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Sport im Norden Marathon durchs Holstentor mit Marzipan
Sportbuzzer Sport im Norden Marathon durchs Holstentor mit Marzipan
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23:14 28.03.2018
Die neuen Covermodels und „Mr. Marathon“: Marcel Bartsch, Jannika Lüdtke und Klaus Ziele (v.l.) präsentieren den neuen Flyer. Quelle: Foto: Felix König
Lübeck

Atlantic-Hotel, siebte Etage. Hoch oben über Lübecks Dächer drehten die Macher des Stadtwerke Lübeck Marathons ihre erste 2018-Runde. Noch sind es 28 Wochen bis zur 11. Auflage, die Anmeldungen mit 283 Teilnehmern übersichtlich. Doch was „Mr. Marathon“, Klaus Ziele, & Co. in einem Podiumsgespräch erzählten, macht Lust auf den 14. Oktober.

Da ist das Cover-Duo: Jannika Lüdtke (18) und Marcel Bartsch (19) aus Travemünde, die im Vorjahr den Halbmarathon liefen. „Sie sind unser neues Gesicht. Mit ihnen wollen wir auch beim Hamburg-Marathon werben“, sagt Mitorganisator Roman Klawun (Agentur ProEvent).

Da ist Kerstin Haberkorn, Lübecks „Mrs. Halbmarathon“ (fünf Siege). Sie verriet, dass sie bei ihrem elften Start „endlich mal den Marathon laufen will“. Es wäre nach Berlin und Hamburg ihr dritter. Dafür läuft die Meteorologin, die in Hamburg derzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Klimaforschungsinstitut arbeitet, täglich, am Wochenende sogar 30 Kilometer. Die 41-Jährige hat Respekt: „Die Strecke ist anspruchsvoll.“

Da ist der Hauptsponsor. Stadtwerke-Chef Jürgen Schäffner verlängerte den Vertrag gerade bis 2020 und sieht noch „viel Potenzial“. Er wünscht sich mehr Zuschauer an der Strecke, packt auch ein heißes Eisen an: „City-Lauf und Marathon müssten unter einem Dach verknüpft werden.“

Da ist die Stadt. Bereichsleiter Friedrich Thorn, Initiator des Marathons, erklärte, weiterhin voll mitzuziehen. Mehr noch: Mit dem Lauf durch das Holstentor brachte er sogar eine außergewöhnliche Idee aufs Tableau. Und: Er will seinen Kieler Kollegen kontaktieren: „Kiel begeistert für die Läufe Tausende von Schüler. Wir kommen in dem Punkt einfach nicht weiter. Ein Ideenaustausch könnte da sicher helfen.“

Und da ist die Vision der Macher. Nach dem Finisherrekord im Vorjahr (4337 Läufer; sechs Strecken), hofft Ziele auf 5000 Starter. Drei neue Strecken – zwei Staffeln (2x 21,1 km; 4x10,5 km) sowie 10-km- Walking – sollen dabei helfen. „Wir wollen damit auch Travemünde beleben“, sagt Ziele. Klawun peilt langfristig sogar die „7777 Finisher an, das passt zu Lübecks sieben Türmen. Das sollte unser neues Leitbild werden.“ Mit der Zahl wäre Lübeck unter den Top 15 in Deutschland.

Ziele und Klawun geben indes „eingekauften Stars“ keine Chance: „Dafür geben wir kein Geld aus. Uns helfen 100 zufriedene Läufer aus Süddeutschland mehr als ein Star“, erklärt Klawun, der zudem viele Ideen in einer Kreativwerkstatt einsammelte. Die Palette reichte da von besonderen Finisher-Medaillen, Aufrufen für die coolsten Stimmungsmacher über ein Erlebnis-Wochenende „Lübeck genießen“ bis hin zu einem Verpflegungsstand mit Marzipan. Klawun: „In Frankreich gibt es beim Medoc-Marathon Rotwein, warum bei uns nicht Marzipan? Das werden wir schon dieses Jahr angehen.“

jek

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