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Sport im Norden High Noon auf dem Küchensee
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21:10 30.05.2018
Ratzeburg

„Angespannt ist man vor solchen Wettkämpfen immer, diesmal ist die Aufregung aber noch etwas größer“, gibt Witting Einblicke in ihr Innenleben – schließlich wissen ihre Freunde, Verwandten und Bekannten, dass sie am Wochenende eine der Hauptdarstellerinnen unter insgesamt mehr als 600 Startern aus 13 Nationen bei der Internationalen 59. Ratzeburger Ruderregatta auf dem Küchensee sein wird.

Und das im Gegensatz zu den meisten Teilnehmern sogar an drei Tagen: Morgen um 8 Uhr startet sie bei der Kleinbootüberprüfung der deutschen U23-Nationalmannschaft im Vorlauf mit Leonie Bergé von der RG Hansa Hamburg im Zweier ohne, der Endlauf ist für 12 Uhr angesetzt – „High Noon“ für das Duo auf dem Küchensee.

Denn U23-Bundestrainerin Brigitte Bielig wird erst nach den Rennen entscheiden, wie die Bootsbesetzungen für die am Samstag beginnende Regatta aussehen werden. „Ratzeburg ist die bislang wichtigste Station der Saison, hier kann man einen großen Schritt in Richtung Weltmeisterschaft machen. Deswegen wollen und müssen wir hier unser Bestes geben“, weiß die 19-jährige Lehramtsstudentin, die in der Altersklasse U19 bereits Welt- und Europameisterin im Achter wurde.

Ihr aktuelles Ziel lautet: zusammen Janka Kirstein (Hannoverscher RC) und Lena Osterkamp (DRC Hannover) den deutschen Vierer ohne bilden. „Mit dem waren wir schon schnell unterwegs, leider waren wir bei der letzten Regatta in Essen krankheitsbedingt nicht so erfolgreich“, räumt Witting ein: „Auch deswegen ist noch nicht entschieden, wer in welches Boot kommt – und wer vielleicht nicht wieder eingeladen wird.“ Klar ist für sie nur eines: „Wir müssen so schnell rudern wie es geht. Und dann sehen wir, wofür es gereicht hat . . .“

Im Vorjahr schafften die Ratzeburger Schanze-Schwestern Calina und Annemieke bei der Kleinbootüberpfüfung in Ratzeburg den Sprung in den Vierer, gewannen bei der Regatta auf dem Küchensee – und holten bei der anschließenden U23-WM die Bronzemedaille. In diesem Jahr treten die weiterhin in den USA studierenden Lauenburgerinnen jedoch nicht in Ratzeburg an.

Im Sommer 2017 war Witting bei der Heimregatta nur am Steg und nicht auf dem Wasser dabei: Durch Abi-Stress und Krankheiten hatte sie die Nominierungsanforderungen nicht erfüllen können. Doch sie versprach der Bundestrainerin, dass sie wieder angreifen und ihre neue Chance suchen werde. Ihre aktuelle Partnerin Bergé hatte die Saison komplett abgesagt, ehe sie vergangenen Herbst während des Studiums in Hamburg gemeinsam in ein Boot stiegen und immer besser harmonierten. „Anfangs waren wir nach der langen Pause noch unsicher, wussten nicht, wo wir im Bundesvergleich stehen. Doch die ersten Rennen haben wieder Selbstvertrauen gebracht.“

Auf ihr Heimdebüt in Ratzeburg hat sich Witting am vergangenen Wochenende schon drei Tage lang vor Ort vorbereitet, fürchtet nur eines: Der Küchensee kann so seine Tücken haben, wenn ein böser Wind wehen sollte.“

Christoph Staffen

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