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Sport im Norden Hünicke setzt Holsteiner Goldreigen fort
Sportbuzzer Sport im Norden Hünicke setzt Holsteiner Goldreigen fort
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19:14 23.08.2016
Siegerrunde mit Goldmedaille und Landesflagge im Stiefelschaft: Sven-Gero Hünicke düpiert die gesetzten Größen in Riesenbeck und holt den U21-Titel mit „Sunshine Brown“. Quelle: Fotos: Acp Andreas Pantel/peter Mantik

Ein unbekümmerter Blondschopf von der Sonneninsel Fehmarn sorgte mit seiner zehnjährigen Hannoveraner Stute maßgeblich mit dafür, dass der Landestrainer des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein, Detlef Peper, mit einem Dauergrinsen im Gesicht gen Mallorca jetten konnte, um dort seinen verdienten Sommerurlaub zu verbringen. Denn wie vermeldet, hatte Sven-Gero Hünicke bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Riesenbeck im Sattel von „Sunshine Brown“ tatsächlich das Kunststück fertig gebracht, sich als Debütant bei den Jungen Reitern mit vier makellosen Umläufen und zwei Siegen in drei Wertungsprüfungen auf S-Niveau den U21-Titel zu erspringen. Und da mit dem Tasdorfer Philip Koch (holte Silber mit „Cees“) sowie der Wulfsdorferin Insa Strothmann (4. mit „Utah“) in der Endabrechnung zwei weitere Holsteiner Talente unter den Top Vier landeten, hatte Peper natürlich allen Grund, hochzufrieden DJM-Bilanz zu ziehen.

Sven-Gero und Sunshine Brown haben echte Nervenstärke bewiesen. Wir sind alle megastolz auf das tolle Abschneiden.“Landestrainer Detlef Peper (65)

Der 65-Jährige lobte: „Sven-Gero und Sunshine Brown haben echte Nervenstärke bewiesen. Wir sind alle megastolz auf das tolle Abschneiden. Schließlich war das erklärte Ziel des jungen Paares ja eigentlich nur eine gute Platzierung im ersten S-Springen gewesen.“

Der 19-jährige Fehmaraner selbst war auch 48 Stunden nach dem unverhofften Gold-Ritt in Riesenbeck noch ziemlich sprachlos über das, was ihm da in der Heimat von Olympiareiter Ludger Beerbaum gelungen war, und meinte nur: „Dass es statt einer vorderen Platzierung gleich die Goldmedaille geworden ist, war für uns alle eine Riesen-Überraschung. Aber es ist wirklich toll gelaufen.“

Dabei war Hünicke im Vergleich zu seinem zweitplatzierten Tasdorfer Kollegen eher der große Außenseiter gewesen, auch wenn er für den Fehmarnschen RRV 2015 mit „Sunshine Brown“ Junioren-Landesmeister geworden war. Schließlich konnte Koch bereits auf nationaler Ebene glänzen, indem er sich 2012 und 2013 jeweils den DJM-Titel bei den Junioren erritt, ehe die Steinfelderin Theresa Ripke den Holsteiner Goldreigen im U18-Bereich 2014 und 2015 fortsetzte.

Dass der Bannesdorfer Sven-Gero Hünicke, der zu Hause auf Fehmarn von „Sunshine-Brown“-Besitzer Klaus Witt und dessen Tochter Dorothee trainiert wird, vier Jahre nach dem Gewinn seiner ersten Kreismeisterschaft nun schon deutschlandweit die Nummer eins ist, rührt auch Hinrich Köhlbrandt an. Der langjährige Vorsitzende des Fehmarnschen Ringreitervereins bekennt: „Dass 18 Jahre nach Inga Rauert wieder eines unserer Talente ganz oben auf dem DJM-Podest steht, ist eine Sensation für uns alle.“ Dabei vergaß er nicht zu würdigen, dass mit der 13-jährigen Anna Braunert in Riesenbeck ein weiterer FRRV-Youngster auftrumpfte: Mit „Unity“ sprang die Oldenburgerin bei den „Children“ unter 43 Mitbewerbern auf Rang acht.

Meister Hünicke indes nahm das kollektive Lob recht gelassen und schilderte seine nähere Zukunft wie folgt: „Ich bleibe auf alle Fälle auf Fehmarn und mache hier meine dreijährige Ausbildung zum Bereiter.“ Seine letzten Turnier-Highlights 2016 sind die Landesmeisterschaften in Bad Segeberg (9. bis 11. September) „und danach eventuell noch ein Abstecher nach Warstein und ein Start bei der Baltic Horse Show in Kiel.“

oel

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