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Sport im Norden Starke kämpferische Leistung bleibt unbelohnt
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18:37 13.03.2018
Wir haben gegen einen starken Gegner verloren.Maik Robitt Trainer TSG Wismar Quelle: Foto: Daniel Koch
Güstrow/Wismar

An einem Punktgewinn haben die Handballmänner der TSG Wismar in ihrem MV-Liga-Spiel beim Güstrower HV gekratzt. Aber am Ende verloren sie beim Tabellendritten knapp mit 24:26. Doch trotz der Niederlage hat die Mannschaft Charakter gezeigt.

Die Voraussetzungen waren alles andere als gut vor der schweren Auswärtsaufgabe. Durch viele Ausfälle stand nur ein kleiner Kader zur Verfügung, Hannes Jehring und Tom Koop gingen angeschlagen in die Partie. Daher waren die Erfolgsaussichten nicht so groß, denn die Gastgeber sind derzeit in starker Verfassung.

Die gut besuchte Partie – auch 20 Fans aus Wismar sahen das Spiel – sahen von Beginn an ein sehr intensives Spiel, in dem sich beide Mannschaften nichts schenkten. Güstrow legte ein Tor vor, die TSG erzielte den Ausgleich. So lief das Spiel bis zum 5:5 in den ersten zehn Minuten. Nach seinem Ausgleich musste Hannes Jehring dann vom Feld. Die Verletzung aus der Vorwoche zwang ihn zu dieser Pause.

So mussten die TSG-Trainer wieder umstellen, was die Gastgeber nutzten, um sich in den folgenden Minuten leicht abzusetzen. Das 10:7 (22.) war aber kein Rückschlag für die Gäste, die sich bis zur Halbzeit wieder stabilisierten. Besonders im Abwehrverband zeigten sie viel Leidenschaft und hatten vor allem den gefährlichen Güstrower Rückraum gut im Griff. „Ein paarmal hatten wir den Güstrower HV in Zeitspieldruck gebracht, aber irgendwie rutschte immer noch ein Ball durch“, ärgerte sich TSG-Spieler Swen Büscher auch noch nach dem Spiel. In die Pause ging es dann mit einem 10:12-Rückstand für die TSG, der für die zweite Hälfte noch hoffen ließ. Wismars Trainer Maik Robitt zeigte sich in der Halbzeit auch nicht unzufrieden: „Die Jungs haben das in der ersten Hälfte ganz gut gemacht, im Angriff hatten wir Probleme.“

Den Beginn der zweiten Hälfte verschliefen die Gäste dann aber. Es war jedoch nicht die fehlende Aufmerksamkeit. Vielmehr wurde sich in dieser Phase zu sehr mit den Entscheidungen der Schiedsrichter beschäftigt. „Dadurch spielten wir nicht mehr so konzentriert in Abwehr und Angriff. Das müssen wir mitnehmen aus dem Spiel, dass wir uns durch Entscheidungen nicht von unserer Linie abbringen lassen“, sagte Trainer Maik Robitt.

So konnten die Güstrower sich auf 16:11 (37.) weiter absetzen, dann aber fingen sich die TSG- Spieler wieder. Sie verkürzten den Rückstand auf 14:16 (40.) und hielten ihn stabil bis zum 19:22. Damit wurden die letzten zehn Minuten eingeläutet und Wismar hatte jetzt Bock auf mehr. Die TSG-Spieler schafften es, die Gastgeber zu Fehlern zu zwingen und gewannen dadurch einige Bälle. Das Ergebnis war der Ausgleich zum 22:22 (54.). Doch die Führung wollte der TSG nicht gelingen. „Gehen wir einmal in Führung, dreht sich das Spiel in unsere Richtung. Aber das haben wir leider nicht geschafft“, so Trainer Robitt. Die individuellen Stärken der Güstrower brachten die Gastgeber dann wieder in Front – 24:22 (57.). Trotz eines letzten Aufbäumens auf Wismarer Seite und einer Auszeit konnten der Spieß dann aber nicht mehr gedreht werden. 24:26 aus Wismarer Sicht lautet das Endergebnis nach 60 spannenden Minuten.

Trotz der Niederlage war Robitt nicht enttäuscht. „Wir haben gegen einen starken Gegner verloren“, richtete er das Team wieder auf. Trotz der Niederlage bleibt die TSG mit 32:6 Punkten auf Platz zwei der Tabelle in der MV-Liga. Am kommenden Sonnabend erwarten die Wismarer Handballmänner dann zum vorletzten Heimspiel der Saison die zweite Mannschaft des Stralsunder HV.

TSG Wismar: Link, Robitt – Boos 4, Jehring 1, Langner 2, P. Dettmann, M. Hünerbein 6/1, Büscher, S. Hünerbein, Koop 9/5, Stender 2.

Sven Meyer

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