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Sport im Norden Oldenburg in der Krise: Abwehr wackelt, Mittelfeld fehlt Torgefahr
Sportbuzzer Sport im Norden Oldenburg in der Krise: Abwehr wackelt, Mittelfeld fehlt Torgefahr
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20:16 29.09.2016

Oldenburg Die Fußballer des Oldenburger SV stehen schon sehr früh mitten im Abstiegskampf der Schleswig-Holstein-Liga. Nach elf Spieltagen haben die Ostholsteiner lediglich sechs Punkte auf dem Konto und kassierten zuletzt vier Niederlagen in Folge gegen Heide (0:2), Eutin (0:4 in der Liga und 1:4 im Kreispokal) und den VfR Neumünster (0:5). Die nächste schwierige Aufgabe steht mit dem Heimspiel morgen gegen den Regionalliga-Absteiger TSV Schilksee (15 Uhr) schon vor der Tür.

Die Gründe für den Fehlstart sind vielschichtig. Das große Prunkstück der vergangenen Saison, die Offensive, läuft (noch) nicht rund. Der Abgang von Rico Bork nach Eutin hat eine Riesenlücke hinterlassen. Der 21-Jährige erzielte nicht nur 17 Treffer selbst, sondern gehört zudem zu den Spielern mit den besten Standards. Hiervon profitierte in erster Linie OSV-Stürmer Freddy Kaps, der nach 25 Treffern in der letzten Serie aktuell erst dreimal getroffen hat. „Uns fehlt ohne Ricos langen Bälle die Torgefahr aus dem Mittelfeld“, weiß Trainer Andreas Brunner. Aber auch in der Defensive hapert es. Hier zahlt Neu-Verteidiger Firat Ertekin als Ersatz für Jan Haltermann noch Lehrgeld. Auffällig ist nicht zuletzt, dass die große Geschlossenheit, die das Team sonst ausgezeichnet hat, verloren zu sein scheint.

Ein Fehlgriff waren zwei Lübecker Neuzugänge. Nach Sercan Demirbas hat sich der Klub nun auch von Abdullah Sahin getrennt. „Es hat einfach nicht gepasst. Es waren zu viele Punkte, die den Ausschlag gegeben haben“, erklärt Brunner, will aber keine Details nennen.

Ein großes Problem ist die Abhängigkeit von Spielführer Björn Wölk. Ohne den 37-Jährigen fehlt ein echter Leitwolf. Auch gegen Schilksee wird „Wölki“ fehlen, der sich aus privaten Gründen vorerst abgemeldet hat. Doch trotz aller Unkenrufen glaubt Brunner an seine Jungs: „Die Ergebnisse waren zuletzt fraglos schlecht. Wir haben diese Saison aber schon gezeigt, dass wir es können. Wir müssen wieder als Team auftreten, arbeiten und unsere Leistung abrufen.“ Auch wenn Wölk fehlt und die Einsätze von Petersen, Kowski und Müller fraglich sind, will er Schilksee („Eine tolle Mannschaft mit vielen erfahrenen Spielern“) ärgern.

Der NTSV Strand 08 gastiert morgen um 14 Uhr beim Heider SV, der zuletzt ein 2:2 in Eutin holte. „Wir haben uns gegen die noch nie leicht getan“, sagt Trainer und Manager Frank Salomon, dessen persönliche Bilanz gegen die Dithmarschener (ein Sieg, zwei Unentschieden, sechs Niederlagen) miserabel ist. Auch wenn Torwart Kevin Ciesler (verletzt), Alexander Lening (Grippe), Jonni Jahnke (Dienst), Artur Akopian (Schlüsselbeinbruch), Kevin Raabe und Felix Hinkelmann (beide Trainingsrückstand) ausfallen, sei die Stimmung angesichts eines tollen vierten Tabellenplatzes gut.

„Die nächsten Spiele werden zeigen, wo unsere Reise hingeht“, erklärt der 52-Jährige. Fraglich ist, ob der wieder spielberechtigte Torwart Szymura (Knieprobleme) spielen kann. Ein Wiedersehen gibt es mit Heides Trainer Mamadou Sabaly, der früher bei den Strandern gespielt hat.

Noch eine Rechnung offen hat Eutin 08 mit dem VfR Neumünster. In der vergangenen Saison gingen gleich beide Duelle (1:4, 0:1) gegen die „Veilchen“ verloren. Ein Wiedersehen gibt es am Sonntag um 14 Uhr im Waldeck-Stadion. „Das wird ein ähnlich schweres Spiel. Auch Neumünster ist körperlich robust, versucht das Spiel des Gegners zu verstören und kann mit seiner Offensivstärke mit Bilgen, Tidim oder Hathat jeder Mannschaft weh tun“, sagt 08-Trainer „Mecki“ Brunner. „Wichtig wird deshalb sein, dass wir uns gerade im zentralen Mittelfeld durchsetzen und nicht nur fußballerische Elemente sondern auch körperlichen Einsatz zeigen.“ Neumünster gewann die letzten drei Spiele ohne Gegentreffer. Bei Eutin fehlen Danny Cornelius wegen Roter Karte (acht Spiele Sperre) und Timo Klotz (Dienst). Bei Kevin Hübner ist derweil noch nicht geklärt, ob die Rote Karte im Kreispokal auch eine Sperre in der Liga nach sich zieht.

Volker Giering

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