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Sport im Norden Millionen für Top-Sportstätten
Sportbuzzer Sport im Norden Millionen für Top-Sportstätten
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23:20 08.03.2018
1 Million Euro will das Land in den Ausbau der Hansehalle investieren. Im Handball-Fördertopf liegen vier Millionen Euro. Flensburg erhält für den Ausbau der Flens-Arena drei Millionen Euro. Quelle: Foto: Schaffrath/54°
Lübeck

Hansehalle

Die Jamaika-Koalition in Kiel hat für „besondere Sportstätten“ einen 15-Millionen-Euro-Fördertopf aufgelegt. Sieben Millionen haben die Zweitliga-Kicker von Holstein Kiel bereits. Kommunen und Vereine der LN-Region beantragten mehr als sechs Millionen Euro. Das ist der Stand der Dinge:

Lübecks Handball-Wohnzimmer soll für 2,035 Millionen Euro (netto) für den geplanten Erstliga-Aufstieg des VfL Lübeck-Schwartau ein Facelifting erhalten. Die Stadt (Eigner) hat dies so beantragt. Da die Netto-Förderquote vom Land maximal 67 Prozent beträgt (1,363 Millionen Euro), muss die Stadt rund 407000 Euro und der VfL den Rest (265000 Euro) aufbringen. „Einen Bescheid haben wir noch nicht. Den gibt es erst in der Leistungsphase drei, bei detaillierten Kosten, einem Architekten und so weiter. Doch so weit sind wir noch nicht“, erklärte Frank Schröder, Sachgebietsleiter Sport. Die Stadt habe aber vom Land die Zusage, „dass man uns bei dem Projekt eine Million Euro in Aussicht stellen will“. Heißt: Da vier Millionen Euro im Handball-Topf (Kiel ist außen vor) liegen, gehen drei Millionen Euro nach Flensburg. Und: Lübeck fehlen 363000 Euro für das Projekt. Schröder: „Wir wollen an der Komplettmaßnahme festhalten, prüfen deshalb andere Finanzierungsmöglichkeiten.“ Es geht um eine neue Beleuchtung, einen austauschbaren Hallenboden, Arbeits- und Lagerräume, aber vor allem um einen zweigeschossigen Anbau. Schröder: „Wir wollen der Bürgerschaft da einen neuen Vorschlag unterbreiten.“ Nur: Die tagt im März, aufgrund der Wahlen danach erst wieder im September.

Buniamshof/Hauptturnhalle

Neu: Lübeck hat zudem noch Fördergelder für das Landesleistungszentrum Leichtathletik beantragt. In der Hauptturnhalle soll für die Athleten ein neues „Trainingszentrum“ (u.a. mit Ergometer, Spinning, Kraftgeräten) entstehen, auf dem Buniamshof die Lautsprecheranlage erneuert werden. Gesamtkosten: 300000 Euro. Das Land hat dafür rund 200000 Euro „in Aussicht gestellt“. Schröder:

„Für den Rest suchen wir auch noch nach Finanzierungsmöglichkeiten.“

Stadion Lohmühle

Der VfB Lübeck will in eine Rasenheizung inklusive Beregnungsanlage und Rollrasen investieren. Kostenpunkt: 960000 Euro. Das Land soll davon 6432000 Euro tragen. Nur: Der Text in den Richtlinien ist so abgefasst, dass eine Förderung für den Fußball (außer Holstein Kiel) nicht vorgesehen ist. VfB-Vorstand Florian Möller: „Wir haben noch nichts Schriftliches aus Kiel. Es gab zwei telefonische Hinweise, dass wir wohl nicht dabei sind.“

Ruderakademie Ratzeburg

Für Bundes- und Landesstützpunkte liegen im Fördertopf zwei Millionen Euro. Die hat die Stadt Ratzeburg als Eigner der Ruderakademie beantragt, dürfte sie aber aufgrund weiterer Projekte nicht vollumfänglich bekommen. „Einen Bescheid haben wir noch nicht“, sagte Bürgermeister Rainer Voß. Aber Ende März gibt es ein Treffen mit Bund, Land und Verband. Voß: „Da wird über die Erweiterung der Ruderakademie gesprochen.“ Die 1966 unter Karl Adam gegründete Ruder-Fabrik des Nordens soll um- und ausgebaut werden (neue Bootshallen, Ergometer- und Krafträume, mehr Betten, größeres Sportinternat). Kostenpunkt: fast zehn Millionen Euro.

Steganlage der Lübecker RG

Auch die Lübecker Rudergesellschaft wartet auf den Förderbescheid, soll dem Vernehmen nach aber 100000 Euro für eine neue Steganlage erhalten. 49500 Euro will die LRG (vereinseigene Anlage) selbst zuschießen.

ETC-Halle Timmendorfer Strand

Die Gemeinde Timmendorfer Strand hat das im Fördertopf definierte Maximum für Eishockey von zwei Millionen Euro für die dringend notwendige Sanierung der ETC-Halle (Brandschutz, Kälte-, Licht- und Entfeuchtungstechnik) beantragt. „Einen Bescheid oder Hinweise haben wir noch nicht, erwarten sie aber im März“, erklärte Bürgermeisterin Hatice Kara. Derzeit lassen Gemeinde-Fraktionen indes einen Neubau der Halle prüfen. Käme der, würde die Förderung wegfallen. Kara: „Die gibt es nur für den Sanierungsfall. Und dafür gibt es einen Bürgerentscheid, der ist für mich rechtlich bindend.“ Und wann beginnt die Sanierung? Kara: „Wir hatten Gewerke beauftragt. Aber aufgrund der neuen Idee wurden die wieder zurückgenommen. Wir können jetzt erst Ende März, Anfang April beginnen.“

15 Millionen Euro für den Sport in Schleswig-Holstein

Das Landesinnenministerium fördert „Sportstätten mit besonderer regionaler oder überregionaler Bedeutung“.

„Bis zu 7 Millionen Euro sind für die Region Kiel, für den Ausbau des Holstein-Stadions vorgesehen.“ Eine Richtlinie regelt die Vergabe der restlichen 8 Millionen. Zuwendungsfähig sind nur Maßnahmen, welche Handball-Spielsportstätten der 1. und 2. Liga (4 Mio. Euro für Arena in Flensburg und Lübeck), Bundesstützpunkte und Landesleistungszentren (2 Mio. Euro) sowie Eishockey- Spielsportstätten (2 Mio. Euro) ertüchtigen.

Jens Kürbis

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