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Sport im Norden Grünes Licht für die Reform
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20:16 03.05.2016

Exakt einen Monat vor dem richtungsweisenden 45. Verbandstag des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) am 4. Juni in der Stadthalle Neumünster lässt sich ein Trend erkennen, wohin der Ball im Norden künftig rollen wird. Alle 13 Kreise haben außerordentliche Versammlungen durchgeführt — und der Tenor ist klar: die Spielklassenstrukturreform wird kommen, und mit ihr der flexible Spielbetrieb. Die Hoffnung, die bisher 13 Kreisverbände durch Fusionen auf acht zu reduzieren, wird aber erstmal nicht erfüllt.

Der SHFV-Plan, ab 2017/18 in der neuen Struktur mit zweigleisiger Landesliga zwischen SH-Liga (künftig Oberliga) und vier Verbandsligen sowie dann nur noch acht Kreisligen darunter zu spielen, die Spielzeit 2016/17 als Qualifikationsphase zu nutzen, dürfte am 4. Juni von den 124 Delegierten durchgewunken werden. Nur die zehn „Abgeordneten“ des KFV Kiel sind von ihrer Versammlung beauftragt worden, den Antrag abzulehnen. Auch der Vorstand des KFV Ostholstein lehnt die Reform ab — beugt sich aber der Basis. Die hatte am vergangenen Mittwoch in Lensahn für die neue Struktur gestimmt.

„Dieses Votum hat der Vorstand zu akzeptieren“, sagte der Beauftragte für Kommunikation, Lars Braesch, auf LN-Nachfrage.

In Stormarn (Heiner Wagner, 2. KFV-Vorsitzender: „Unsere Vereine stehen geschlossen hinter der Sache“), Lauenburg (KFV-Chef Uwe Brügmann: „Die Reform macht Sinn“) und Lübeck, wo das Votum in einer erschreckend schlecht besuchten Versammlung mit 123:11 (vier Enthaltungen) klar pro Reform ausfiel, folgte man den Vorschlägen des SHFV. Die Segeberger wählten einen eigenen Weg. Sie werden nicht mit einem „Auftrag“ zur Sitzung nach Neumünster entsandt, sondern die zehn Delegierten plus ihr Kreisvorsitzender werden frei in ihrem Votum sein. KFV-Chef Herbert Bornhöfft: „Jeder entscheidet einzeln und ist nicht gebunden.“

Parallel zur Reform soll es eine Neuschneidung der dann nur noch acht Kreisligen geben. „Flexibilisierung des Spielbetriebes“ nennt der SHFV das. Die acht Klassen werden ab dem 1. Juli 2017 nicht mehr rein nach geografischen Grenzen organisiert. „Für uns könnte das bedeuten, dass Grönau nach Lauenburg gesteckt wird und der VfL und Olympia Bad Schwartau nach Ostholstein“, sagt Lübecks Fußballmedienbeauftragter Harry Klann. „Das fänden natürlich nicht alle gut.“ Segebergs Bornhöfft glaubt: „Für 95 Prozent der Vereine ist das gut. Es gibt aber natürlich immer Klubs, die Nachteile haben werden. Aber so etwas ist bei einer Reform nun mal nicht auszuschließen.“ Irritiert diskutierten derweil die Fußballfreunde in Ostholstein über eine Tischvorlage mit Modellvorschlägen. Hier wurde Gremersdorf dem rund 180 Kilometer entfernten nordfriesischen Lindholm zugeordnet . . .

Eine Fusion mit einem anderen Kreis lehnten die Delegierten in Lensahn derweil ab. Braesch: „Wir haben steigende Mitgliederzahlen, brauchen keinen Partner. Und auch unsere Landrat hätte wohl was dagegen. Schließlich nutzen wir das Wappen unseres Kreises.“ In Lübeck tut man sich mit dem Thema schwer (Klann: „Wir lassen uns nicht drängen“), in Stormarn gebe es dazu noch „keinerlei Pläne“, wie der Vizevorsitzende Wagner erklärte. Und wenn, dann komme nur eine Kooperation mit Lauenburg oder Lübeck in Frage. Der KFV Segeberg ist da schon ein paar Schritte weiter, denn es werden bereits Gespräche über ein Zusammengehen mit Neumünster geführt.

Von rln

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