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Sport im Norden Krise beim FC Schönberg spitzt sich weiter zu
Sportbuzzer Sport im Norden Krise beim FC Schönberg spitzt sich weiter zu
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18:21 04.11.2013

Oberliga-Aufsteiger FC Schönberg steht aus sportlicher Sicht das Wasser spätestens seit Sonntag Nachmittag bis zum Hals. Die 1:3-Niederlage im heimischen Palmberg-Stadion gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten FSV 03 Luckenwalde ließ den Kontakt zum rettenden viertletzten Platz vorerst komplett abreißen. Nach elf Spieltagen warten die Maurinekicker weiter nach wie vor auf den ersten Sieg und haben nun bereits sechs Punkte Rückstand zum rettenden Ufer.

„Der Sieg war nicht unverdient, auch wenn uns die Schönberger in den letzten 20 Minuten in Schwierigkeiten gebracht haben“, konstatierte Ingo Nachtigall, der Gästetrainer, nach dem Spiel und machte seinem Gegenüber Axel Giere Mut. „Die Saison ist noch lang. Da kann noch viel passieren“, sagte Nachtigall, der mit seiner Mannschaft bereits am Sonnabend nach Schönberg angereist war und in der Pension Paetow übernachtet hatte.

Der Schönberger Trainer zeigte sich einen Tag vor seinem gestrigen 46. Geburtstag maßlos enttäuscht. „Wir waren einfach nicht zwingend genug. Und gegen die individuellen Fehler bist du als Trainer einfach hilf- und machtlos“, so Giere weiter. Die Angst, auch dieses Spiel ebenfalls nicht erfolgreich zu absolvieren, spielte bei den Gastgebern von der ersten Minute an mit. Eine gewisse Unsicherheit war zu jeder Zeit in den Reihen der Schönberger spürbar.

Luckenwalde hingegen erspielte sich zwar ebenfalls nicht viele Torchancen, doch unter Mithilfe von FC 95-Keeper Denis Klassen gingen sie mit 1:0 in Führung. Nach einem langen Einwurf in den Strafraum hörten alle im Stadion das Kommando „Leo“ vom Torhüter. Doch er kam nicht an den Ball, so dass der hinter ihm freistehende Florian Schmidt keine Mühe hatte, den Ball zu versenken (38.). Wieder lagen die Grün-Weißen zurück und wieder musste Trainer Giere in der Halbzeitpause eher mentale Motivation anwenden, um die Kicker wieder aufzurichten. Die wollten in der zweiten Hälfte aufdrehen und brachten Kristof Rönnau für Tim Vogel, doch wieder stand es um Keeper Klassen nicht gut, als er einen Schuss des FSV-ler Dowall aus gut 30 Metern zum 0:2 passieren lassen musste, da er in der völlig verkehrten Ecke stand. Dieses 0:2 (55.) förderte beim FC 95 den Spielfluss nicht unbedingt. Die Gastgeber versuchten nochmal alles und machten hinten auf.

Während der FSV immer wieder schnelle Konter startete, liefen sich die Grün-Weißen in der dicht und gut gestaffelten Luckenwalder Abwehr fest. In der 70. Minute dann die erste Torchance der Hausherren, doch ein Kopfball von Bastian Henning landet über dem Kasten. Zwei Minuten später hat Benjamin Dowall den endgültige K.o. für die Schönberger auf dem Fuß. Nach einem Fehler von Hannes Köhn läuft er allein auf Klassen zu, zieht den Ball aber am Tor vorbei. In der 77. Minute die bis dahin beste Möglichkeit den Neulings. Die Latte verhindert nach einem Henning-Kopfball den möglichen Anschlusstreffer. Zehn Minuten vor dem Abpfiff des gut amtierenden Magdeburger Schiedsrichtergespanns war es dann für den FC 95 aber geschehen. Tom Körner rutschte am Ball vorbei, Silva Magalhaes machte sich auf den Weg Richtung Tor und ließ Klassen keine Abwehrchance.

Nur eine Minute nach dem dritten Gegentor wurden die Bemühungen der Schönberger dann doch noch belohnt. Nach einem der schönsten Spielzüge über Marcus Steinwarth und Bastian Henning erzielte Rönnau goldrichtig das 1:3. Das kam allerdings zu spät. Denn Luckenwaldes Filatow parierte in der Schlussphase noch zwei Mal glänzend und so blieb es beim 1:3.

Aufmerksamer Beobachter der Partie war unter anderem Sven Lange, der Trainer des Malchower SV. Am kommenden Sonnabend gastiert der FC Schönberg zum Kellerduell beim Tabellenletzten. Anstoß in Malchow ist aber erst um 15 Uhr.

LN

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