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Sport im Norden Leichtathleten hoch hinaus und weit nach vorn bei Titelkämpfen
Sportbuzzer Sport im Norden Leichtathleten hoch hinaus und weit nach vorn bei Titelkämpfen
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20:15 25.01.2016

Der Titel „Landesmeister“ ist bei den Leichtathleten aus Schleswig-Holstein und Hamburg noch immer sehr begehrt. Rund 550 Aktive aus beiden Leichtathletik-Verbänden kämpften am Wochenende im Hamburger Glaspalast bei den Männer, Frauen und U18 um Medaillen — und Titel. Einige der vielseitigen Athleten nutzten die Meisterschaften zudem, um eine Woche vor den Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften an gleicher Stelle nochmals ihren Leistungsstand unter Wettkampfbedingungen zu überprüfen.

Aus Stormarner Sicht fanden die spannendsten Duelle bei den U18-Wettkämpfen statt. Dabei liefern sich derzeit U16-Mehrkämpfer John Schlegl vom Ahrensburger TSV und Aaron Köhler (Bramstedter TS) immer wieder anspruchsvolle vergleiche mit unterschiedlichem Ausgang. „Im Weitsprung passte endlich mal wieder der Anlauf“, freute sich Schlegls Trainer Björn Sommerfeld, selbst ein erfahrener Mehrkämpfer.

Waas dazu führte, dass sein Schüler auf gute 6,67m segelte und den Bramstedter (6,41 m) damit deutlich auf den Silberrang verwies. Als Dritter stieg der Reinbeker Bennet Vinken auf das Podest.

Ebenfalls als 2000er-Jahrgang im ersten Jahr B-Jugendlicher, jubelte der Athlet aus den Reihen des LG Reinbek/Ohe über 6,20 m, mit denen er den HSV-Hamburger Anis Mokaddem (6,17 m) auf Platz vier verwies.

Jener Mokaddem hatte in den Vorläufen über 60 Meter in 7,34 Sekunden die beste Laufzeit auf die Bahn gebracht. Aber wohl nur, weil sich die Dauer-Duellanten Schlegl und Köhler noch zurückgehalten hatten. Denn in den Endläufen waren beide wieder vorn, diesmal musste sich Schlegl in 7,31 Sekunden mit elf Hunderstelsekunden Rückstand geschlagen geben, und auch über die gleichlange Hürdenstrecke hatte Köhler die Nase vorn. Er siegte in 8,48 vor Schlegl (8,64). Was Coach Sommerfeld mit den Worten kommentierte: „Das ist okay, Aaron ist derzeit halt einen Tick schneller.“

Höhenluft schnupperte aber auch das Reinbeker Sprungtalent Vinken. Schon im Vorjahr duellierte sich der Luisen-Gymnasiast mit dem Eutiner Niklas Sagawe im Hamburger Jahnstadion (beide 1,90 m).

Diesmal ging es bei den besten SHLV-Jumpern mit 1,93 m noch höher hinaus. Wegen der Mehrversuchsregel lag der Vorteil diesmal bei dem Ostholsteiner, Vinken hatte sich bereits bei drei vorherigen Höhen jeweils einen Fehlversuch geleistet, während Sagawe bis zur Siegerhöhe glatt durchging.

Silber und Bronze verbuchten zwei Kugelstoßerinnen des VfL Oldesloe. Neuzugang Laura Westermann (die zuvor für den HSV gestartet war) unterlag der Kielerin Jennifer Zornig mit zwei Zentimetern, freute sich aber über 12,20 m und das erste Silber für den neuen Verein. Dritte wurde Vereinskameradin Jennifer Fentroß mit guten 11,63 m. Leonie de Graaf, die vor Wochenfrist bei den U20-Meisterschaften an gleicher Stelle mit einer Bestleistung von 11,64 m Gold geholt und damit ein gelungenes Comeback nach langer Verletzungspause gefeiert hatte, musste ihren Start in der Frauenklasse jedoch absagen. Diesmal allerdings nicht wegen der Achillesferse, die sie zu einer längeren Pause gezwungen hatte, sondern weil sie vom Basketballspielen eine Fingerverletzung davongetragen hatte.

Einen abschließenden Test für das kommende Mehrkampf-DM- Wochenende vollzog Sabrina Schröder (VfL). Die amtierende Deutsche Schülermeisterin im Blockwettkampf Wurf zeigte sich dabei nicht sonderlich zufrieden. Lediglich die 5,22 m, die zu Platz 6 im Weitsprung reichten, seien „soweit okay“ gewesen. Die übersprungenen 1,55 m im Hochsprung (Platz 6) und 11,70 m mit der Kugel (Platz4) stimmten sie missmutig. Die 4×200m-Staffel der Frauen des SV Großhansdorf sprintete als spontanes Mixed-Team mit 27 Jahren Altersunterschied in der Besetzung Beate Kuhlwein, Nora-Kristin Kelter, Melina Hamann und Antonia Keßeböhmer) in einer Gesamtzeit von 1:53,68 Minuten auf einen erstaunlichen 5. Platz. Es siegte die Staffel der Startgemeinschaft Lübeck mit den MTV-Läuferinnen um die 18-jährige Ex-Reinfelderin Pauline Arndt in 1:45,18.

Aus dem abschließenden 3000-m-Lauf ging Rike Kubilius vom TSV Bargteheide in 10:59,57 Min. als Fünfte hervor.

• Alle Ergebnisse unter www.shlv.de

bo/ing

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