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Sport im Norden Groß geworden mit den Handballtagen
Sportbuzzer Sport im Norden Groß geworden mit den Handballtagen
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20:10 28.06.2017
Lübeck

Sein Stirnband in der Hand, wischte sich Juri Knorr den Schweiß aus dem Gesicht. Eine Krafteinheit und einen 3000-Meter-Test in Armen und Beinen, stand mit den deutschen U19-Handballern jetzt Einheit Nummer drei an: Tempospiel.

Training für den letzten Test vor der WM Anfang August in Georgien, für den „Nations Cup“ im Rahmen der Lübecker Handballtage. Die DHB-Talente treffen dabei in ihrer Gruppe morgen auf Israel und am Samstag auf Japan. Mittendrin: Knorr junior – als 2000er- Jahrgang bei den „alten“ 98ern. „Mein erstes richtiges Turnier mit den Jungs“, erzählt er – und das ausgerechnet in Lübeck.

„Irgendwie lustig. Zum letzten Lehrgang in München war ich elf Stunden unterwegs, jetzt wäre ich in sieben Minuten zu Hause.“ Nur: Seine vier Wände in Bad Schwartau wird der 17-Jährige nicht sehen.

Er übernachtet mit dem Team im „Viva-Hotel“ an der Lohmühle.

Nationalspieler Knorr. Dass er einmal in Papas Fußstapfen tritt, daran war vor zehn Jahren nicht zu denken. Da stand er mit Schwartaus Mini-Mix- Knirpsen zum ersten Mal bei den Handballtagen auf dem Feld. „Seitdem war ich jedes Jahr dabei.“ An das erste Mal erinnert sich Vater Thomas genau: „Juri ist gleich im ersten Spiel umgeknickt, war todtraurig. Doch ein Tape hat geholfen.“ Dass er mit seinem Team danach das Finale gegen Stockelsdorf gewonnen hat, ist Juri noch heute präsent: „Das war ein cooles Gefühl.“ Auch, weil Robert Lüdtke, Sohn des Ex-Nationalspielers Jens Lüdtke, mit dabei war. Beide sehen sich jetzt wieder. Robert spielt bei den Füchsen Berlin.

Die Handballtage, für Juri sind sie seitdem ein Muss. „Die besondere Atmosphäre, die ausländischen Teams, die tolle Stimmung und alles um die Ecke – es ist schon etwas Besonderes, macht immer Spaß.“

Damit meint er auch das „Drumherum“ – wenn Tausende Kids vom Holstentor zur Lohmühle paradieren, Party feiern, in Schulen und Turnhallen auf Isomatten übernachten oder ihren Spaß auf der Funmeile beim Klettern, Trampolinspringen, Surfen oder Skaten haben.

Die Handballtage, sie sind ein Spaß in XXL-Format. 5000 Kinder und Jugendliche, von Mini Mix bis U21, 380 Teams aus zwölf Nationen, darunter Indien und Brasilien, jagen ab morgen dem Ball hinterher.

Ein logistischer Kraftakt für das Orga-Team des MTV Lübeck, bei dem gestern Hochbetrieb herrschte. Da musten die gut 400 Helfer eingewiesen, die 22 Spielfelder auf der Lohmühle eingemessen werden, gingen auch die ersten 1000 Essen über den Tresen. Und heute geht es auf dem Markt rund. Ab 19 Uhr wird über Nacht das Spielfeld mit Holzunterbau, Kunstrasen und Tribünen aufgebaut. Morgen sollen ab 10 Uhr die ersten Bälle fliegen.

Bei den U19-Nationalteams schon heute. Dass Juri Knorr dabei ist, für Handballtage-Chef Markus Sievers schließt sich so ein Kreis. „Nicht nur, weil Juri auch zwei Jahre bei uns, beim MTV, gespielt hat, sondern weil er mit und bei den Handballtagen groß geworden ist“. Vom Mini-Mix- zum Nationalspieler.

Jens Kürbis

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