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Sport im Norden Goldjagd mit Landesrekord als Bonbon
Sportbuzzer Sport im Norden Goldjagd mit Landesrekord als Bonbon
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20:28 04.07.2017
Zittau

Auch am dritten und letzten Tag der Deutschen Seniorenmeisterschaften gab es in Zittau nach den bereits vermeldeten Erfolgen eine üppige Titel- und Medaillenausbeute für die Oldies aus der LN-Region. Sein Meisterschafts-Triple machte der älteste Teilnehmer perfekt: M80-Senior Lothar Müller (TSV Trittau) sicherte sich nach seinen Siegen über 100 m und im Weitsprung auch über 200 m in 32,35 Sekunden Gold. Bei den Jüngsten in der Altersklasse M35 zeigte sich 100-m-Sieger Zbigniew Sikorski (LBV Phönix) auch über 200 m siegessicher und sprintete selbstbewusst in 22,56 Sekunden mit rund einer halben Sekunde Vorsprung ins Ziel. Ex-Klubkamerad Peter Huber (jetzt VfL Waiblingen) holte im Hammerwerfen mit 53,64 m den Titel. Nach Silber über 100 m kam M40-Sprinter Michael Erfmann (TSV Heiligenhafen) zu Bronze über 200 m (24,45).

Augen zu und durch: M35-Sprinter Zbigniew Sikorski holt in Zittau über 100 und 200 m zwei DM-Titel für den LBV Phönix. Quelle: Foto: Ralf Görlitz

Wie bei den Deutschen Winterwurfmeisterschaften, so gelang dem Phönixer Ralf Mordhorst auch in Sachsen sein Meisterstück als M40-Diskuswerfer mit dem einzigen 50-m-Wurf (50,14) und rund sechs Metern Vorsprung. Auch mit der Kugel gab es – wie im März – Silber, diesmal mit 14,52 m.

Die Seniorinnen konnten vier Titel bejubeln: Mareike Becker (LBV Phönix/W35) war im Hammerwurf ungefährdet, schleuderte das 4-kg-Gerät 43,40 m weit. Zudem kam sie im Diskuswurf mit 38,18 m zu Silber.

„Bei dem Trainingsaufwand, den sie betreibt, war das ganz okay“, gab Coach Uwe Mundt lächelnd zu Protokoll – und war dann echt erstaunt darüber, was sein Schützling Mirjam Beier zustande brachte:

Schon im ersten Versuch ließ sie den Diskus auf die neue W45-Landesrekordweite von 42,92 m segeln und setzte sich an die Spitze. Die verlor sie zwar zwischenzeitlich an die Mannheimerin Bettina Schardt (43,91 m), konterte aber mit einem 44,11-m-Wurf und distanzierte ihre Konkurrentin um 20 cm. „Man merkte Mirjam halt an, dass sie eine erfahrene Athletin ist“, lobte Mundt. Kurioserweise hatte der Landesrekord seit 1972, Beiers Geburtsjahr, Bestand.

Den dritten 200-m-Sieg des dritten DM-Tages fuhr schließlich Katja Berend (SV Großhansdorf) in 28,24 Sekunden ein, während Dietlinde Knospe (LG Reinbek-Ohe/beide W55) als strahlende Diskus- Meisterin mit 30,38 m ihren Medaillensatz komplettierte. Für Großhansdorf wurde Beate Kuhlwein zudem W40-Vize über 400 m in 63,74 Sekunden, während Antje Krüger (SC Rönnau/W35) in 27,26 Sek. als Fünfte über 200 m um eine halbe Sekunde an Bronze vorbeilief.

Sei’s drum: Mit insgesamt 19 Medaillen (11 Gold, 6 Silber, 2 Bronze) konnte sich die Bilanz der Oldies aus Südost-Holstein wahrlich sehen lassen. Zumal das Dreiländereck im sächsischen Südosten für viele nur ein Zwischenstopp auf dem Weg nach Aarhus war. Denn vom 27. Juli bis 6. August finden in Dänemark die Senioren-Europameisterschaften statt. In der Meldeliste stehen neben den frischgekürten DM-Champions Mareike Becker, Ralf Mordhorst, Zbigniew Sikorski, Katja Berend und Dietlinde Knospe auch Routiniers wie Marlo Burych, Erika Springmann, Beate Kuhlwein, Eckhard Riggert und Michael Erfmann.

Leichtathleik-DM kompakt

Titelhatz in Thüringen: Im Erfurter Steigerwaldstadion geht’s am Wochenende bei der DM für Frauen und Männer auch um Tickets zur WM in London (5. bis 13. August). Damit haben die hiesigen Leichtathleten aber nichts zu tun. Selbst die Ex-Rönnauerin und LN-Sportlerin 2016, Hindernisläuferin Maya Rehberg (SG Kronshagen/Kiel), muss erkrankt passen und wird somit auch in London nicht dabei sein können.

Staffel-Starts: Ein lübsches Quartett versucht sein DM-Glück. Die MTV- Frauen qualifizierten sich in Berlin über 4 x 100 m als NDM-Vierte in 47,73 Sek. für Erfurt. Vivienne Martinuzzi, Katharina Kemp, Janina Lange, Leonie Müller und Finja Rattunde sind dort unter 35 Staffeln jedoch nur auf Rang 30 „gesetzt“. Ratzeburgs 400-m-Läufer Marlon Vieth gehört zum Track & Field Team SH, das über 4 x 400 m in 3:24,66 Min. immerhin Nummer fünf der Bestenliste ist. MA

Michael Ahnfeldt

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