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Sport im Norden HSV-„Sonny“ lächelt über Seeler-Vergleich - Jetzt die Bayern ärgern
Sportbuzzer Sport im Norden HSV-„Sonny“ lächelt über Seeler-Vergleich - Jetzt die Bayern ärgern
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03:56 02.11.2012
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Augsburg

So richtig in Fahrt kam das neue Hamburger Zauberduo erst nach dem 2:0-Sieg in Augsburg beim Ausblick auf den Gipfel gegen den großen FC Bayern. „Wenn wir Gas geben, können wir auch die schlagen“, tönte der flinke Südkoreaner Heung-Min Son. Sein Kreativpartner Rafael van der Vaart pflichtete ihm prompt bei. „Jedes Spiel können wir gewinnen, auch gegen die Bayern. Es wird schön und schwer“, meinte der Niederländer vor der Bewährungsprobe kommenden Samstag gegen den derzeit beinahe übermächtigen Bundesligaprimus aus München.

Hamburgs vierter Saisonsieg am Freitagabend beim Vorjahres-Neuling aus Schwaben habe den Druck vom Team genommen, sagte van der Vaart erleichtert. „Die Mannschaft hat gezeigt, dass wir wieder gewinnen können, wenn jeder kämpft“, folgerte der Millionen-Einkauf aus Tottenham. Im siebten Spiel seit van der Vaarts Wiederkehr in die Hansestadt waren es immerhin die Punkte 11, 12 und 13 für den HSV.

Gutes Ergebnis, gute Ausgangsposition - das alles konnte aber nicht über 60 schwache Minuten in Augsburg hinwegtäuschen. „Wir müssen noch mehr bringen“, gestand Sportdirektor Frank Arnesen - und stapelte tief: „Wir wollen uns ja nicht ganz oben ansiedeln, sondern unter die Top Zehn kommen.“ Der Sieg war allein zwei fußballerischen Geniestreichen von Son und van der Vaart zu verdanken: Erst traf der Asiate mit einem sehenswerten Schlenzer ins lange Eck (13.); dann gelang dem Spielmacher „ein Zuckerpass“ (Arnesen) auf Stürmer Artjoms Rudnevs, der die Partie entschied (63.).

Vor allem Son war äußerst präsent. Er setzte zu den meisten Sprints an, er war zweikampfstark und lauffreudig wie kaum ein anderer Hamburger, und er gab die meisten Torschussvorlagen. Mit HSV-Legende Uwe Seeler wollte sich „Sonny“ trotz seines fünften Saisontores dann doch nicht vergleichen lassen. „Ich hab' ihn nie gesehen - aber er war sehr gut, hab' ich gehört“, meinte er in all seiner jugendlichen Unbeschwertheit auf die Frage eines Journalisten. Son räumte ein: „Da muss ich wohl noch mehr Tore machen.“

Der Vergleich ist natürlich irrsinnig. Seeler gelangen in 19 Jahren und 476 Meisterschaftsspielen für den HSV 404 Tore. Son, der nicht einmal Stürmer ist, sondern im offensiven Mittelfeld wirbelt, brachte es in bisher 49 Partien auf erst 13 Treffer. Dass er allerdings überaus großes Potenzial hat, wissen alle.

„Überragend“ nannte van der Vaart Sons Abschlussqualitäten, auch Sportdirektor Arnesen ist auf den Plan gerufen: Möglichst im Winter nämlich soll der bis 2014 laufende Vertrag nochmals verlängert werden. „Er ist erst 20 Jahre. Ich glaube, es ist wichtig, dass er hier zwei, drei Jahre spielen kann“, sagte der Däne. Es gehe bei den anstehenden Verhandlungen mehr um eine Perspektive als um Geld.

Die Kombination aus van der Vaart und Son hat die Hoffnung auf den Europapokal jedenfalls wieder genährt in einer Fußball-Stadt, die ihren Ansprüchen seit Jahren mit dem Fernglas hinterherschaut. Erste Indizien, dass es tatsächlich aufwärtsgeht, hat auch Marcell Jansen ausgemacht: „Wir haben nach schwachem Beginn eine Reaktion gezeigt. Da war ich selber verwundert: Wenn man mal die vergangenen Jahre zurückguckt, sind wir meistens untergegangen oder haben den Faden komplett verloren“, erkannte der ehemalige Nationalspieler.

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