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Sport im Norden Neue Staffeln sorgen für Lust im Westen und Frust im Osten
Sportbuzzer Sport im Norden Neue Staffeln sorgen für Lust im Westen und Frust im Osten
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20:10 06.07.2017
Rostock/Wismar

Der Landesfußballverband (LFV) Mecklenburg-Vorpommern hat die mit Spannung erwarteten Staffeleinteilungen für die neue Spielzeit bekannt gegeben. Es wird die erste Saison nach der neuen Spielklasseneinteilung sein. Während im Westen die Vereine sehr zufrieden sind, gibt es im Osten bei einigen Vereinen lange Gesichter. Dort müssen sie lange Reisen zu den Punktspielen in Kauf nehmen. Besonders bitter ist es für den TSV Graal-Müritz, der in die Ost-Staffel eingeteilt wurde. Die Graal-Müritzer müssen deshalb die mit rund 250 Kilometern wohl weiteste Auswärtstour nach Penkun fahren.

Stattdessen herrscht bei den Vereinen in Nordwestmecklenburg vollste Zufriedenheit. Gleich vier Mannschaften spielen in der Landesliga-West um den Staffelsieg. Ulf Kuchel, Spielausschussvorsitzender des LFV meint: „Die optimale Lösung gibt es nicht. Uns ist bewusst, dass einige Vereine Bauchschmerzen mit der Einteilung haben werden.“

Die OZ hörte sich bei den Vereinen um, wie sie die LFV-Entscheidung aufgefasst haben.

„Durch die Umstrukturierung der Landesligen hat sich die Qualität noch einmal deutlich erhöht. Daher ist es auch schwer einzuschätzen, wo man steht. Wir müssen uns nach der Neugründung und den vielen Veränderungen auch erst einmal finden.“, so Björn Gierahn, Trainer des neu gegründeten Vereins FC Seenland Warin.

Frank Ridder, sportlicher Leiter im Männerbereich und Vereinsvorsitzender FC Seenland Warin, meint: „Mit der Staffeleinteilung sind wir voll und ganz zufrieden. Wir liegen genau im Zentrum dieser Liga und haben somit recht übersichtliche Fahrwege. Da hat es Mannschaften aus dem Rostocker Raum schlimmer erwischt.“ Weiter ist er davon überzeugt, dass die neue Liga in der Qualität durch diese Zusammensetzung deutlich verbessert werde. „Unsere Zielstellung für die neue Saison wird ein Platz im gesicherten Mittelfeld sein. Als junger neuer Verein möchten wir erst einmal in der neuen Landesliga ankommen.“

Jörg Grützmacher, Abteilungsleiter Fußball beim PSV Wismar, freut sich als Aufsteiger auf die Spiele in der Landesliga: „Für uns war der Aufstieg eine große Sache und wir freuen uns ungemein auf die neue Aufgabe. Es wird eine sehr spannende Saison für uns, gerade weil wir in die Neustrukturierung hinein aufsteigen.“ Doch Grützmacher weiß auch, dass die Aufgabe, in der neuen Liga Fuß zu fassen, viel schwieriger ist, als in der Landesklasse. „Doch wir freuen uns auf die vielen Derbys gegen den FC Anker Wismar II, den FC Schönberg, gegen den FC Seenland Warin, aber auch auf die Partien gegen den Doberaner FC und den FSV Kühlungsborn“, so Jörg Grützmacher.

Obwohl sich der FC Schönberg aus der Regionalliga zurückgezogen hat und mit der ehemaligen II. Mannschaft praktisch einen Neustart beginnt, ist für Wilfried Rohloff, Vorsitzender FC Schönberg, die neue Landesliga sehr reizvoll. „Die neue Landesliga ist natürlich deutlich spielstärker als die bisherige Staffel West der Landesliga. Es wird deutlich interessantere Begegnungen geben und durch die attraktiven Derbys erfährt die Landesliga eine deutliche Aufwertung.“ Der FC Schönberg will um die Plätze eins bis fünf mitspielen. In der vergangenen Saison wurde die II. Mannschaft des FC Schönberg Meister in der Landesliga-West, verzichtete aber auf den Aufstieg in die Verbandsliga.

Gute Stimmung herrscht auch im Lager der II. Mannschaft des FC Anker Wismar. Trainer Eckhard Jesko: „Für uns ist die Neugründung der Landesliga praktisch auch Neuland. In den beiden letzten Spieljahren mussten wir in der Landesliga-Ost antreten. Dort mussten wir sehr viele weite Fahrten realisieren. Zweimal nach Greifswald, auf die Insel Rügen nach Bergen, nach Ribnitz-Damgarten und Trinwillershagen. Die neue Landesliga West hat mit Ludwigslust/Grabow und Polz nur zwei etwas weitere Auswärtsfahrten.“ Er freut sich auch auf die Begegnungen mit dem Orstnachbarn PSV Wismar, die Spiele gegen Dynamo Schwerin, Cambs/Leezen und den FC Schönberg. „Wir wollen an die tolle Rückrunde der Vorsaison anknüpfen, wissen aber auch, dass es eine schwierige Saison wird“, blickt Jesko voraus.

Peter Preuß und Andreas Kirsch

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