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Sport im Norden Lea Friedrich will ganz oben aufs Olympia-Treppchen
Sportbuzzer Sport im Norden Lea Friedrich will ganz oben aufs Olympia-Treppchen
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18:10 26.09.2018
Dassow

Lea-Sophie Friedrich hat im August vier Mal Gold bei den Junioren-Weltmeisterschaften in der Schweiz gewonnen. Seit einem Jahr absolviert die Dassowerin eine Ausbildung bei der Bundespolizei. Im Interview spricht die 18-Jährige über ihre Titel, ihre Ziele im Profibereich und über die Bedingungen für Bahnradsportler in Mecklenburg-Vorpommern.

Lea-Sophie, Sie haben vier Mal Gold bei der Junioren-WM in der Schweiz gewonnen. Wo sind die Medaillen?

Lea-Sophie Friedrich: Bei mir zu Hause an der Wand.

Welche Medaille ist für Sie am wertvollsten?

Sie haben alle eine besondere Bedeutung für mich, weil ich sie alle hart erarbeiten musste.

Was war Ihr einprägsamstes Erlebnis bei der WM in der Schweiz?

Der Moment, als ich das letzte Mal ins Ziel gekommen bin und wusste, dass ich in die Geschichte eingegangen bin mit meinen vier Medaillen.

Was bedeuten Ihnen die vier Goldmedaillen und der Weltrekord über 500 Meter?

Harte Arbeit und purer Stolz. Ich bin noch immer überwältigt und sehr stolz, den Weltrekord aufgestellt zu haben.

Haben Sie ein Erfolgsrezept?

Ich lebe für diesen Sport und würde dafür alles tun. Und dazu gehört auch mentales Training. Ich gehe an jeden Wettkampf mit voller Konzentration ran. Das sollte jeder Sportler können, der ganz nach vorne möchte.

Wer hat den größten Anteil an Ihren Erfolgen?

Einen großen Anteil an meinem Erfolg hat mein Heimattrainer Herr Grimm, der mich immer wieder aufs Neue gut auspowert und motiviert.

Seit Anfang des Jahres werden Sie von Ronald Grimm trainiert. Was hat sich seitdem verändert?

Er hat natürlich als Trainer einen sehr großen Einfluss auf mich. Letztendlich muss ich aber selber das Training gut bewältigen können, um erfolgreich zu sein. Das Training ist ausschlaggebend dafür, dass ich mich gut entwickle. Deshalb ist es sehr wichtig, dass mein Trainer mir einen optimalen Trainingsplan schickt. Insofern ist Herr Grimm sehr wichtig für meine Entwicklung.

Wie bewerten Sie das Trainingsniveau und die Konkurrenz in Schwerin?

Ich trainiere nur mit Jungs, die natürlich auch sehr ehrgeizig sind und auch schon erfolgreich waren, wie zum Beispiel Carl Hinze (Anm. d. Red.: zweifacher Vizeweltmeister in der U19/2017). Daher denke ich schon, dass ich auch für die Zukunft gute Trainingspartner habe.

Wie gut sind die Bedingungen für Radsportler in Mecklenburg-Vorpommern?

Die Bedingungen sind nicht gerade gut für uns Radsportler. Schwerin ist ein Olympiastützpunkt für Radsport, und da erwartet man schon, dass für uns gute Bedingungen geschaffen werden. Wir wünschen uns schon seit Jahren eine Radrennbahn, die auch dringend benötigt wird, weil wir auf Dauer nicht immer nach Rostock zum Bahntraining fahren können.

Sie fahren inzwischen bei den Profis. Wie bewerten Sie Ihr Niveau im Vergleich zu anderen Profifahrerinnen?

Für mein Alter schlage ich mich sehr gut! Allerdings sind Miriam Welte und Kristina Vogel leistungsmäßig noch ein Stückchen vor mir.

Wer ist Ihr Vorbild?

Kristina Vogel, weil sie eine Person ist, die unfassbar ehrgeizig ist und immer klare Ziele hat und darauf auch immer hart und erfolgreich hingearbeitet hat.

Wie wohl fühlen Sie sich in der Landeshauptstadt Schwerin und wie wichtig ist es, dass Ihre Heimatstadt Dassow und Ihre Familie nicht ganz so weit weg sind?

Ich fühle mich in Schwerin sehr wohl – außer dass die Trainingsbedingungen noch verbessert werden könnten. Ich bin ein Familienmensch, und von daher freue ich mich sehr, dass meine Familie nicht allzu weit weg ist.

Jan Ullrich ist Deutschlands bekanntester Radsportler. Inwieweit berührt Sie sein Schicksal und inwieweit ist das Thema unter den Radsportlern?

Es passieren immer wieder tragische Dinge im Leben, jedoch muss man nach vorne schauen. In der Radsportwelt wird viel darüber gesprochen.

Wie lauten Ihre kurzfristigen und wie die langfristigen Zeile?

Ich bin ja jetzt in der Altersklasse der Frauen und habe mir vorgenommen, hier erst einmal Fuß zu fassen und bei den Weltcups gut abzuschneiden. Langfristig trainiere ich darauf hin, bei Olympia 2020 in Tokio mitzufahren.

Wo sehen Sie sich in zwei Jahren?

Ich hoffe, ganz weit oben – und das bei Olympia.

Interview: Steffen Oldörp

LN

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