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Sport im Norden TSG-Handballerinnen wollen neue Siegesserie starten
Sportbuzzer Sport im Norden TSG-Handballerinnen wollen neue Siegesserie starten
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20:43 09.11.2017
Mannschaftskapitänin und Torhüterin Justine Steiner glänzte bisher vor allem in eigener Halle mit tollen Paraden. Auch morgen gegen den Berliner TSC will die sympathische Wismarerin für den nötigen Rückhalt sorgen. FOTOS (3): DANIEL KOCH

Eigentlich haben die TSG-Handballerinnen die 22:29- Niederlage gegen den VfV Spandau Berlin am vergangenen Sonnabend abgehakt. Dennoch versuchen die Spielerinnen, dieses Negativerlebnis noch aus den Köpfen zu bekommen. „Damit beschäftigen wir uns nicht mehr“, versichert Mannschaftskapitänin und Torhüterin Justine Steiner und fügt kämpferisch hinzu: „Diese Niederlage wirft uns nicht um. Die Stimmung im Team ist gut. Wir freuen uns auf das Spiel gegen den Berliner TSC und werden es auch gewinnen.“

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Mannschaftskapitänin und Torhüterin Justine Steiner glänzte bisher vor allem in eigener Halle mit tollen Paraden. Auch morgen gegen den Berliner TSC will die sympathische Wismarerin für den nötigen Rückhalt sorgen. FOTOS (3): DANIEL KOCH

Vor einer Woche hatte Steiner gegen das Spandauer Team keinen guten Tag erwischt und musste mehr als ihr lieb war hinter sich greifen und den Ball aus dem Netz holen. „Das kann schon mal passieren.

Justine gehört zu den besten Torhüterinnen, ich meine sogar, sie ist die Beste in der Oberliga Ostsee-Spree“, gibt ihr TSG-Trainer Christoph Nisius Rückendeckung.

Für das Spiel gegen den Berliner TSC, das morgen um 16.00 Uhr in der Sporthalle an der Bürgermeister-Haupt-Straße angepfiffen wird, hat er die klare Marschrichtung herausgegeben. „Wir wollen das Spiel nicht nur gewinnen, sondern uns weiterentwickeln. Es wird für uns ein Pflichtsieg. Ich hoffe, dass uns die Zuschauer wieder zahlreich und toll von den Rängen unterstützen“, wünscht sich der TSG-Trainer.

Dennoch warnt er sein Team vor Überheblichkeit. Obwohl der TSC Tabellenletzter ist und alle sechs Saisonspiele verloren hat, werden die Gäste nicht kampflos die Punkte in Wismar lassen. „Wir dürfen nicht die Arroganz haben und meinen, weil wir Absteiger aus der dritten Liga sind, beherrschen wir die vierte Liga. Das ist nicht so. Auch hier können einige Mannschaften Handball spielen“, so Nisius.

Personell kann er aus dem Vollen schöpfen. Bis auf die zweite Torhüterin Tina Schultz (angebrochene Rippe) sind alle Spielerinnen an Deck. Für Schultz sitzt eine Nachwuchstorhüterin auf der Bank.

Mit dem Berliner TSC empfangen die Wismarerinnen einen absoluten Traditionsklub im deutschen Handballsport. 1963 wurden die drei bestehenden Vereine SC Rotation Berlin, SC Einheit Berlin und TSC Oberschöneweide zum TSC Berlin zusammengefasst. Der Name musste aber nach der Wende 1991 aus rechtlichen Gründen gewechselt werden. Im Westteil der Stadt besaß der angesiedelte TSC Berlin, der 1893 gegründet wurde, ältere Ansprüche auf die Vereinsbezeichnung.

In den 1970er Jahren war die Handball-Abteilung des TSC ein Aushängeschild des Vereins. Besonders hervorzuheben waren in dieser Zeit die drei Europapokal- Siege der Berlinerinnen. Weiterhin wurden die TSC-Damen viermal DDR-Meister. Mit sieben Erfolgen im Pokal war der Verein Rekordpokalsieger der DDR. Viele Spielerinnen des Klubs wurden mit der ebenfalls sehr erfolgreichen Nationalmannschaft 1971, 1975 und 1978 Weltmeister. Bei den Olympischen Spielen 1976 und 1980 holten sie Silber und Bronze.

Ein dunkles Kapitel in der Vereinsgeschichte war das Ende der Saison 2016/17. Da zog der Verein seine Damenmannschaft freiwillig aus der 3. Liga zurück. Seitdem spielt die Mannschaft in der Oberliga Ostsee-Spree.

Peter Preuß

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