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Sport im Norden Rückenwind für Nick Schmahls Olympia-Traum
Sportbuzzer Sport im Norden Rückenwind für Nick Schmahls Olympia-Traum
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19:54 16.10.2018
Nick Schmahl aus Heiligenhafen landet bei den Olympischen Jugendspielen in Buenos Aires auf Platz fünf. Quelle: OIS
Buenos Aires/Lübeck

Der erste Wettkampf, die 7,18 Meter. So hatte sich U18-Europameister Nick Schmahl seine Olympischen Jugendspiele nicht vorgestellt. Doch nach der zweiten Weitsprung-Runde, den 7,27 Metern, war der Fehmaraner versöhnt. Nach der Addition seiner zwei Resultate – der Modus ist neu – sprang der 17-Jährige vom TSV Heiligenhafen in Buenos Aires von Platz acht auf fünf vor.

Akkreditierung vergessen, schwere Beine

„Damit hatte ich nach dem ersten Tag gar nicht mehr gerechnet“, gibt Schmahl zu, „Top fünf, bester Europäer – damit bin ich in jedem Fall zufrieden.“ Auch, weil im Vorfeld einiges schief gelaufen war. Erst lag er mit Magen-Darm flach, „dann hatte ich meine Akkreditierung vergessen“. Die Beine fühlten sich nach der langen Saison auch irgendwie schwer an. „Das war alles total nervig und stressig.“ Doch im Wettkampf lief es. Im letzten Durchgang traf er dann auch noch das Brett, flog mit Rückenwind auf 7,27 Meter. „Endlich konnte ich zeigen, was ich drauf habe.“ Gefeiert wurde am Abend nur auf dem Zimmer, in der Leichtathletik-WG im Olympischen Dorf. Nach 23 Uhr dürfen die Jugendlichen nicht mehr raus.

So jubelte Nick Schmahl (TSV Heiligenhafen) im Juli in Györ, als er U18-Europameister wurde. Quelle: Kai Peters

Party mit IOC-Präsident Bach

Doch jetzt taucht der U18-Europameister ins olympische Jugendleben ein. Im Green Park, eines von vier Clustern, wo sich im Stadtviertel Palermo die Jugendlichen im Triathlon, Radsport, Beachvolleyball, Reiten und Tennis messen, hat er sich mit seinen Eltern getroffen. Am Abend stand noch eine Party in einem Jugend-Camp an – mit IOC-Präsident Thomas Bach. Und er freut sich schon auf die Abschlussveranstaltung am Donnerstag, „auch wenn ich noch nicht weiß, was mich da erwartet“. Schmahl findet die Jugendspiele der 15- bis 18-Jährigen nach wie vor „sehr beeindruckend, einfach cool.“

U20-EM im nächsten Jahr

Und er ist auf den Geschmack gekommen, ganz nach dem Motto der Spiele, „Feel the Future“, spüre die Zukunft: „Das bestärkt mich in meinem Wunsch, einmal bei Olympischen Spielen dabei zu sein. Das ist mein ganz großer Traum.“ Der Weg bis dahin ist aber noch weit – als nächster Höhepunkt steht im kommenden Jahr erst einmal die U20-EM an.

Jens Kürbis

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