder Überraschungen parat.

Christoph Staffen

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