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Sport im Norden TSG-Männer schaffen überlegenen Heimsieg
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11:44 07.03.2018
Wismar

Einen deutlichen Erfolg fuhren die Handballmänner der TSG Wismar am vergangenen Wochenende ein. Gegen den ersatzgeschwächten HC Vorpommern- Greifswald bestimmten sie vor 200 Zuschauern die Partie von Beginn an und siegten am Ende 28:15 (15:7).

In dem Spiel gegen den Tabellensiebten wollten die Wismarer zeigen, dass sie die Niederlage am letzten Spieltag in Neubrandenburg verarbeitet haben und nun den Fokus auf die restlichen Saisonspiele richten. Doch mit den Greifswaldern wartete ein unbequemer Gegner auf die TSG-Männer. Allerdings konnten die Gäste nur mit einem kleinen Kader anreisen. Wichtige Spieler standen dem HC nicht zur Verfügung.

Das spielte in den Köpfen der Gastgeber aber alles keine Rolle. Sie wirkten sehr konzentriert in den ersten Minuten. Eine 3:0-Führung (5.) war Ausdruck davon. Danach schlichen sich aber Nachlässigkeiten in die Aktionen ein, was die Gäste zu nutzen wussten. 5:3 (13.) führte danach die TSG, aber Wismars Trainer Sven Hünerbein gefiel die Leistung gar nicht und zog die Grüne Karte.

„Wir spielten im Angriff nicht mit dem nötigen Tempo und trafen keine guten Entscheidungen“, zeigte er sich in dieser Phase unzufrieden. Und die Mannschaft schien es verstanden zu haben. Jetzt wirkte sie wieder zielstrebiger in ihren Aktionen. So konnte sich die TSG auf 9:4 (18.) absetzen. Nur eine Minute später verletzte sich der Spielmacher der Gäste so schwer, dass er nicht mehr weiterspielen konnte. Ein Rückschlag für den HC. Die Gastgeber erhöhten derweil weiter den Druck. Auch in der Abwehr wollten sie den Gegner so zu Fehlern zwingen. Das gelang nicht immer, aber mit Andreas Link hatten sie noch eine sichere Bank an diesem Tage zwischen den Pfosten. Der Keeper vereitelte so manche Chance der Boddenstädter und zeigte insgesamt eine gute Partie. Bis zur Pause konnte die TSG Wismar ihren Vorsprung weiter ausbauen. Mit einer 15:7-Führung ging es in die Kabine.

Der Start in die zweite Hälfte zeigte sich dann etwas holprig. Erst in der 34. Minute gelang der Heimmannschaft der erste Treffer zum 16:8. Damit hatten die Gastgeber den Weg zum Tor scheinbar wieder gefunden. Nur fünf Minuten später hatten sie beim 19:9 erstmalig eine Zehn-Tore-Führung herausgeworfen. Für Wismars Verantwortliche bot sich so die Möglichkeit, allen Spielern den Einsatz zu ermöglichen. Dadurch wirkte das Wismarer Spiel zwar manchmal nicht mehr so flüssig, aber in Bedrängnis geriet die Mannschaft nicht.

Noch eine Viertelstunde war zu spielen, die Führung mit 23:11 immer noch deutlich. Nun gaben Wismars Trainer auch den Spielern Pausen, die sonst schon mal 60 Minuten durchspielen. Und die Jungs auf der Platte machten ihre Sache gut. „Es gelang zwar nicht alles, aber es wurde bis zur letzte Sekunde gekämpft. Dass wir dadurch auch immer mal Fehler in den Aktionen haben, in der Abwehr und im Angriff, ist normal. Einsätze im Spielbetrieb sind die besten Lehrstunden“, ist Trainer Hünerbein überzeugt.

Am Ende fuhren Wismars Handballer einen nie gefährdeten 28:15- Erfolg und zwei weitere Punkte ein. Die Zuschauer auf den Rängen zeigten sich nach dem Spiel zufrieden. Die TSG-Männer bedankten sich bei ihnen für die tolle Unterstützung in den 60 Minuten.

Sven Hünerbein zog nach dem Spiel ein positives Fazit: „Es war für uns wichtig, dass wir zeigen, die Niederlage in Neubrandenburg ist abgehakt. Das ist uns gelungen.“ Nicht alles war jedoch für die Trainer zufriedenstellend in dem Spiel. Doch am Ende habe das Team noch deutlich gewonnen. Für die Gäste hatte Sven Hünerbein auch noch ein Lob parat: „Sie haben bis zum Schluss gekämpft. Dem verletzten Spieler wünschen wir auf diesem Wege gute Besserung und hoffen, dass er schnell wieder gesund wird.“

Durch den Erfolg haben die TSG-Handballer jetzt 32:4 Punkte auf ihrem Konto und stehen weiter auf Platz zwei der MV-Liga. In der nächsten Woche müssen sie dann eine harte Nuss auswärts knacken. Beim Güstrower HV (4.) sind sie am Sonnabend ab 17.00 Uhr gefordert.

TSG Wismar: Link, Robitt; Meiser 1, Boos 4, Lübkemann, Jehring 2, P.Dettmann 2/1, Hünerbein 6, Büscher, Koop 10/4, Stender 3.

Sven Meyer

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