Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Sport im Norden Ironman mit Lübecker Highlight
Sportbuzzer Sport im Norden Ironman mit Lübecker Highlight
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:31 30.07.2018
Bester „Eisenmann“ aus Belgien: Bart Arnouts finisht in Hamburg nach 7:05:26 Stunden. Quelle: Fotos: Imago/hollstein
Hamburg/Lübeck

Bart Aernouts gewann den wegen der Blaualgen-Belastung in der Binnenalster zum Duathlon umfunktionierten Wettkampf souverän in 7:05:26 Stunden. Nach einem Sechs-Kilometer-Lauf, 180 Rad-Kilometern und dem Marathonlauf kam der 34-jährige Belgier gut sieben Minuten vor dem Briten Joe Skipper und Vorjahressieger James Cunnama (Südafrika) ins Ziel.

Der Belgier Bart Aernouts und die Australierin Sarah Crowley finishen beim 2. Ironman in Hamburg als Erste. Und der Lübecker Jan Stelzner erkämpft sich ein Hawaii-Ticket.

Bester Deutscher auf Rang fünf war Franz Löschke, der bei seinem Debüt auf der Langdistanz gleich Deutscher Meister wurde. Ähnlich überlegen wie Aernouts war Sarah Crowley: Die 35-Jährige erreichte den Rathausmarkt nach 8:08:19 Stunden über fünf Minuten vor Katharina Grohmann. Die 31-Jährige aus Bad Vilbel sicherte sich damit ebenso den DM-Titel.

„Es war ein großer Tag für die Beine“, meinte Aernouts nach dem Ausdauer-Spektakel bei Temperaturen um die 27 Grad. Trotz der Schwimm-Absage galt das Rennen als Qualifikation für die WM beim Klassiker auf Hawaii im Oktober und als Deutsche Meisterschaft.

Auch und gerade deshalb hatte ein 31-jähriger Lübecker Tri-Sportler allen Grund zur Freude, obwohl er nicht zu den strahlenden Siegern unter den 1719 Männern (und 258 Frauen) gehörte, die sich nach getaner Arbeit eine der weltweit begehrten Ironman-Finisher-Medaillen umhängen durften: Jan Stelzner lief nach einem in bärenstarken 3:04:38 Stunden absolvierten Marathon mit einem breiten Grinsen ins Ziel und ahnte da schon, dass seine Gesamtzeit von 8:14:29 Stunden extrem wertvoll war. Denn zum einen landete er damit auf dem 28. Platz in der Männer-Gesamtwertung, womit er sogar gestandene Profis wie Michael Raelert (76. in 8:35:18) klar hinter sich ließ. Und zum anderen sicherte er sich in seiner Altersklasse (30 bis 34 Jahre) als DM-Dritter auch eines von drei zu vergebenen Startrechten für den absoluten Ironman-Klassiker am 13. Oktober.

„Ich bin so glücklich, dass es mit dem Startplatz für die WM in Hawaii im dritten Anlauf geklappt hat“, sagte der Medizintechnik- Doktorand und meinte rückblickend: „2016 in Kopenhagen fehlten mir zwei Plätze zum Glück, 2017 in Frankfurt sogar nur einer – und diesmal hätte ich sogar Fünfter werden können, da der vor mir ins Ziel gekommene 7TT-Sieger Benjamin Winkler aus Kiel auf seinen Hawaii-Slot verzichtet.“

Knapp 17 Jahre nach dem damals 61-jährigen Gerd Gehrke, dem vorerst letzten Vertreter von Tri-Sport Lübeck auf Hawaii, möchte Stelzner im Herbst unbedingt in die Fußstapfen treten, die Klub-Legenden wie Ehrenpräsident Heinz Galling (1987 erster Lübecker in Kailua Kona) oder der 2012 verstorbene „Eisenmann“ Leo Thiel (fünffacher Finisher bei sieben Starts bis 1994) auf der Vulkaninsel im Pazifik hinterlassen haben.

Aus finanziellen Gründen sollte das Hawaii-Abenteuer zumindest nicht scheitern. Denn der 1,78 m große und 67 kg leichte Lübecker verrät: „Da ich ja schon seit zwei Jahren dafür spare und trainiere, gibt’s schon ein finanzielles Polster. Inklusive Meldegebühren von knapp 1000 Euro rechne ich mit Flügen und zwei schönen Urlaubswochen drumherum mit 6000 Euro. Diesen Triathlon-Traum muss ich mir unbedingt erfüllen.“

oel/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!