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Sport im Norden Junge Ruderer starten WM-Vorbereitung
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22:22 26.06.2013
Erstes Boot im Ziel: Der U17-Doppelvierer mit Frieda Hämmerling, Annemieke Schanze, Katharina Börms, Anne Tjorven Büßen und Steuerfrau Larina Hillemann. Quelle: Foto: Sportinternat Ratzeburg
Lübeck

Die Ratzeburger Sportinternatlerinnen Calina Schanze und Sarah Winkelmann waren über die verpassten Goldmedaillen bei den Deutschen Meisterschaften in Köln-Fühlingen (wir berichteten) nur kurz enttäuscht. „Als wir dann doch nominiert wurden, war der Ärger ganz schnell verflogen. Im ersten U19-Jahr schon zur WM zu fahren, hat unsere anfänglichen Erwartungen übertroffen, wir freuen uns sehr“, strahlte das „doppelte Silber-Duo“ vom Ratzeburger RC und dem WSV Belau nach zwei zweiten Plätzen im Vierer ohne sowie im Achter über die gewonnenen Tickets zur WM in Trakai.

Für internationale Aufgaben empfahl sich auch Max Appel. Während er sich im U19-Doppelzweier mit DM-Silber zufrieden gab, peitschte er als Schlagmann seinen Doppelvierer mit einem furiosen Endspurt zum Überraschungsgold gegen vermeintlich stärkere Gegner. „So ein Rennen kann man nicht oft fahren, wir waren aber einfach hungrig auf Gold und haben alles riskiert — und es hat sich gelohnt“, freute sich der RRC-Youngster über die Berufung ins Nationalteam.

Vierer-Steuerfrau Larina Hillemann ist die vierte Sportinternatlerin in Trakai. „Es war wackelig, denn eigentlich fährt die Steuerfrau des Meisterachters“, berichtet Trainer Marc Swienty. Nach dem Gespräch mit der Bundestrainerin war der Geesthachterin der WM- Startplatz aber sicher: „Ausschlaggebend war die gute Qualität der Arbeit im Boot. Die Bundestrainerin hat abgewogen und sich trotz Silber im Achter für Larina entschieden.“

Erfolgreichste DM-Ruderinnen aus dem LN-Gebiet waren mit zwei gewonnenen Titeln Annemieke Schanze und Frieda Hämmerling. Sowohl im U17-Doppelzweier, den sie im Ruderinternat vorbereitet haben, als auch im Doppelvierer, einem Landesauswahl-Boot mit Katharina Börms (Lübecker FRK), Anne Tjorven Büßen (Flensburg) und Steuerfrau Hillemann dominierten sie alle Rennen deutlich und bilanzierten anschließend: „Es lief perfekt. Wir waren super motiviert und topfit, so dass wir alle Vorentscheidungen und die Finals kontrollieren konnten. Ein tolles Gefühl, zweimal ganz oben auf dem Podest stehen zu dürfen.“ „Annemieke und Frieda bilden das beste Boot, das ich seit 1994 trainiert habe“, lobte Swienty. Ziel des Duos ist die Heim-WM der U19-Juniorinnen im kommenden Jahr in Hamburg, wo auch die 16-jährige Doppelvierer- Meisterin Katharina Börms die Lübecker Farben vertreten möchte.

Zur Freude von RRC-Trainer Sebastian Schulz wurde Jonas Weller Deutscher Meister im leichten U19-Doppelzweier, der indes nicht auf dem WM-Programm steht.

Für die U23-Asse beginnt bereits ab Montag in Ratzeburg die Vorbereitung auf die WM in Linz, wo Anne Marie Kroll (RRC) und Lynn Jessen (Lübecker RG) als nationale Gold- und Silbermedaillengewinner im Doppelvierer, Arne Schwiethal (RRC) und Steuermann Christoph Dühring (LRG) als Kölner Achter-Vizemeister sowie nicht zuletzt Finn Schröder (Lübecker RK) als frischgekürter DM-Vizemeister im Zweier ohne Steuermann für Deutschland starten wollen.

Kurioserweise war der 19-jährige Lübecker Blondschopf als Achter-Vizeweltmeister 2012 erst in allerletzter Minute wieder ins DRV- Aufgebot berufen worden, da er wegen seines Wirtschaftspsychologie-Studiums in Seattle nicht an den Tests und WM-Qualifikationsregatten im Frühjahr teilnehmen konnte und sein Zweierpartner Bodo Schacher zudem an einer Knieverletzung laborierte.

Doch dank intensiven Trainings an der University of Washington, mit deren Achter Schröder die US- Hochschulmeisterschaft und den Titel als beste „Pazifische Uni“erruderte, war der 1,98-m-Hüne fit genug, zehn Tage vor seinem 20. Geburtstag — vorerst noch als Ersatzmann — auf den WM-Zug nach Österreich aufzuspringen.

Rudern auf Weltniveau
Auf internationaler Ebene geht es auch für die besten deutschen Ruder- Talente in diesem Sommer in Österreich und Litauen um die kostbarsten Medaillen und Titel des Jahres:


Die U23-WM wird vom 24. bis 28. Juli in Linz-Ottensheim ausgetragen. Die dort Anfang Juni über die Ufer getretene Donau hat sich zwar längst wieder zurückgezogen. Aber um die 267 000 Kubikmeter Schlamm abzutragen, die sich in der Regattastrecke abgelagert hatten, sind 500 000 Euro teure Bagger- und Sanierungsarbeiten in Gange.


Die U19-WM geht vom 7. bis 11. August in Trakai/Litauen über die Bühne, wo im Vorjahr die U23 auf dem Galve- See ihre Titelgewinner ermittelte. oel

sta/oel

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