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Sport im Norden Traditionslauf „Rund um Ratekau“ ist gerettet
Sportbuzzer Sport im Norden Traditionslauf „Rund um Ratekau“ ist gerettet
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17:21 14.11.2018
„Rund um Ratekau" ist seit 1989 am Start – per anno mit rund 1000 Teilnehmern. 2019 gibt es die 31. Auflage. Quelle: Wolfgang Maxwitat
Lübeck

Rund um Ratekau“ ist gerettet. Gut einen Monat nach dem überraschend verkündeten Aus ist der Traditionslauf wieder am Start. Der Lübecker Martin Lenz, Chef des 7 Türme Triathlons, springt mit seiner Agentur „Palm-Sports“ dem veranstaltenden TSV Ratekau als Organisator zur Seite. Der TSV-Vorstand und die Abteilungsleiter des Vereins gaben dafür in einer Sitzung jetzt ihr einstimmiges „Go“. Der Termin steht: Am 2. Juni steigt zum 31. Mal „Rund um Ratekau“ – mit vier Strecken (10 km, 5 km, 2 km für Schüler, 400 m/Vorschulkinder).

Rückblick auf 29 Jahre „Rund um Ratekau“

Absage von „Rund um Ratekau“ als Weckruf?

„Wir sind froh, dass wir den Traditionslauf mit in unser 90. Jubiläumsjahr nehmen, ihn im Sinne der alten Organisatoren weiterführen können“, erklärt der Vereinsvorsitzende Ingo Pooch und bedankte sich dabei „ganz besonders für das Engagement von Jens Ehlers aus dem alten Orga-Team, der seit 30 Jahren dabei war“. Mit Baptist Peltner und Volker Thimm haben sogar zwei Ehrenamtler aus der ehemaligen Orga-Crew zugesagt, weiterhin mitzuhelfen. Pooch ist auch froh, dass jetzt „alle Abteilungen des Vereins mitziehen, die rund 70 Helfer stellen wollen“. Die mangelnde Unterstützung durch den Verein war ein Grund von Ehlers & Co. gewesen, den Lauf für 2019 zu streichen. Bedurfte es erst der Absage als Weckruf? „An den Spekulationen will ich mich nicht beteiligen“, sagt Pooch, der stattdessen die Unterstützung der Gemeinde herausstellt: „Von den Parteien, auch vom Bürgermeister gab es viele positive Signale.“

Organisator Martin Lenz steigt bei „Rund um Ratekau“ ein. Quelle: Felix König

Lenz rettet dritten Traditionslauf

Fakt ist aber: „Rund um Ratekau“, das per anno gut 1000 Teilnehmer, seit 1989 insgesamt sogar 32 000 Finisher in den Statistiken hat, ist erst dank Lenz wieder am Start. Der 47-Jährige ist damit der Feuerwehrmann der regionalen Traditionsläufe. Denn der 47-Jährige hat in Lübeck bereits den City-Lauf (mit LBV Phönix) und den Frauenlauf (mit Lübeck Marathon e.V.) gerettet. Als Organisator des 7 Türme Triathlons (gut 1200 Teilnehmer) hat sich der 47-Jährige von Tri-Sport Lübeck in der Region einen Namen gemacht. Lenz, früher im Handwerk beruflich unterwegs, hat 2016 zum Veranstaltungskaufmann umgeschult, die Agentur „Palm-Sports“, als „Kleingewerbe“ gegründet und damit offenbar einen Nerv getroffen. Denn vielen Traditionsläufen droht ob fehlender Helfer und überalteter Organisatoren das Aus. Lenz weiß: „Vielen Ehrenamtlern wird es auch zu viel.“ In Ratekau übernimmt er jetzt alles Organisatorische – von Anträgen schreiben über Sponsoren-Akquise bis hin zum Druck von Flyern, der Pflege der Homepage sowie eines neuen Facebook-Accounts.

Top-Läufer und Top-Strecke bleibt

Fest steht auch: Die neue Streckenführung bleibt, „da gab es viel positive Resonanz“. Im Winter soll sie offiziell vermessen werden. Denn das Markenzeichen von „Rund um Ratekau“ soll bleiben: Top-Zeiten und Top-Läufer. Der Äthiopier Solomon Merne stellte in diesem Juni mit 29:46 Minuten einen neuen Streckenrekord auf. So schnelle 10 Kilometer hatte es in den vergangenen zehn Jahren bei keinem Straßenlauf in Schleswig-Holstein gegeben. „Wir wollen für die Sieger auch wieder Prämien ausloben“, sagt Lenz, der sich zudem verstärkt den Kindern und Jugendlichen widmen will. „Wir wollen sie noch mehr einbinden, in Kindergärten und Schulen werben.“

Jens Kürbis

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