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Sport im Norden Hohe Sprünge im Sommerregen
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21:22 01.07.2013
Von Günter Affeldt
Gut beritten in Eutin: Fehmarn-Sieger Thomas Voß (hier auf AB19 Jilet) ergattert beim finalen S*-Springen die Plätze zwei und drei. Quelle: Fotos: G. Affeldt (4)

Das große Sommerreitturnier des ORV Malente-Eutin wurde zu einem Wechselbad der Gefühle: Da waren die 3200 Nennungen (800 Reiter, 1700 Pferde) — so viele wie noch nie bei dieser Veranstaltung. Und dann war da aber auch das regnerische „Novemberwetter“. Der ORV-Vorsitzende Horst Richtarsky musste konstatieren: „Die Wetterkapriolen haben uns einige Zuschauer gekostet.“ Dennoch fiel seine Bilanz durchaus positiv aus. „Die Plätze haben gehalten“, sagte er. Außerdem: Rund 4000 Reitsportfans fanden trotz der eher widrigen äußeren Bedingungen den Weg auf den Turnierplatz an der B76.

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Gut beritten in Eutin: Fehmarn-Sieger Thomas Voß (hier auf AB19 Jilet) ergattert beim finalen S*-Springen die Plätze zwei und drei.

Belohnt wurden sie mit spannendem Pferdesport. Vor allem die S-Springen und S-Dressuren am Schlusstag standen auf hohem Niveau. Das international besetzte finale S*-Springen mit Siegerrunde um den „Großen Preis der Stadt Eutin“ gewann der Pole Oskar Murawski (RV Schneverdingen) mit Peter Pan unter dem Sattel. Dafür strich er 310 Euro Prämie ein. Zu absolvieren war ein 450 Meter langer Parcours — aufgebaut von Dirk Langhoff (Lübeck) und Paul Peters (Dingen) — mit 14 Sprüngen von bis zu 1,40 Meter Höhe. Murawski blieb ohne Fehler und passierte nach 40,49 Sekunden die Ziellinie.

Knapp geschlagen wurde Thomas Voß (Schülp) Zweiter. Der 54-jährige vielfache Nationenpreisgewinner war als Sieger des Fehmarn-Pferde-Festivals nach Eutin gereist. Er hatte gleich zwei heiße Eisen für die Siegerrunde im Feuer. Mit den Pferden AB19 Jilet und Weihrauch platzierte sich der Olympia-Ersatzreiter von London 2012 auf den Plätzen zwei (0/40,71) und vier (4/40,97). „Eutin war eine Reise wert“, bilanzierte Voß.

Zufrieden mit ihrem Start war auch Britta Braunert (Fehmarnscher RRV). Sie ergatterte im Stechen auf Unity Rang drei (0/47,33).

Im Rahmen des Turniers wurden auch die Schleswig-Holsteinischen Meisterschaften im Springen ausgetragen. Dabei feierte ein Ostholsteiner Trio einen Dreifacherfolg. Gold ging an Helena Ruesch (RV Timmendorfer Strand) auf A Little Lord. Sie hatte nach drei Wertungsprüfungen mit nur acht Fehlerpunkten die Nase vorn. „Das ist mein bisher größter Erfolg“, strahlte die aparte Amazone. Hinter ihr platzierten sich Cathrin Thiede (RFV An der Talmühle-Havekost/9) auf Pretty Woman und Marc Scheel (RV Bad Schwartau/12) mit Quincy.

In der Dressur bewies einmal mehr Falk Stankus (PSFV Süseler Baum) seine Klasse: Gleich zweimal schaffte er es aufs Siegertreppchen. Der fünffache Landesmeister vom Dorotheenhof in Sibstin holte sich zunächst die Goldene Siegerschleife in der S**-Prüfung Intermediaire I. Dabei ritt Stankus den selbst gezogenen 13-jährigen Rapp-Hengst Birkhof‘s Haakon. Insgesamt sprangen 792,00 Punkte heraus — und ein Scheck über 250 Euro. Ebenfalls mit Birkhof‘s Haakon gewann er auch eine S*-Prüfung ab 1101 Ranglistenpunkte. Dafür gab‘s 884 Zähler. „Ich bin total zufrieden. Es war ein erfolgreiches Turnier“, betonte der 29-Jährige.

Gleich zwei glückliche Sieger hatte in Eutin die Qualifikation zum LVM-Cup zu bieten: Jonas Juhl (RV Waabs-Langholz) und Lea Paulinski (RV Gettorf-Eckernförde-Dänischer Wohld) sicherten sich im L-Springen mit identischer Note 8,2 das Final-Ticket bei der Baltic Horse Show in Kiel (10. bis 13. Oktober). Der Andrang im LVM-Cup war riesig. So mussten die Prüfungen gleich in drei Abteilungen ausgetragen werden.

Im LVM-Cup L-Dressur auf Trense gewann Lara Finkenstädt (PS Granderheide) mit der Note 7,4. Auch sie startet nun in Kiel.

• Ergebnisse stehen auf Seite 22 und im Internet unter www.vmm-is.de

Günter Affeldt

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