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Sport im Norden Lübeck ade: Ergo-Cup zieht nach Rendsburg um
Sportbuzzer Sport im Norden Lübeck ade: Ergo-Cup zieht nach Rendsburg um
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17:27 09.01.2019
Es war einmal im Schuppen 6: Nach 16 Jahren zieht der Ergometer-Cup der norddeutschen Rudersportler von der Lübecker Untertrave in die Rendsburger Nordmarkhalle um. Quelle: Felix König
Rendsburg/Lübeck

Nordmarkhalle am Willy-Brandt-Platz in Rendsburg statt Schuppen 6 in Lübeck: Mit diesem Kon­trastprogramm muss sich Norddeutschlands Ruderszene am Samstag arrangieren. Denn der traditionell am zweiten Januar-Wochenende ausgeschriebene Ergometer-Indoor-Cup ist nach 16 Jahren von der Untertrave an den Nord-Ostsee-Kanal umgezogen.

Lötsch: „Schweren Herzens in andere Hände gegeben“

Als (ehemaliger) Orga-Chef in Diensten der Lübecker Ruder-Gesellschaft (LRG) klärt Björn Lötsch auf: „Wir hatten uns in Absprache mit dem Landesverband schweren Herzens entschieden, den Ergo-Cup in andere Hände zu geben, da es uns von Jahr zu Jahr immer schwerer gefallen ist, ausreichend ehrenamtliche Helfer zu finden. Denn 20 bis 30 Leute brauchte man zuletzt für so eine Großveranstaltung mit bis zu 600 Teilnehmern aus allen Altersklassen und aus ganz Nord-Ost-Deutschland schon . . .“

Manpower für Regatta auf der Wakenitz bündeln

Lötsch  & Co. wollen „die vorhandene Manpower in Lübeck lieber für unsere Traditionsregatta Ende April auf der Wakenitz bündeln“. Der 47-jährige, der als hauptamtlicher Landestrainer zuletzt wegen des vakanten Chefcoach-Postens auch am Ratzeburger Bundesstützpunkt verstärkt gefordert war, betont: „Ich freue mich jedenfalls, dass der Rendsburger RV und die erfahrene Crew des alljährlichen Kanal-Cups unsere Veranstaltung übernommen haben und weiterführen wollen, auch wenn die geografische Lage für die Teilnehmer aus Mecklenburg-Vorpommern natürlich nicht so günstig ist.“

Ruderverband freut sich auf Rendsburg

Im Namen des Ruderverbandes Schleswig-Holstein (RVSH), der die 19. Nord-Titelkür (zugleich 16. Landesmeisterschaften) im Indoor-Rowing am Samstag ab 8  Uhr in Kooperation mit dem gastgebenden RRV und der Deutschen Ruder-Marketing GmbH veranstaltet, sagt Kim Koltermann: „Wir sind froh, mit Rendsburg eine traditionsreiche Ruderstadt als neuen Austragungsort für den bei fast allen Rudersportlern beliebten Ergo-Cup gefunden zu haben, den Björn Lötsch mit seinem LRG-Team über all die Jahre zu einem echten Event gemacht hat. Somit dürfte die Kontinuität gewährleistet sein.“

330 Starter und Weltklasse in der Nordmarkhalle

Der RVSH-Sprecher rechnet bei der Premiere in der Nordmarkhalle mit 330 Teilnehmern und freut sich beim Wettstreit über die imaginären Distanzen von 350 m (Achtersprint) bis zur klassischen 2000-m-Strecke besonders aufs Duell von Lars Hartig (Friedrichstädter RG) mit seinem Doppelzweier-Partner Timo Piontek (Koblenzer RC). Die beiden Skuller trumpften 2018 als Weltcup-Gesamtsieger und WM-Fünfte auf und wollen sich nun in Rendsburg zum Start ins neue Ruderjahr bootlos und solo bei den Männern genauso voll ins Zeug legen wie der Rostocker Stephan Krüger.

Titelverteidiger im Männer-Rennen: Christian von Warburg (Lübecker RG). Sein Start in Rendsburg steht allerdings noch auf der Kippe, da er aktuell mit dem deutschen Männer-Doppelvierer in Ratzeburg trainiert. Quelle: Agentur 54°

Der Start von Titelverteidiger Christian von Warburg ist noch fraglich, da sich das LRG-Ass gerade in Ratzeburg unter Bundestrainer Marcus Schwarzrock im deutschen Doppelvierer auf internationale Einsätze vorbereitet.

Junge Asse aus der LN-Region

Aus der LN-Region starten vor allem die U19-Asse Svea Pichner (Lübecker FRG), die Ratzeburger Internatlerin Judith Guhse (Rendsburger RV) und Robin Hamann (Segeberger RC) mit ebenso berechtigten Titelambitionen wie etwa Johannes Langhans (Ratzeburger RC) bei den leichten B-Junioren oder Katharina Stamer und deren neue LRG-Kollegin Hanna Winter bei den Frauen.

Heiße Titelanwärterin bei den A-Juniorinnen: Svea Pichner von der Lübecker Frauen-Ruder-Gesellschaft. Quelle: Agentur 54°

Markus Last hat richtig Lust auf Ratzeburg

Markus Last (42) wird neuer Ruder-Trainer des Olympia-Stützpunkts Hamburg-Schleswig-Holstein und tritt zum 1. Februar die Nachfolge von Marc Swienty am Ratzeburger Ruderinternat an.

„Ich wollte nicht zuletzt nach der Geburt meiner Tochter Amelie Luise vor acht Monaten gerne wieder zurück in den Norden“, sagt der Hamburger, der seit 2017 am Leistungsstützpunkt in Dortmund arbeitet, und dessen Frau noch in Hamburg wohnt. Last kennt Ratzeburg gut, bereitete zuletzt im Sommer auf dem Küchensee den U23-Vierer auf die Weltmeisterschaften vor. In Ratzeburg hat er ab Februar mit Judith Guhse zurzeit nur eine Vollzeit-Internatlerin auf ihrem Weg zur U19-Weltmeisterschaft in Japan zu betreuen. „Ziel ist, dass wir spätestens ab dem Sommer das Internat wieder gefüllt haben und erneut Talente an die nationale und internationale Spiele heranführen“, freut sich Last auf seine neue Aufgabe in Ratzeburg.

Andreas Oelker

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