Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Sport im Norden HSG weiter auf zwei Hochzeiten
Sportbuzzer Sport im Norden HSG weiter auf zwei Hochzeiten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:31 05.03.2018

Amateur-Pokal, Viertelfinale

HSG Ostsee N/G – VfL Fredenbeck II 36:23 (15:11). Im Pokal-Viertelfinale hatte sich die HSG keine Blöße gegeben und tanzt damit weiter auf zwei Hochzeiten. Gegner Fredenbeck hat eine lange Handballgeschichte, spielte von 1988 bis 1994 sowie 1996/97 in der 1. Bundesliga. Die Reserve, die jetzt zu Gast in Grömitz war, spielt aktuell in der Verbandsliga Nordsee, vergleichbar mit der Schleswig-Holstein-Liga, und rangiert dort auf dem dritten Tabellenplatz.

„Wir werden nun alles daran setzen, die nötigen Punkte in der Meisterschaftsrunde zu sammeln und im Pokal weiter Furore zu machen“, erklärte HSG-Trainer Thomas Knorr, während für Teammanager Roland Dieckmann gerade der Pokalwettbewerb eine besondere Bedeutung hat: „Meine Sichtweise ist neben der sportlichen auch die ökonomische. So ist der Amateur-Pokal genauso wichtig, um bundesweit Sponsoren akquirieren zu können. Ohne Erfolg im Pokal gibt es keine Mittel für die 3. Liga. Somit macht der Erfolg im einen Wettbewerb den anderen erst möglich. Thomas Knorr weiß das und ist mit mir einer Meinung“, erläutert Dieckmann.

Mit einer sehr engagierten Leistung waren die Gäste lange auf Augenhöhe geblieben. Nach dem 11:10 (25.) konnte sich Ostsee in einer Überzahlsituation bis zur Pause erstmals absetzen. „Wir hatten ein sehr schwaches Trefferbild und den gegnerischen Torwart mit flachen Würfen richtig warm geworfen“, war Knorr beim Seitenwechsel nicht zufrieden.

Doch wie verwandelt kamen die Ostholsteiner aus der Kabine. Mit sehr viel Angriffsdruck war es zunächst Ben Jarik mit seinen Treffern, mit denen Ostsee auf und davon zog. Beim 24:13 (40.) durch Kim Colin Reiter war das Spiel praktisch entschieden. Was folgte, war eine Demonstration der Stärke. Herausgespielte Tore, Kempa-Tricks und erfolgreiches Tempogegenstöße prägten das Spiel der Gastgeber.

Auch von der Manndeckung gegen Juri Knorr und Reiter ließ sich Ostsee nie aus dem Konzept bringen. In den letzten zehn Minuten kam Tjorven Hömberg für Jascha Fehlberg ins Tor. Nur drei Minuten später war für ihn das Spiel jedoch vorbei. Ostsee, nach einer Zeitstrafe in Unterzahl nahm den Torhüter aus dem Spiel um einen zusätzlichen Feldspieler einzusetzen. Der Angriff verlor jedoch den Ball, Hömberg sprintete ins eigene Tor, das er aus der Verankerung hob, den Gegentreffer zum 20:33 jedoch nicht verhindern konnte. Eine schmerzhaft Beinverletzung war die Folge, der Einsatz animierte die über 300 Zuschauer aber zu Szenenapplaus. „Wir haben im zweiten Abschnitt das gespielt, was wir können. Damit ist auch das Ergebnis zu erklären“, war Knorr, der auf den angeschlagenen Tjark Müller verzichtete, mit der Leistungssteigerung einverstanden, zumal alle Feldspieler am Erfolg beteiligt waren.

Weiter geht’s im Amateurpokal am Ostersamstag im Halbfinale in der Neustädter Gogenkroghalle (18.15 Uhr). Letzter Stolperstein auf dem Weg ins Finale in der Hamburger Barclaycard-Arena wird dann die Reserve von Zweitligist HC Elbflorenz Dresden sein, die in der Oberliga Mitteldeutschland Tabellenfünfter ist und sich im Pokal-Viertelfinale mit 27:20 gegen HSG Kleenheim durchsetzte.

HSG Ostsee: Fehlberg, Hömberg - Jarik (9/6), Reiter (6), Knorr (4), Bastian, Mendle (je 3), Kaiser, Engelmann, Ambrosius, Litzenroth (je 2), Möller, Hinsch, Kibat (je 1).

rl

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Oberliga, Männer VfL Bad Schwartau II – HSG Ostsee N/G 25:37 (10:20). Über 4:0 (3.) und 8:2 (11.) machten die Gäste schnell klar, dass die ihre Favoritenrolle wahrnehmen wollten.

05.03.2018

SH-Liga, Männer TSV Alt-Duvenstedt – MTV Lübeck 25:25 (12:13). „Wir haben ganz klar einen Punkt verloren“, musste MTV-Trainer Peter Kasza feststellen.

05.03.2018

SG Todesfelde/Leezen ärgert Tabellenführer, verpasst am Ende aber eine Überraschung gegen Alstertal-Langenhorn.

05.03.2018
Anzeige