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Sport im Norden Morten Liebert: schnell, treu und treffsicher
Sportbuzzer Sport im Norden Morten Liebert: schnell, treu und treffsicher
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20:24 25.05.2016

Früher verlegte er Fliesen in Reihe, heute legt er den Torhütern im Land reihenweise den Ball ins Netz – und bald beginnt Morten Liebert eine Ausbildung bei der Landespolizei in Mecklenburg-Vorpommern. Hinter dem 23-jährigen Stürmer des SV Todesfelde liegt ein aufregendes Fußball-Jahr in der SH-Liga. Mit 37 Treffern eroberte der Linksfuß die Torjägerkrone. „Das ist schon cool“, sagte Liebert in einer ersten Stellungnahme. Die Landes-Rekordmarken von Heiko Nickel (BW Friedrichstadt, 1984) und Sven Beck (Eider Büdelsdorf, 2007) blieben allerdings unangetastet. Die Mittelstürmer vergangener Tage erzielten jeweils 39 Tore. „Tut mir leid, die beiden Spieler kenne ich nicht“, bedauert Liebert.

Viel lieber erzählt er aus der abgelaufenen Saison. In beiden Spielen gegen Aufsteiger Oldenburger SV sowie gegen Kilia Kiel schnürte er jeweils einen Dreierpack, gegen den TSV Altenholz und Flensburg 08 gelangen ihm sogar vier Treffer in einer Partie. Dazu erzielte Liebert im Kick gegen TSB Flensburg das schnellste Tor der Saison. Genau nach sieben Sekunden zappelte der Ball im Netz.

„Flensburg hatte Anstoß, Studti (Dennis Studt, d. Red.) und ich haben Druck gemacht, der Abwehrspieler spielte den Fehlpass und ich habe aus 16 Metern einfach draufgehalten“, beschreibt Liebert die Szene. Überhaupt entwickelte sich Studt mit sechs Vorarbeiten zum besten Vorlagengeber. „Wir spielen schon seit der Jugend zusammen, da weiß jeder, wohin der andere läuft“, so der Torjäger. Einzige Ausnahme waren die zwei Jahre, in denen der 1,95 m große Angreifer für den TuS Hartenholm (2012 bis 2014) auflief. Insgesamt bereiteten zwölf Todesfelder Spieler die Tore für ihren „Bomber“ vor.

Natürlich weckten die vielen Treffer Begehrlichkeiten. Als eine Anfrage des Regionalligisten Eintracht Norderstedt auf den Tisch flatterte, verlängerte Liebert flugs seinen Vertrag in Todesfelde bis 2018, bleibt dem Klub treu. Oberschenkelprobleme nach einem Probetraining bei Regionalligist Hamburger SV II führten in der Saison zur einzigen Flaute von 410 Minuten ohne Treffer.

Erst am vergangenen Sonnabend war diese nach dem Führungstor beim Auswärtsspiel gegen den VfR Neumünster, das der SVT 2:1 gewann, beendet. Und so wurde es zum Saisonende noch einmal eng im Rennen um die Torjägerkanone. Florian Stahl (Eutin 08) rückte Liebert mit 35 Toren mächtig auf den Pelz.

Bundesweit gesehen sind die beiden SH-Liga-Torjäger die besten Schützen in den höchsten Staffeln (14 Oberligen) unterhalb der Regionalliga. Rang drei ging an Bashkim Toski (TSV Grolland, Bremenliga), der 34 Mal traf.

Ob Liebert in der kommenden Saison ebenfalls so fleißig ins gegnerische Netz treffen wird, ist offen. Nachdem die Polizei in Schleswig-Holstein dem Stürmer nach dem Testverfahren absagte, kann er nun im August in Güstrow seine Ausbildung beginnen. „Ich werde dann beim GSC 09 trainieren, das ist mit Todesfelde so abgesprochen, erläutert Liebert. Aber jetzt geht’s erst mal mit der Mannschaft nach Mallorca – zum Abfeiern!

ör

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