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Sport im Norden Stark gestartet, noch stärker abgebaut: „Raubmöwen“ verpatzen Derby
Sportbuzzer Sport im Norden Stark gestartet, noch stärker abgebaut: „Raubmöwen“ verpatzen Derby
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08:13 08.01.2013

„Ich weiß nicht, ob ich weinen soll oder die Halle zerlege“, sagte Betreuer Benjamin Busch nach der 13. Saisonschlappe.

Dabei waren die Frauen von Trainer Sören Jeppesen engagiert und konzentriert ins Duell gegen den „Nordexpress“ gestartet, der vor der Pause nicht in Fahrt kam. Das lag auch an Travemündes Keeperin Katrin Strauß, die in der zweiten Minute den ersten Siebenmeter parierte und auch danach gegen ihre Ex-Kollegin Lena Schulz groß aufspielte, auch wenn die Gäste-Rückraumspielerin es bis zum bitteren Ende auf acht Treffer bringen sollte. Das späte 1:0 (8.) durch Kapitänin Leonie Wulf war die Initialzündung für eine extrem gute erste Hälfte aus Travemünder Sicht. Durch weitere Tore von Karen Wessoly und der gut aufgelegten Simone Larsen Poulsen setzten sich die „Raubmöwen“ auf 6:2 ab (13.). „Wir hatten Harrislee voll im Sack. Das war eine super Halbzeit von uns“, kommentierte Frank Barthel als Sportlicher Leiter der „Raubmöwen“ die ersten 30 Minuten, nachdem auch Frauke Staaß noch einen Schulz-Siebenmeter abgewehrt hatte.

Als es mit einem völlig verdienten 17:12 in die zweite Spielhälfte ging, deutete alles auf den zweiten Travemünder Saisonsieg im 14. Saisonspiel hin. Doch nach dem umjubelten 18:12 (31.) durch Poulsen geriet der Angriffsfluss der Gastgeberinnen zusehends ins Stocken.

„Der Knackpunkt war heute die Halbzeitpause. Wir haben es danach einfach nicht geschafft, unseren Vorsprung locker herunterzuspielen“, konstatierte Busch. Denn nun schlichen sich Fehler im Spielaufbau ein, die postwendend bitter bestraft wurden. Junioren-Nationalspielerin Laura Riehl etwa konnte trotz vier Treffern nicht an ihre gewohnt starke Spielweise anknüpfen, auch weil die lädierte Schulter Probleme bereitete. Nun kam der „Nordexpress“ auf Touren, kämpfte sich Tor um Tor heran und drehte den Spieß nach dem 22:17 (39.) in neun Minuten um, so dass plötzlich ein 22:24 (48.) auf der Anzeigetafel prangte. Sieben Gegentore in Serie entnervten die unerfahrenen „Raubmöwen“ vollends. „Wir haben uns selber beklaut. Es fehlte in den entscheidenden Phasen die Konzentration“, ärgerte sich Trainer Jeppesen. Dänen-Import Poulsen, mit zehn Treffern beste Travemünder Schützin, verkürzte zwar noch auf 23:24 (50.). Aber das Schicksal nahm seinen Lauf, auch weil Harrislees Neuzugang Laura Neu mit fünf Toren debütierte. „Wir müssen auch im zweiten Durchgang konsequenter sein. Es fehlt uns in solchen Phasen die Abgezocktheit“, gab Busch zu.

Travemünde: Strauß, Staaß — Poulsen (10/2), Wulf, Riehl (je 4), Wessoly (3), Schröder (2), Wieckberg (1), Stapelfeldt, Pohle, Kieckbusch.

Beste Werferin Harrislee: Schulz (8/3).

Zeitstrafen: 4 — 4. Siebenmeter: 2/2 — 5/7.

Spielfilm: 1:0 (8.), 3:1 (11.), 6:2 (13.), 11:8 (21.), 13:8 (22.), 16:10 (25.), 17:12 (29.), 18:12 (31.), 19:16 (36.), 22:17 (39.), 22:24 (48.), 24:26 (56.), 24:31 (60.).

mare

LN

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