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Sport im Norden Jonathan Persson gewinnt Turnier in Suriname
Sportbuzzer Sport im Norden Jonathan Persson gewinnt Turnier in Suriname
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20:10 23.11.2015
Paramaribo

Jonathan Persson hat auf seiner mehrmonatigen panamerikanischen Badminton-Tour seinen ersten Titel bei einem internationalen Turnier eingespielt.

Bei den „Suriname International“ in Paramaribo, einem Turnier der International Series (5000 US-Dollar Preisgeld), schied der 21-Jährige Bundesligaspieler des TSV Trittau im Einzel nach überstandener Qualifikation zwar in der ersten Hauptrunde gegen den Tschechen Jan Fröhlich aus. Im Mixeddoppel mit der Brasilianerin Ana Paula Campos aber spielte er sich bis ins Finale und siegte dort mit 21:9, 21:15 gegen Dylan Darmohoetomo/Jill Sjauw-Mook aus Suriname, die „von gut 400 Fans in der Halle extrem angefeuert wurden“, wie Persson beeindruckt feststelle.

Auch bei den Spielen zuvor sei die Stimmung außergewöhnlich gewesen — für europäische Verhältnisse: „Die haben nicht nur geklatscht, geschrien, gejubelt. Teilweise hat man auch jemand tanzen sehen, wenn ein Spieler aus Suriname einen guten Ballwechsel gespielt hat — echt verrückt“, beschrieb er seine Eindrücke den LN.

In den Spielen sei ihm seine Körperlänge (1,95 m) zugute gekommen: „Die meisten Spieler hatten scheinbar Angst, auf mich aufzuschlagen. Wahrscheinlich, weil ich für die doppelt so groß aussehe im Vergleich zu den anderen Spielern.“ So seien auch die Finalgegner nervös gewesen, „besonders wenn sie aufschlagen musste“, viele Fehlaufschläge oder Swips (Aufschläge nach hinten) führten zu direkten Punkten für Persson und Campos. Andererseits fühlten sich beide gegen einheimische Spieler mehrfach von den Schiedsrichtern benachteiligt. So bei einem „Ball entlang der Linie, der circa fünf Zentimeter drin war, aber der Schiri gab ihn aus“.

Doch das waren noch die kleineren Anpassungsschwierigkeiten. Persson: „Es war extrem warm und wohl die mit Abstand schlechteste Halle, in der ich je Badminton gespielt habe. Sie hatte keine richtigen Wände, sondern Rollo-artige Fenster, die mit Decken und Planen abgedeckt waren.“ Dadurch sei es windig gewesen, „die Bälle waren schwer zu kontrollieren“. Auf einem Court wäre er beim Einspielen fast zu Fall gekommen: Auf der Spielfeldmatte befand sich eine Pfütze, die sich als Massageöl erwies. So musste Persson „in der ersten Runde meine Vorhandecke am Netz meiden“.

Nach der Siegerehrung, einer schnellen Dusche im besten, aber dennoch gewöhnungsbedürftigen Hotel und einem Abendessen ging‘s für Persson noch in der gleichen Nacht weiter: mit dem Flieger nach Mexiko-Stadt. Dort trainiert er mit seiner Mixedpartnerin Campos, wo Mitte Dezember ein Grand Prix gespielt wird. Vorher aber geht‘s am kommenden Sonntag erst noch nach Orlando zum „USA International Challenge“.

ing

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