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Sport im Norden Stürmische Zeiten — Eichede verliert weiter
Sportbuzzer Sport im Norden Stürmische Zeiten — Eichede verliert weiter
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15:44 06.11.2013
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Eichede

Die Zeiten beim Neu-Regionalligisten SV Eichede im Abstiegskampf sind stürmisch. So hatte es Oliver Zapel in seinem Trainerwort im Stadionmagazin „Kieker“ vor dem Heimspiel gegen den Aufstiegskandidaten SV Meppen beschrieben. Durch das 1:2 (1:2) gegen die Emsländer hat sich der Sturm zwar nicht ganz verzogen, er schwächte sich aber ab. Denn in der zweiten Hälfte zeigten die Stormarner trotz der vierten Pleite in Folge eine deutliche Leistungssteigerung und hätten zumindest einen Punkt verdient gehabt.

Wie angekündigt hatte Zapel sein Team auf mehreren Positionen umgestellt. So durfte Top-Joker Lechler erstmals für Huseni (beide sechs Saisontreffer) im Sturm ran. „Er ist immer eine Alternative und hat sich in der Woche im Training aufgedrängt“, begründete der Coach den Wechsel. Doch richtig zum Zuge kam der Ex-Wentorfer nicht. Denn die erste Halbzeit ging klar an die Meppener. Mit dem Wind im Rücken diktierten sie das Geschehen und brachten die Eicheder entweder durch gefährliche Standards oder über die Außen in Bedrängnis. So fielen dann auch die beiden Gegentreffer.

4. Minute: Robben flankte von halbrechts, Kremer brauchte den Ball am langen Pfosten nur über die Linie zu drücken. Verteidiger Koops kam zu spät. „Auswärtssieg, Auswärtssieg“, riefen die 50 mitgereisten SVM-Fans im Gästeblock.

29. Minute: Nachdem Fischer seinen Gegenspieler Schmik rechts nicht am Flanken hindern konnte, schoss Wagner in der Mitte freistehend ein. „In beiden Szenen haben wir uns ziemlich doof angestellt“, sagte Moritz Hinkelmann.

Trotz des unglücklichen Eigentors durch Schmik (13.) nach einer Maltzahn-Hereingabe zum zwischenzeitlichen 1:1, blieben die Emsländer weiter am Drücker und kamen über Kremer (20., 43.), Wigger (30.) und Pasiov (39., 42.) zu weiteren Chancen. „Wir hätten den Sack vorzeitig zumachen können“, sagte Meppens Christian Neidhart, der mit Zapel den A-Trainerschein-Lehrgang besucht hatte.

Die zweite Halbzeit gehörte eindeutig den Eichedern. Jetzt profitierten sie vom Wind. „Wenn wir ein Tor machen, verliert Meppen noch“, betonte SVE-Torhüter Lucassen. „Leider haben wir aber unsere Chancen nicht entschlossen genug genutzt.“ Sein Gegenüber, der Ex-Lübecker Benjamin Gommert, sagte: „Wir hatten Angst, Fehler zu machen.“ Während die Neidhart-Elf nur noch einmal auf das Lucassen-Tor (Scherping, 77.) schoss, vergaben die Eicheder Huseni (59.) und Güzel (82.) zwei Hundertprozentige gegen Gommert. „Wir hätten den erneuten Ausgleich erzielen müssen“, ärgerte sich Zapel. Außerdem traf Kossowski den Pfosten (52.), und Maltzahn scheiterte aus der Drehung an Gommert (58.). „Wir hätten wirklich viel mehr herausholen müssen“, sagte Hinkelmann.

Trotz des erneuten Rückschlags schaute Zapel nach vorne. „Auf diese gute Leistung können wir aufbauen. Schade, dass wir uns nicht belohnt haben. Wir haben weiter keine Krise und verfallen nicht in Panik. Die Sorgen, die wir haben, hätten andere Klubs gerne. Wir werden die 20 Punkte bis zum Winter noch holen.“ Wenn sich der Sturm dann verzieht . . .

Die Statistik zum Spiel
Eichede: Lucassen - Koops (79. Seiler), M. Hinkelmann, Issahaku, Fischer - J.-O. Rienhoff, Heidenreich - Güzel, Maltzahn, Kossowski (73. Sejdiu) - Lechler (53. Huseni).
SV Meppen: Gommert - Schmik, Meier, Hahn, Schepers - Latkowski, Wigger - Robben (61. Watahiki), Wagner, Kremer (68. Scherping) - Pasiov.
SR.: Hübner (Braunschweig). Z.: 510.
Tore: 0:1 Kremer (4.), 1:1 Schmik (13., Eigentor), 1:2 Wagner (29.). Gelbe Karten: Issahaku, Heidenreich - Wagner.

Volker Giering

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