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Sport im Norden Trio springt in den Blickpunkt
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20:35 26.06.2017
Sticht alle aus: Mathias Noerheden Johansen gewinnt auf Fehmarn mit „Casalino“ den Großen Preis und 2500 Euro.
Burg

Der erst 23-jährige Däne Mathias Noerheden Johansen hat beim Fehmarn-Pferde-Festival das S***-Springen um den Großen Preis gewonnen, während der knapp geschlagene Hans-Thorben Rüder mit den Rängen zwei und drei gut leben konnte. Schließlich wurde der „Ex-Insulaner“ in der alten Heimat als erfolgreichster Reiter der Großen Tour geehrt. Johansen, der im Stall Tjeert Rijkens in Elmshorn arbeitet, benötigte im Sattel von „Casalino“ lediglich 39,17 Sekunden für seine fehlerfreie Runde im Stechen der bedeutendsten Prüfung der vier Turniertage auf der Ostseeinsel.

„Das habe ich nicht gedacht. Das ist eine tolle Sache hier zu gewinnen“, bekannte Johansen nach erstem Verschnaufen. Schließlich hatte er den Triumph von Rüder verhindert, der seit über zehn Jahren in Greven ansässig ist, noch für den FRRV sattelt, auch immer wieder gern zum Festival nach Fehmarn zurückkehrt und einräumte: „Ich habe alles versucht, aber der Däne war schneller.“ Rüder sprang mit der Holsteiner Stute „Amba“ und dem zehnjährigen „Pure Pitu“ auf die Ränge zwei und drei. Neun von 32 Startern waren im Umlauf ohne Fehler geblieben.

„Ich bin wirklich stolz darauf, hier erfolgreichster Reiter zu sein," betonte Rüder, „das zeigt ja auch, dass ich mit den Pferden auf dem richtigen Weg bin.“ Ins Stechen jumpte auch FRRV-Lokalmatador Sven Gero Hünicke, dem unmittelbar vor dem Großen Preis in einer emotionalen und von viel Jubel begleiteten Zeremonie das Goldene Reitabzeichen vor „seinem“ Publikum verliehen worden war. Der 19-jährige Deutsche Meister der Jungen Reiter hat die Voraussetzungen von mindestens zehn S-Siegen für dieses Zertifikat erfüllt. Dass Fehmarn der Ort seiner Wahl für die Verleihung war, verstand sich von selbst. Mit „Sunshine Brown“ wurde er danach Fünfter hinter dem zweimaligen Derbysieger Nisse Lüneburg aus Hetlingen.

Die Frau, die die Dressur-Konkurrenzen des Pferde-Festivals dominierte, war Dr. Frauke Oelerich vom Fehmarnschen RRV. Mit ihrem Hannoveraner „Cefalu“ war sie bereits am Freitag unschlagbar und bereitete sich am Sonntag selbst das schönste Geschenk: „Das war meine erste Intermediaire hier und zugleich auch mein erster S-Sieg“, erklärte die stolze Reiterin bei der Ehrung für ihre mit 43,130 Punkten und 250 Euro dotierte Siegerkür.

Die Dressur-Kür, also das „Tanzen“, braucht Musik – und die fehlte Kai Rüder. So richtig hatte der Vielseitigkeits-Spezi nicht damit gerechnet, dass er sich mit dem Wallach „Sternenzauber“ für die Kür qualifizieren könnte, aber es kam anders. Rüder telefonierte am Samstagabend und verschaffte seinem Freund Ole Hansen eine nächtliche Sitzung am PC: Der baute nach den Kürvorgaben eine Musik-Choreographie zusammen, die morgens einmal mit einem Pferd zu Hause „durchgeprobt“ wurde, und dann ging’s zur Premiere mit „Sternenzauber“ in die Reithalle. Und dort sicherten sich Reiter und Pferd sogar den vierten Rang.

„Sternenzauber“ gehört Schwägerin Tina Rüder. Die werdende Mutter war prompt am Dressurviereck zu finden, und ihr Ehemann Hans-Thorben musste sich derweil fragen lassen, wie es denn mit seinen Dressur-Ambitionen stehe. „Nein, echt: Es ist unwahrscheinlich, was Kai in der Dressur kann“, erklärte er und fügte hinzu: „Ich hab mir Einiges mühsam angeeignet, aber das was er kann, kriege ich nicht hin. Zu mir kommen die Springpferde.“

Vereinschef Hinrich Köhlbrandt, der während der vier Turniertage unermüdlich zwischen den Plätzen hin und her wechselte, Siegerehrungen begleitete und Fragen beantwortete, zog am Ende ein positives Fazit: „Es hätte uns auch ganz anders erwischen können mit dem Wetter. Aber den Böden hat jeden Tag etwas Regen gut getan, die waren schön elastisch“, befand der 68-jährige FRRV-Macher.

brü

LN

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