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Sport im Norden Jubel über Doppel-Bronze
Sportbuzzer Sport im Norden Jubel über Doppel-Bronze
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18:10 28.08.2018
Glücklich mit dem Esel in Wesel: Die Lübeckerinnen Jana Marketon (v.l.), Janina Lange und Katharina Kemp freuen sich über Mannschaftsbronze bei den Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften. Quelle: Fotos: Scheppler/boyens
Wesel

Die Rönnauer Trainer Ralph Meyer und Mike Schlabinger konnten ihr Glück nach der Auswertung aller Ergebnisse kaum fassen: „Eine Medaille, eine Medaille!“ jubelten sie, nachdem ihr Neunkampf-Trio tatsächlich auf dem Siegerpodest landete. Liam Taube, Torge Prüß und Pascal Baltz ernteten endlich die Früchte ihrer kontinuierlichen, harten Trainingsarbeit. Auch Paul Dittrich wuchs als vierter Mann teilweise über sich hinaus und wartete gleich mit fünf neuen Bestleistungen auf. Er sammelte 4228 Zähler.

Für große Überraschungen sorgten die Leichtathleten aus der LN-Region bei den Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften im traumhaften Ambiente des Weseler Auestadions: Die U16-Jungen des SC Rönnau 74 und die Frauen des MTV Lübeck gewannen jeweils Bronze in der Teamwertung. Janina Lange belegte in der U23-Wertung zudem Platz vier.

Hauptgrund für die erreichte Gesamtpunktzahl von 14301 waren 4934 Zähler von Taube, 4899 von Prüß und 4468 von Baltz durch neun persönliche Bestleistungen. Bereits beim 100-m-Sprint zeigte Liam Taube (M14/Kreisrekord mit 11,78 Sekunden) seinen unbändigen Willen und setzte auch beim Weitsprung mit längst fälligen 5,90 m Adrenalin frei – eine Verbesserung von 40 Zentimetern. Die Steigerung beim Stabhochsprung von 3,00 auf 3,40 m setzte dem Ganzen die Krone auf. Weitere Bestwerte ergaben sich beim Kugelstoßen (10,74) und im Diskusring (32,71). Mit einem beherzten abschließenden 1000-m-Lauf (3:06,82) blieb er nur knapp eine Sekunde über seiner Bestzeit. Auch mit seinen 4934 Punkten trug sich Liam in die Kreisrekordliste ein. In der Einzelwertung stieg als Fünfter aufs Podest.

Auch Pascal Baltz (M15) wartete mit fünf neuen Bestwerten auf. Neben der 100-m-Zeit (12,28) waren besonders bei den Wurfdisziplinen Kugelstoßen (9,58) und Diskuswerfen (25,23) klare Fortschritte erkennbar. Schnell wie nie zuvor beendete „Baltzi“ die zweieinhalb Stadionrunden in 3:10,98 und notierte 4468 Punkte. Ohne Bestleistungen beendete der außerhalb seiner Top-Form agierende Torge Prüß

(M15) seinen Neunkampf, kam trotzdem auf 4899 Punkte. Stolz wie Oskar stiegen die Blau-Gelben aufs DM-Podest und jubelten über ihr erreichtes Ziel.

Ebenfalls über Bronze freuten sich die MTV-Damen. Mit diversen Blessuren starteten Janina Lange (5208), Katharina Kemp (4818) und Jana Marketon (4329) in den Siebenkampf, wobei sich Coach Jens Scheppler anfänglich pessimistisch gab: „Ich kann kaum einschätzen, ob alle durchkommen.“ Aber es sollte bestens laufen: Stets in der Nähe ihrer Bestwerte blieb Janina Lange und konnte mit 25,89 Sekunden ihre 200-m-Zeit steigern. Im Hoch- (1,71) und Weitsprung (5,78) wurden wertvolle Punkte addiert, so dass am Ende mit 5208 Zählern sogar der vierte Rang in der U23-Einzelwertung heraus sprang. Siegerin wurde Celina Leffler (SSC Koblenz-Karthause) mit 6050 Zählern.

4818 Punkten summierten sich bei Katharina   Kemp. Auch sie blieb stets bei ihren persönlichen Rekordwerten. „Trotz immer stärker auftretender Wehwehchen konnten sie den abschließenden 800-m-Lauf unter 2:30 beenden“, war Scheppler sehr angetan von dieser Leistung. Lange war nach 2:27,23 Minuten „fix und fertig“, Kemp blieb mit 2:24,33 nur sechs Hundertstel über ihrer Bestzeit und Marketon biss sich in 2:29,07 freudig ob der kurz zuvor erreichten neuen Speerwurf-Bestleistung (33,45) durch. In der Summe erkämpften die drei MTV-Girls 14355 Punkte. Auf Platz 32 reihte sich Winona Hammann (U18) ein, bei der es diesmal mit 4294 Punkten nicht so rund lief.

Anlass für Landestrainer Dirk Schulz, der Janinas Einzelleistung sehr hoch bewertete und als „eine ausgezeichnete Bestätigung ihres Leistungssprungs im Frühjahr“ ansah, ein positives Fazit zu ziehen:

„Wir freuen uns alle sehr für die MTV-Mädels, die sich für ihre jahrelange Arbeit im Leistungssport belohnt haben. Sie sind wichtige Vorbilder, die zeigen, dass Leistungssport langfristig gedacht sein muss. Die Medaille zeigt erneut, dass Topleistungen in Lübeck möglich sind, insbesondere, wenn wir die besser werdenden Strukturen weiter entwickeln – Stichwort Leichtathletik-Halle . . .“ Und er merkte an: „ Alle haben noch Potenzial: Unser neues Ziel sind 15 000 Punkte im nächsten Jahr.“

Alle Ergebnisse unter www.shlv.de

Wolf-Rüdiger Boyens

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