Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Sport im Norden Kenia ist das große Ziel
Sportbuzzer Sport im Norden Kenia ist das große Ziel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:23 01.03.2017

Eine Woche nach den nationalen Meisterschaften der Männer und Frauen ging es im Glaspalast von Sindelfingen um die DM-Medaillen der U20-Jugend. Das einzige Edelmetall für den SHLV holte Pia Kock (Kaltenkirchener TS) mit Gold im Stabhochsprung dank 4,02 Meter. Die Teilnehmer aus der LN-Region sorgten für Licht und Schatten. Während sich Niklas Sagawe (Polizei SV Eutin), noch dem U18-Jahrgang angehörend, im Hochsprung auf 2,03 Meter steigerte und Fünfter wurde, blieb Jonas Langbehn vom Bosauer SV, U18-EM-Teilnehmer des Vorjahres im Stabhochsprung ohne gültigen Versuch. Die Staffel der SG Track&Field Team SH mit Marlon Vieth (Ratzeburger SV) wurde wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert.

Hat sich nach Wochen des vorsichtigen Aufbautrainings für den Sommer wieder große Sprünge vorgenommen: John Schlegl (Ahrensburger TSV). Quelle: Foto: Wb

Einer, der im Stuttgarter Vorort nur zu gern an den Start gegangen wäre und Schleswig-Holsteins Bilanz vermutlich aufpoliert hätte, ist Jon Schlegl. Doch den talentierten Ahrensburger Weitspringer und Mehrkämpfer hatte eine Verletzung ausgebremst. Bei den U18- Landesmeisterschaften in Hamburg zog sich der Gymnasiast Mitte Januar einen doppelten Bäderriss im Absprungfuß zu. Jetzt hat der 17-Jährige die größte Leidenszeit hinter sich, der Schützling von Heiner Bock und Björn Sommerfeld hat sie mit alternativem Training wie Aquajogging und Rumpfkräftigung in den letzten Wochen überbrückt. „John kann im Moment schon wieder fünf Trainingseinheiten absolvieren, wir belasten sein rechtes Fußgelenk aber sehr schonend, um keine weitere Verletzung zu riskieren“, erzählt Bock.

„Ich kann schon wieder leichte Sprünge mit schwacher Intensität absolvieren, lediglich beim Durchstrecken in den Zehenstand habe ich noch leichte Schmerzen“, bestätigt Schlegl und blickt optimistisch in die nahe Zukunft: „Ein großes Ziel habe ich mir für 2017 gesetzt: Im Juli will ich unbedingt zur U18-WM nach Kenia.“

Doch bis Nairobi ist es noch ein weiter Weg. Bis dahin stehen für Stormarns Sportler des Jahres 2016 noch etliche Trainingseinheiten, Kaderlehrgänge und ein Trainingslager auf dem Programm. „In der zweiten Aprilwoche will ich mit ihm nach Portugal, um in wärmeren Gegenden die Grundlage für die richtige Form für den Sommer zu finden“, so Trainer Sommerfeld. Doch für Kenia muss der letztjährige deutsche U18-Vizemeister 7,25 Meter in einem Normwettkampf springen.

„Das kann er schaffen“, glaubt auch Nachwuchs-Bundestrainerin Elke Bartschat (Münster), die den Ahrensburger zuletzt beim Kaderlehrgang im Dezember in Frankfurt am Main beobachtete. Der Fahrplan für die WM ist klar: Ab Mai finden einige Normwettkämpfe statt und im Juni die U18-Nachwuchsgala in Schweinfurt. Dort fällt die endgültige Entscheidung, wer aus den Jahrgängen 2000 und 2001 den Sprung zur WM schafft. Wer die Norm hat und sich in Schweinfurt unter den besten zwei deutschen Weitspringern platziert, hat die Fahrkarte sicher. Da heißt es nur: Daumen drücken, dass die Vorbereitung gut läuft, dann kann der Kreisleichtathletikverband Stormarn vielleicht einen WM-Teilnehmer präsentieren.

Die letzten Titelkämpfe unterm Hallendach

An mehreren Fronten kämpfen die Leichtathleten der LN-Region am kommenden Wochenende um Meisterehren. Traditionell ist Erfurt Austragungsort der Senioren-DM in der Halle. Unter den Titelkandidaten sind die Phönixer Zbigniew Sikorski (M35), Ralf Mordhorst und Marlo Burych (beide M40). Dr. Wilhelm Kraatz (TSV Bargteheide/M70) hofft ebenso auf eine Medaille wie die 4x200 Meter Staffel der StG Ostsee in der M40, in der Sprinter Michael Erfmann (TSV Heiligenhafen) laufen wird. Bei den Seniorinnen ist Katja Berend (SV Großhansdorf/ W55) hohe Favoritin im Sprint, nachdem sie im Februar eine neue deutsche Bestleistung über 60 Meter aufgestellt. Klubkameradin Beate Kuhlwein (W40) schielt ebenfalls aufs Podest. Anschließend steht nur noch die Hallen-WM vom 19. bis 25. März in Daegu/Südkorea an.

Die letzten Hallentitel auf Landesebene werden am Sonntag ab 11 Uhr in Bad Malente vergeben. Rund 110 Jugendliche der Jahrgänge 14 und 15 Jahre kämpften im Blockwettkampf in der Halle des Sport-und Bildungszentrums um Meisterehren. Zu den Medaillenkandidaten zählen u.a. Lena Dittler und Tim Rummelhagen (beide LG Reinbek/Ohe).

Michael Ahnfeldt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die C-Jugend- Handballerinnen des TSV Bargteheide müssen weiter auf ihren ersten Sieg in der SH-Liga warten.

01.03.2017

Eichedes U19 am Sonntag bei Futsal-NDM.

01.03.2017

Der Tennis-Nachwuchs aus dem Kreis Stormarn hat bei den Verbandsmeisterschaften in den Altersklassen U14 und U16 in Kiel mächtig abgeräumt: Mit Noma Noha Akugue ...

01.03.2017
Anzeige